Montag, 17.03.2008

Playoff-Viertelfinale

Krupp wagt keinen Meistertipp

Berlin - Vizemeister Nürnberg bestes Vorrundenteam, Titelverteidiger Mannheim erstarkt, die Berliner schon Pokalsieger: Bundestrainer Uwe Krupp (im Bild) hat vor den Playoffs der DEL keinen Meistertipp gewagt.

Uwe Krupp
© DPA

"Von mir gibt es keine Prognose. Dieses Jahr wird es wirklich interessant. Das ist ein gutes Zeichen für die Liga und super für die Eishockey-Fans", sagte Krupp am Montag auf einer Pressekonferenz der Eisbären Berlin.

Den Nürnberg Ice Tigers gönnte Krupp aber schließlich doch ein Sonderlob. Nürnberg habe sehr konstant gespielt und sei verdient Vorrundenmeister geworden.

DEG Außenseiter 

Auch die Eisbären, seinen Ex-Klub Kölner Haie, Mannheim und die Frankfurt Lions hält der Bundestrainer für gefährlich. Nürnberg erwartet im Viertelfinale die DEG Metro Stars, Berlin beginnt gegen die Hamburg Freezers, Köln trifft auf Adler Mannheim (19.30 Uhr bei Premiere), Frankfurt empfängt die Iserlohn Roosters. Zum Weiterkommen sind vier Siege nötig.

Vorjahresfinalist Nürnberg gewann im letztjährigen Halbfinale knapp gegen die Düsseldorfer, die den Marathon-Sieg vom Sonntag in Hannover verdauen müssen.

Die DEG Metro Stars waren laut Kapitän Daniel Kreutzer nach dem 2:1 in der 92. Minute "so platt, dass kaum noch ein Siegerbier reinpasst", doch der Routinier kündigte für das Viertelfinale an: "Wir sind zwar Außenseiter, aber nun traue ich uns alles zu." Nürnberg hatte dagegen seit dem 7. März Pause.

"Das wird ein Leckerbissen"

Schon zum zwölften Mal treffen Köln und Mannheim in den Playoffs aufeinander. "Das wird ein Leckerbissen", sagte Krupp. Die Haie behielten sieben Mal die Oberhand, gewannen im letztjährigen Halbfinale aber kein Spiel gegen die Adler.

"Das hat sie damals gedemütigt", sagt Mannheims Manager Markus Kuhl, der mit einer Serie über sieben Spiele rechnet. Nach bisher nur einem Erfolg über Köln in dieser Saison fordert Mannheims Geschäftsführer Daniel Hopp aber:

"So wie unsere Mannschaft zuletzt aufgetreten ist, muss sie sich um 40 Prozent steigern, um Köln zu schlagen."

Walker fällt aus 

US-Milliardär Philip Anschutz ist durch das Duell zwischen Eisbären und Freezers auf jeden Fall mit einem seiner beiden DEL-Klubs im Halbfinale vertreten, nachdem die Hamburger durch das 4:3 über den ERC Ingolstadt noch in das Viertelfinale rutschten.

"Unser Ziel ist der Titel", tönte Hamburgs Topscorer Peter Sarno. Kapitän Alex Barta ist vor dem Vergleich mit seinem Ex-Klub vorsichtiger: "Auch wenn wir dreimal gegen Berlin gewonnen haben, sind die mit Sicherheit Favorit."

Allerdings fehlen den Eisbären der zweitbeste DEL-Scorer Steve Walker und der ebenfalls verletzte Nationaltorwart Youri Ziffzer. "Das wird keine leichte Serie. Aber ich habe keine Angst, ich freue mich darauf", sagte Trainer Don Jackson.

Euphorie in Iserlohn 

Riesige Euphorie herrscht in Iserlohn, wo die Roosters erstmals seit 21 Jahren wieder in den Playoffs mitspielen. Die Mannschaft um DEL-Torschützenkönig Michael Wolf und Liga-Topscorer Robert Hock darf auf mehr hoffen, nachdem die Sauerländer gegen die Frankfurt Lions alle bisherigen vier Saisonspiele gewannen.

Hock hatte am Wochenende eine Garantie für seine WM-Teilnahme verlangt. Krupp reagierte zurückhaltend auf die Forderung des 35-Jährigen, der zuletzt 2001 im DEB-Team spielte.

"Es ist immer noch mein Job als Bundestrainer, die Spieler auszuwählen und einzuladen", sagte Krupp. Eine Diskussion mit Hock wolle er nicht über die Medien führen.


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