Donnerstag, 31.03.2016

Barcelona - Bamberg 75:57

Herber Rückschlag für Bamberg

Die Brose Baskets Bamberg haben am 13. Spieltag der Euroleague Top 16 das Auswärtsspiel beim FC Barcelona mit 57:75 verloren. Im Palau Blaugrana traten die Hausherren sehr dominant auf und ließen auch in der Folge nicht locker. Das Erreichen der Top 8 rückt für den letzten deutschen Vertreter in weite Ferne.

Ein fatale erste Hälfte machte den Bambergern das Leben schwer, sodass die Baskets von Beginn an einem Rückstand hinterlaufen mussten. Besonders die aggressive Spielweise der Gastgeber machte dem Team von Andrea Trincheri das Leben schwer. Einzig Brad Wanamaker (16 Punkte, 8 Rebounds) zeigte konstant seine Zielsicherheit. Es dauerte lange, ehe der Spielmacher durch Darius Miller (8 Punkte) und Janis Strelnieks (8) etwas Unterstützung im Scoring bekam.

Bei Barcelona lief es von Anfang an wie am Schnürchen. Die Big Men dominierten die Zone und aus dem Backcourt flogen die Würfe per Dreier und entlang des Perimeters. Mit Justin Doellman (12 Punkte), Alex Abrines (13), Carlos Arroyo (11) und Ante Tomic (12) scorten gleich vier Spieler zweistellig. Durch den dominanten Auftritt der Katalanen verpasste Bamberg den Tiebreaker, wodurch ein Einzug unter die Top 8 immer unrealistischer erscheint.

Die Reaktionen:

Xavier Vives (Head Coach Barcelona): "Wir haben unglaublich gut verteidigt, immer wieder unsere Qualitäten gezeigt, auch offensiv lief es super. Wir brauchen noch einen Sieg. Wir sind nach wie vor heiß."

Alex Abrines (Barcelona): "Das war ein großartiger Job, wir waren total konzentriert, haben 100 Prozent gegeben in jedem Spielzug. Es war nicht einfach. Das Ergebnis sagt nicht aus, wie schwierig das hier war."

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: Auch die Basketballer gedenken vor der Partie der verstorbenen Barca-Legende Johan Cruyff. Auf dem Court finden sich bei den Bambergern zunächst Melli, Wanamaker, Strelnieks, Heckmann und Radosevic ein. Die Starting Five bei den Katalanen sieht wie folgt aus: Doellman, Dorsey, Satoransky, Oleson und Perperoglou. Pau Ribas fehlt verletzt.

Die Euroleague-MVPs seit 2004
2004/05 und 2005/06: Anthony Parker (Maccabi Tel Aviv)
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2004/05 und 2005/06: Anthony Parker (Maccabi Tel Aviv)
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2006/07: Theo Papaloukas (ZSKA Moskau)
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2007/08: Ramunas Siskauskas (ZSKA Moskau)
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2008/09: Juan Carlos Navarro (FC Barcelona)
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2009/10: Milos Teodosic (Olympiakos Piräus)
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2010/11: Dimitris Diamantidis (Panathinaikos)
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2011/12: Andrei Kirilenko (ZSKA Moskau)
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2012/13: Vassilis Spanoulis (Olympiakos Piräus)
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2013/14: Sergio Rodriguez (Real Madrid)
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1. Viertel: Gott sei Dank gibt es Wanamaker. Ohne ihren Spielmacher hätten die Bamberger nur 2 Punkte auf dem Scoreboard gehabt (18:12). Dazu fehlte lange die nötige Intensität im Kampf um die Rebounds. Alleine 5 Offensiv-Rebounds schnappte sich Barca im ersten Durchgang und dominierte gleichzeitig das Tempo durch stetige Attacken Richtung Korb.

2. Viertel: Die Gäste agierten unglaublich passiv, während die Katalanen im zweiten Durchgang erst richtig ins Rollen kamen. Besonders unter dem Korb konnten die Spanier machen, was sie wollten, nur um dann immer häufiger Würfe vom Perimeter zu nehmen und das Spiel damit auseinanderzuziehen. Bamberg war viel zu zögerlich, schenkte bereits achtmal den Ballbesitz her und kam erst drei Minuten vor dem Halbzeit-Buzzer zum ersten Freiwurf.

