Weiterhin keine Champions League

SID
Dienstag, 09.03.2010 | 16:04 Uhr
Auch 2010/11 werden hier keine Champions-League-Spiel stattfinden
© Getty
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Auch in der kommenden Saison wird es im Eishockey keine Champions League geben. In den intensiven Verhandlungen waren offenbar die lang angelegten Verträge ein Streitpunkt.

Die geplante Neuauflage der Champions League im Eishockey für die kommende Saison 2010/11 ist geplatzt.

Trotz intensiver Verhandlungen zwischen dem Weltverband IIHF, dem Vermarkter, Investoren sowie der Profiligen-Vereinigung Hockey Europe, zu der auch die Deutsche Eishockey Liga (DEL) zählt, konnten sich die beteiligten Parteien nicht auf die Wiederaufnahme der Champions Hockey League (CHL) einigen.

Hauptstreitpunkt waren offenbar die sehr langfristig angelegten Verträge. "Wir bedauern es sehr, dass wir die Entscheidung treffen mussten, die Bemühungen um einen zweiten Anlauf der CHL aufgrund mangelnder langfristigen Unterstützung der Nationalverbände und Klubs abzubrechen. Ohne stabilen Rückhalt ist es unmöglich, eine internationale Liga wirtschaftlich nachhaltig aufzubauen", sagte IIHF-Präsident Rene Fasel.

"Das ist schon bedauerlich"

Laut dem Weltverband wäre das neue Konzept für "drei plus sechs Jahre" angelegt gewesen.

Letztendlich sei die CHL dann an der Forderung einiger Ligen nach einer bedingungslosen Ausstiegsklausel nach drei Spielzeiten gescheitert.

Nach Angaben der DEL hätten sich die Ligen in den Verträgen jedoch nicht nur sechs, sondern 30 Jahre lang verpflichten müssen.

"Das ist ein Zeitraum, bei dem einige gezuckt haben. Wir waren sehr nahe dran. Das ist schon bedauerlich", sagte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke dem SID. Dennoch werde man weiter Augen und Ohren offen halten.

"Nicht der letzte Versuch"

"Ein europäischer Wettbewerb wäre schon sehr wichtig. Ich hoffe, dass es nicht der letzte Versuch war", meinte Tripcke.

Die CHL feierte in der Saison 2008/09 unter anderem mit dem deutschen Meister Eisbären Berlin Premiere.

Die folgende Saison des Wettbewerbs, der den Klubs insgesamt rund 10 Millionen Euro Preisgeld pro Jahr brachte, musste jedoch abgesagt werden, nachdem sich die russischen Geldgeber zurückgezogen hatten.

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