Freitag, 03.09.2010

DEL: Power-Ranking - Saisonstart

Irgendwann muss Geld Tore schießen

Nach einem turbulenten Sommer mit dem Aus der Frankfurt Lions und Kassel Huskies startet die DEL mit 14 Teams in die Saison 2010/2011. SPOX bewertet im Power-Ranking die Kräfteverhältnisse vor dem Start. Ergebnis: Es geht so ausgeglichen zu wie vielleicht noch nie. Beste Chancen auf den Titel haben die Adler Mannheim und Eisbären Berlin. Aber: Aufgepasst auf die Kölner Haie!

Für die Adler Mannheim und Eisbären Berlin zählt in der neuen Saison mal wieder nur der Titel
© Getty
Für die Adler Mannheim und Eisbären Berlin zählt in der neuen Saison mal wieder nur der Titel
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Mal wieder Mannheim vor einer Saison auf Rang eins? Okay, sehr einfallsreich ist das nicht. Zumal das in den letzten Jahren immer in die Hose gegangen ist, wenn man dachte, dass die Adler mit ihrem Star-Ensemble mal was reißen müssten. Jetzt wird es aber soweit sein. Warum? Absoluter Top-Coach (Kreis), Top-Goalie (Brathwaite) und eine super Verstärkung im Sturm (Klinge). Adler, es wird Zeit.

Das Erreichen des Finalturniers der European Trophy ist ein Statement im europäischen Eishockey. Bei den Eisbären läuft es schon wieder bombig. Das super eingespielte Team ist zusammen geblieben, mit Christensen musste nur ein Neuzugang in die Sturmformationen integriert werden. Player to watch: Jim Sharrow.  Kam aus der ECHL und wurde belächelt - zu Unrecht!

Die Vorbereitung lief durchwachsen, aber nominell hat der ERC einen Kader, der gut genug ist, um ganz oben anzugreifen. Goalie-Oldie Gordon war ein Glücksgriff,  Degon/Chartier sind ein super Verteidiger-Duo - und vorne wirbeln Greilinger, Wren und Co. Von Ingolstadt muss was kommen in dieser Saison - vor allem, wenn der gesuchte Top-Center noch verpflichtet wird.

Alle DEL-Kader im Überblick

Wer den Meister nicht auf der Rechnung hat, macht einen großen Fehler. Hans Zach ist zwar weg, aber mit Toni Krinner wurde der ideale Nachfolger gefunden. Bis auf eine sinnvolle Verstärkung (Manning) in der Abwehr, ist das Meisterteam fast komplett zusammen geblieben. Unglaublich homogene Truppe mit gleich zwei eingespielten Parade-Reihen und kaum Schwächen.

Die Tormaschinerie der Grizzly Adams lief in der Vorbereitung (nur 1 Niederlage) schon wieder auf Hochtouren. Es gibt keinen Zweifel: Wolfsburg hat genug Firepower, um in den Titelkampf einzugreifen. John Laliberte ist ein heißer Kandidat für den Scorertitel in der neuen Saison. Die großen Fragen: Wie stabil ist die Verteidigung? Und wer steht im Tor? Reimer oder Dshunussow?

Coach Bill Stewart schwört auf sein "6-4-1"-System. Man braucht sechs Top-Stürmer, vier Top-Verteidiger und einen Top-Torwart, um ein Top-Team zu stellen. Mit den D-Duos Lüdemann/Lupaschuk und Akerman/Lee sowie den Sturmreihen Ciernik-Ullmann-Gogulla und Ramsay-Jaspers-Pettinger geht der Plan auf - wenn sich jetzt noch Goalie Adam Dennis bewährt... Aufgepasst auf die Haie!

Neue Zeiten bei den Ice Tigers. Erstens sorgen zwölf Neuzugänge für eine neu formierte Truppe und zweitens wollen die Defensivkünstler der letzten Saison plötzlich offensiver auftreten. Läuferisch ist das Team viel besser geworden. Klasse-Keeper (Ehelechner), Klasse-Defender-Duo (Likens-Kemp), neue Klasse im Sturm (Wilm, Bayda) - ein Team mit Geheimtipp-Tendenzen.

Nach der letzten Katastrophen-Saison wurde alles rausgeschmissen, was ging. 18 (!) neue Spieler wurden geholt, dazu mit Stephane Richer (Trainer und Sportdirektor) ein neuer starker Mann. Mit dem dritthöchsten Etat muss das Ziel Top 6 heißen. Talent ist auf der TW-Position (Lamothe) und im Sturm (Ouellet, Engelhardt, Murphy, Tenute) massig vorhanden, nur die D wirkt schwächlich.

Wundertüten-Alarm! Niemand weiß so recht, was man von der DEG in dieser Saison erwarten kann. Mit Jeff Tomlinson steht ein Cheftrainer-Neuling an der Bande, der im erfolgsverwöhnten Düsseldorf sofort gewinnen muss. In allen Mannschaftsbereichen kann es funktionieren, es muss aber nicht. Dazu braucht die Systemumstellung genauso Zeit, wie die eingebundenen Youngster.

München is back! Und die Euphorie nach einer famosen Vorbereitung groß. Der EHC ist stark genug, um die Top 10 zu knacken. Weil Cortina einer der besten Trainer der Liga ist und sein Team zu einem der unangenehmsten der DEL machen wird. Dazu kommen Top-Neuzugänge wie Julien, Adams, Ready und vor allem Schneider. Frage: Ist das Goalie-Duo Elwing/Vollmer gut genug?

7 Spiele, 7 Siege - die Pinguine zeigten sich in der Vorbereitung in beängstigender Frühform. Ein interessantes Team mit dem am meisten unterschätzten Torhüter der DEL (Langkow), einem alternden slowakischen Top-Defender-Duo (Milo/Pavlikovsky) - und einem Sturm mit einer Zweitliga-Punktemaschine (Kelly), vielen jungen Deutschen und einer tollen 1. Reihe (Vasiljevs-Pietta-Blank).

Nach der Mega-Saison mit der Final-Teilnahme kam das, was in Augsburg immer kommt. Die Stars werden weggekauft. Nur 9 Spieler sind aus dem Vorjahres-Kader noch übrig, dafür gab es 14 Neuzugänge. Ein völlig neues Team, das in der Vorbereitung auch noch von Verletzungspech gebeutelt wurde. Bis Oktober wird nur auswärts gespielt. Endras muss hexen, sonst geht da nix.

Fakt ist: So viel Potenzial hatte ein Straubing-Kader noch nie. Pätzold im Tor - das alleine sagt eine Menge aus. Dazu eine unspektakuläre, aber solide Defense um Bakos und Osterloh - und ein Sturm, der eine echte Nummer-eins-Linie (Goren-Hahn-Corazzini) besitzt, die sich im DEL-Vergleich nicht zu verstecken braucht. Das Team braucht aber noch Zeit, um sich einzuspielen.

Schwere Zeiten am Seilersee. Negativer Höhepunkt einer miesen Vorbereitung war eine 4:7-Klatsche beim Zweitligisten Hannover Indians - Coach Uli Liebsch hat noch eine Menge Arbeit vor sich. Der Kader wirkt sehr dünn, Platz zehn zu erreichen wird verdammt schwer. Wieder mal hängt alles vom Super-Duo Wolf/Hock ab - neuer Partner an ihrer Seite: Tobias Wörle.

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