Hamburg zieht mit Köln gleich

Von SPOX
Donnerstag, 26.12.2013 | 21:20 Uhr
Dimitrij Kotschnew vertrat Sebastien Caron gegen dessen Ex-Klub im Tor
© getty
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Die Hamburg Freezers haben mit einem 6:1-Sieg über die Iserlohn Roosters den 31. Spieltag der DEL eröffnet und damit die Kölner Haie unter Druck. Der Spitzenreiter verlor prompt das 100. Duell gegen die Adler Mannheim. Drei ehemalige Kölner besorgten die Tore. Und: Krefeld deklassiert Düsseldorf im Straßenbahn-Derby.

Hamburg Freezers - Iserlohn Roosters 6:1 BOXSCORE

41 Sekunden waren gespielt, da lagen die Freezers plötzlich überraschend hinten. Goalie Dimitrij Kotschnew, der Sebastiaen Caron gegen dessen Ex-Klub vertrat, musste den Puck nach dem Treffer von Tyson Mulock aus dem Netz holen. Doch der Gegentreffer war nur ein Strohfeuer. Hamburg wachte auf und enthüllte in der Folge gnadenlos die Schwächen in der Roosters-Defensive.

Julian Jakobsen, Thomas Oppenheimer und Philippe Dupuis drehten die Partie noch im ersten Drittel. Kevin Schmidt legte im Mittelabschnitt einen Treffer nach, David Wolf und Morten Madsen machten im Schlussdrittel den Deckel für die Freezers drauf, die damit erster Verfolger der Haie bleiben.

Beim zwölften Heimsieg in Folge verlor Hamburg allerdings im Schlussdrittel Frederik Cabana. Der Left Wing hatte sich mit Christian Hommel einen Schlagabtausch geliefert, nachdem der Iserlohner Right Wing gehakt hatte. Dafür durften Beide früher duschen. Für die Roosters hielt damit ihre Negativserie an: Es war die siebte Niederlage in den letzten acht Auswärtsspielen.

Kölner Haie - Adler Mannheim 2:4 BOXSCORE

Torchaos beim 100. Aufeinandertreffen von Haien und Adlern: Der Tabellenführer geriet zwar durch den gebürtigen Kölner Kai Hospelt in Rückstand, Marcel Ohmann und Pascal Zerressen drehten das Spiel jedoch, bevor der frühere Hai Marcus Kink 22 Sekunden später wieder für die Mannheimer ausglich. Doch damit nicht genug des offenen Visiers! Jochen Hecht bereitete nur 43 Sekunden später auch den zweiten Treffer vom Ex-Hai Hospelt vor, der in dieser Saison zuvor noch kein einziges Tor erzielt hatte.

Im Mittelabschnitt hatten die Haie Glück, dass ein weiteres Tor der Adler durch Martin Buchwieser wegen Torraumabseits nicht gegeben wurde. Christoph Ullmann, der wie Hospelt und Kink früher in Köln unter Vertrag stand, hatte zuvor den Mannheimer Vorsprung auf zwei Tore erhöht. Den Adlern gelang es danach immer besser, die Passwege der Haie zuzustellen. So bekamen die Kölner Offensivaktionen zunehmend den Anschein der Verzweiflung.

Zwar verpassten es die Adler trotz fünf Überzahlmöglichkeiten, das Spiel zu entscheiden, doch auch Nathan Robinson vergab frei vor dem leeren Tor den Kölner Anschlusstreffer. Marcel Müller verlor zudem sechs Minuten vor dem Ende die Kontrolle und schwächte den Tabellenführer, weil er nach einem Check gegen den Kopf vom Eis musste. Die Haie bleiben nach ihrer siebten Saisonniederlage zwar Tabellenführer, doch Hamburg ist mit einem Spiel mehr nach Punkten gleichgezogen.

EHC Red Bull München - Augsburger Panther 2:5 BOXSCORE

Augsburg versuchte von Beginn an, den Lauf der Münchener zu brechen. Daryl Boyle und Ivan Ciernik drehten die frühe Führung des EHC durch Grant Lewis, der die Scheibe im Powerplay von der blauen Linie ins Tor gedroschen hatte. Nur zwei Minuten später glich Daniel Bois für München jedoch wieder aus.

Danach schlug die Stunde von Stephen Werner: Der Right Wing bereitete die beiden folgenden Treffer von Andreas Farny und auch das letzte Tor von Sebastian Uvira vor. Der deutliche Sieg war überraschend. Augsburg schoss nur 17 Mal in Richtung Red-Bull-Tor. Der EHC gab dagegen 47 Schüsse ab, 45 Mal entschärfte Panther-Goalie Markus Keller die Situation und machte sich so zum Mann des Spiels.

Straubing Tigers - Thomas Sabo Ice Tigers 2:3 OT BOXSCORE

Das heimschwächste Team der DEL scheitert erst in der Overtime an den Ice Tigers. James Pollock entschied das bayerische Derby schließlich nach 3:28 Minuten der Verlängerung. Spielbestimmend waren aber die beiden Goalies. Jason Bacashihua ließ bei 25 Saves drei Tore zu, Tyler Weiman musste bei 40 Straubinger Schüssen sogar nur einmal weniger hinter sich greifen und war damit eindeutig der Spieler des Spiels.

Weimans Ice Tigers waren schon besser in die Partie gestartet und führten nach dem ersten Drittel durch Tore von Patrick Reimer und Fredrik Eriksson mit 2:1. Sandro Schönberger hatte zwischenzeitlich ausgeglichen. Erst kurz vor Schluss gelang es Kristopher Beech, Straubing einen Punkt zu sichern.

Eisbären Berlin - ERC Ingolstadt 3:2 BOXSCORE

Krefeld Pinguine - Düsseldorfer EG 7:1 BOXSCORE

Grizzly Adams Wolfsburg - Schwenninger Wild Wings 5:1 BOXSCORE

Die DEL im Überblick

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