Sonntag, 01.07.2012

Eishockey-Nationaltrainer muss gehen

DEB trennt sich von Jakob Kölliker

Sechs Wochen nach dem deutschen Debakel bei der Eishockey-Weltmeisterschaft in Schweden und Finnland steht das vorrangigste Ergebnis der Analyse von Verband (DEB) und Liga (DEL) fest: Für Jakob Kölliker gibt es nach Informationen der Nachrichtenagentur dapd keine Zukunft als Bundestrainer.

Jakob Kölliker hatte erst 2011 die Nachfolge von Uwe Krupp als Bundestrainer angetreten
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Jakob Kölliker hatte erst 2011 die Nachfolge von Uwe Krupp als Bundestrainer angetreten

Der 58 Jahre alte Schweizer wird auch nicht wie ursprünglich angedacht als Sportdirektor weiter beschäftigt. Noch unklar ist dagegen, mit wem die vakanten Posten besetzt werden.

Offiziell werden DEB und DEL die Trennung von Kölliker am Montag in einer gemeinsamen Erklärung bekannt geben. Getroffen hat diese Entscheidung das neu gegründete Kompetenzzentrum mit den DEL-Managern Peter-John Lee (Eisbären Berlin) und Karl-Heinz Fliegauf (EHC Wolfsburg) sowie DEB-Vizepräsident Erich Kühnhackl und Manager Michael Bresagk von Oberligist Löwen Frankfurt. Ihrer Empfehlung folgte das Direktorat um DEB-Präsident Uwe Harnos.

Kölliker wird damit direkt verantwortlich gemacht für das schwache Abschneiden der mit hohen Erwartungen bei der WM angetretenen deutschen Mannschaft. Mit Platz zwölf unter 16 Nationen hatte die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) schlussendlich sogar die zuvor als fast sicher angesehene Direktqualifikation für die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi verpasst.

Pool an Trainern soll Olympia-Ticket sichern

Das Ticket dafür müssen Deutschlands Nationalspieler nun im Februar 2013 bei einem von insgesamt drei Qualifikationsturnieren erwerben. Dieses soll nach dapd-Informationen in Krefeld oder Bietigheim stattfinden.

Doch in diesen bedeutsamen Spielen gegen Österreich, Italien sowie ein weiteres Team ab Weltranglistenplatz 19 abwärts soll nicht wie bislang ein fester Bundestrainer an der Bande stehen.

Stattdessen wollen Verband und Liga diese Aufgabe an einen Kreis von Trainern übertragen, die die DEB-Auswahl auf das Turnier vorbereiten und dann auch coachen. Abhängig vom Ausgang dieses Experiments soll über das langfristige Vorgehen in der Bundestrainer-Frage entschieden werden.

Die Berufung der Trainer sowie die Verteilung der Kompetenzen werden neben den DEL-Vertretern Fliegauf und Lee auch DEB-Generalsekretär Franz Reindl und Nationalmannschafts-Teammanager Klaus Merk vornehmen. Denn auch der Sportdirektor, dem diese Aufgabe an sich zufiele, ist nach wie vor nicht gefunden. Diese schon seit längerer Zeit vakante Position will der DEB spätestens bis Februar 2013 neu besetzt haben.

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