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3. Viertel: Die Pause tat den Baskets gut. Deutlich griffiger und mit mehr Ordnung gingen die Bamberger den dritten Abschnitt an. So hatte man nun deutlich mehr Kontrolle in der Zone, ein paar mehr Freiwürfe fielen ab. Nur die Longballs rauschten immer noch gegen den Ring. Immerhin konnten die Gäste deutlich mehr Turnover provozieren. Doch nach wie vor hatten einzelne Spieler wie beispielsweise Melli große Probleme, in die Partie zu finden.

4. Viertel: Der letzte Abschnitt sah wieder deutlich schlechter aus. Die Dreierquote der Bamberger fiel auf 17 Prozent 3FG und die Ballverluste nahmen wieder zu. Barcelona konnte auf Sparflamme die Partie herunterspielen. Immerhin fällt das Fazit für die zweite Spielhälfte etwas positiver aus.

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Der Star des Spiels: Ante Tomic. Es ist schon fast gemein, einen Barca-Spieler aus dieser tollen Team-Leistung hervorzuheben, aber Ante Tomic spielte nicht mal 20 Minuten, erzielte 12 Punkte, griff sich 5 Rebounds und fand seine Mitspieler immer wieder für tolle Anspiele. Der Big Man steht stellvertretend für den dominanten Auftritt der Gastgeber.

Der Flop des Spiels: Nicolo Melli. Auch hier muss wohl oder übel ein Spieler herausgepickt werden, aber Melli hatte mit die größten Probleme mit dem körperlichen Spiel der Spanier. Dazu leistete er sich 5 Ballverluste, traf erst kurz vor Schluss zwei Würfe.

Das fiel auf:

  • In der ersten Halbzeit erlebte Bamberg rabenschwarze Minuten von Downtown. Nur knapp 20 Prozent 3FG fielen durch die Reuse, weshalb die Baskets große Probleme mit dem Spacing hatten. Dadurch trat die Unterlegenheit unter dem Korb noch deutlicher zu Tage. Bereits nach 20 Minuten hatte Barca fast 10 Boards (23:14) mehr auf dem Statistikbogen als die Gäste.
  • Irgendwie schien dem deutschen Meister völlig die Spannung zu fehlen. Während Barcelona gleich 5 Steals nach zwei Vierteln gesammelt und Bamberg zu 8 Turnovern gezwungen hatte, waren die Baskets vor allem mit der Physis der Katalanen überfordert. Immer wieder drehten sich die Bamberg-Spieler zu den Referees um, da sie sich gefoult fühlten und auf den Pfiff warteten. Währenddessen bekam Barcelona gleich 16 Freiwürfe in der ersten Hälfte zugesprochen.
  • Wichtige Scorer der Baskets fanden gegen Barcelona einfach nicht in die Partie. Nikos Zisis etwa traf nur 2/9 FG, Leon Radosevic war unter dem Korb oftmals zu zaghaft (1/5, 3 Rebounds). Nicolo Melli strahlte kaum Gefahr aus und verlor immer wieder den Ball und die Übersicht.
  • Ganz anders die Situation bei den Katalanen. Regelmäßig liefen andere Spieler für kurze Zeit heiß, ehe der nächste Barca-Akteur seine 'fünf Minuten' hatte. So konnte Barcelona stetig durchwechseln und dabei die Konzentration hochhalten. Die Folge waren schön herausgespielte Würfe, kaum Ballverluste und starke Defense.

Die Euroleague in der Übersicht

Oliver Mehring

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Oliver Mehring(Redaktion)

Oliver Mehring, Jahrgang 1990, kam 2015 zu SPOX und ist seit 2016 festes Mitglied der Redaktion. Aufgewachsen in der Nähe von Stuttgart, studierte er in Freiburg Geschichte und Politik. Sammelte darüber hinaus praktische Erfahrungen im Print- und Radiojournalismus. Neben der Verwaltung der Social-Media-Auftritte schreibt er hauptsächlich über Basketball und internationalen Fußball.

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