Eishockey

Florian Busch darf zur Heim-WM

SID
Dienstag, 30.03.2010 | 14:37 Uhr
Florian Busch spielt seit 2002 für die Eisbären Berlin
© sid
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Dem Einsatz von Nationalspieler Florian Busch bei der Heim-WM im Mai steht nichts mehr im Weg. Nach seiner Sperre ist er ab April wieder für Deutschland spielberechtigt.

Nach zwei Jahren der Verbannung und des juristischen Tauziehens ist Florian Busch nur noch einen Schritt von der Rückkehr in die deutsche Nationalmannschaft entfernt.

Der Stürmer des deutschen Meisters Eisbären Berlin erhielt am Dienstag die Spielgenehmigung ab dem 9. April durch die Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA) und könnte bei der Heim-WM (7. bis 23. Mai) wieder das Trikot mit dem Bundesadler überziehen. Eine Nominierung durch Bundestrainer Uwe Krupp scheint nur eine Formalität.

"Wenn er in Normalform spielt, hat er gute Chancen"

"Für uns ist das eine sehr gute Sache. Ich freue mich aber vor allem für Buschi, denn er war der Hauptleidtragende in der ganzen Geschichte", sagte Krupp und stellte dem Spieler ein baldiges Comeback in Aussicht: "Wenn er in Normalform spielt und nicht verletzt ist, hat er gute Chancen auf die WM."

Auch Uwe Harnos, Präsident des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB), zeigte sich erleichtert. "Wir haben als Verband viel auf die Birne bekommen, aber mit dem psychischen Stress einer existenzbedrohenden Situation musste Florian klarkommen", sagte Harnos und ergänzte: "Dass die NADA unseren Antrag bewilligt hat, zeigt, dass das Verhältnis untereinander stimmt und unsere Bemühungen im Anti-Dopingkampf anerkannt werden."

Busch, der am 6. März eine Dopingprobe zunächst verweigerte, wollte sich nicht äußern, um seine Konzentration auf das Play-off-Viertelfinale der Eisbären am Dienstagabend gegen die Augsburger Panther nicht zu gefährden.

Berlins Manager Peter John Lee verriet jedoch: "Natürlich freut sich Florian darüber, auch wenn er im Moment andere Sachen im Kopf hat. Wir alle hoffen, dass damit die Geschichte endgültig geklärt ist und wir wieder nach vorne schauen können."

NADA hatte Olympia-Teilnahme abgelehnt

Eine Spielgenehmigung für die Olympischen Winterspiele in Vancouver, wo das deutsche Team mit Platz elf und null Punkten auf dem Konto enttäuschte, hatte die NADA noch aus formalen Gründen abgelehnt.

Jetzt gab die NADA grünes Licht, weil der Berliner seit Saisonbeginn als Eisbären-Profi dem zwischen NADA und DEL vereinbarten Dopingkontrollsystem angehörte und zwei Tests nach der Wiederaufnahme in den Testpool negativ waren.

"Wir wussten, dass früher oder später die Spielgenehmigung kommen wird", erklärte Krupp, der zuletzt bei der WM 2008 in Kanada auf den schnellen und technisch beschlagenen Angreifer zurückgreifen konnte.

Busch hatte vor zwei Jahren eine Dopingprobe zunächst verweigert und erst später nachgeholt. Die Probe war negativ. Der gebürtige Bayer war zunächst nur mit einer Geldstrafe belegt worden. Der internationale Sportgerichtshof CAS verhängte jedoch eine Sperre bis zum 21. Februar 2011 wegen Verstoßes gegen die Anti-Doping-Richtlinien, die das Schweizer Bundesgericht aber wieder aufhob.

DEB verzichtet auf Nominierung von Busch

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