Favoriten nach Pleiten mit dem Rücken zur Wand

SID
Donnerstag, 13.03.2008 | 13:09 Uhr
eishockey, freezers, hamburg, ingolstadt
© Getty
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Berlin - Hamburgs Rekordserie gerissen, Düsseldorfs 3:0-Führung zu wenig: In den Vor-Playoffs der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) stehen die Favoriten für die letzten Viertelfinal-Plätze bereits mit dem Rücken zur Wand.

"Wir wissen, dass wir es besser können. Das werden wir jetzt beweisen. Die Chancen stehen immer noch 50:50", sagte Hamburgs Kapitän Alexander Barta trotzig nach der 3:5-Heimpleite der Freezers gegen den ERC Ingolstadt, der den Hanseaten die erste Niederlage nach acht Erfolgen zufügte.

Auch DEG-Trainer und -Manager Lance Nethery wusste nach dem 3:4 bei den Hannover Scorpions, dass nur ein Sieg den achtmaligen Meister vor dem vorzeitigen Saisonende rettet und für eine entscheidende dritte Partie in Hannover sorgt.

"Wir müssen das jetzt wegstecken und uns auf Freitag konzentrieren", forderte der einstige Mannheimer Meistertrainer.

Nethery sauer

Mit finsterer Miene kommentierte Nethery den Auftritt seiner als Titelaspirant gestarteten Truppe, die ihren komfortablen Vorsprung nur noch verwalten wollte.

"Wir haben unsere Chancen nicht genutzt und Hannover ins Spiel kommen lassen", sagte Nethery. Die toll kämpfenden Hausherren zeigten große Moral, doch Trainer Hans Zach, mit Düsseldorf einst dreimal Meister, wollte von einem großen psychologischen Vorteil nach geglückter Aufholjagd kaum etwas wissen.

Der "Alpenvulkan" ließ sogar offen, ob er nach dem ersten Drittel in der Kabine laut geworden sei. "Ich werde diesen Monat 59, und es ist gut, dass mich nur ganz wenige Leute kennen", sagte Zach.

Hamburg ohne Glück

Dem Katzenjammer der HSV-Fußballer nach dem UEFA-Cup-Aus folgte gleich nebenan das Entsetzen der Freezers-Puckjäger in der nur halb gefüllten Color-Line-Arena.

"Wir waren zu ängstlich, zu langsam und zu wenig giftig. Ich weiß auch nicht, woran das lag", sagte Barta. Doch Trainer Bill Stewart hatte eine Erklärung parat: "Ingolstadt hat mehr als wir gearbeitet und hat mit uns Fangen gespielt. Wir hatten sechs Spiele in 13 Tagen, darum sind wir nicht genug gelaufen."

Die Hamburger glichen zwar nach 0:2 und 2:3 jeweils aus, doch für ein Happyend wie in Hannover reichte es nicht. Die erst am vergangenen Sonntag für die Vor-Playoffs qualifizierten Ingolstädter frohlockten vor dem Auftritt auf eigenem Eis, wo der einstige Pokalsieger alles klar machen will. Stürmer Michael Waginger meinte: "Jetzt ist der psychologische Vorteil bei uns."

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