"Keine Fortschritte bei Deutschland"

SID
Freitag, 16.05.2014 | 14:57 Uhr
Marcel Desailly, Weltmeister von 1998, ist Mitglied der Laureus World Sports Academy
© laureus

Marcel Desailly, Mitglied der Laureus World Sports Academy und der überragenden französischen WM-Mannschaft von 1998, hat "Laureus.com" im Vorfeld der Weltmeisterschaft 2014 ein exklusives Interview gegeben, in dem er die Chancen zahlreicher Titelanwärter analysiert hat - darunter auch Deutschland.

Marcel Desailly über...

...Deutschland:

  • "Deutschland hat sich relativ mühelos qualifiziert, aber ich rechne dieses Jahr nicht wirklich mit ihnen - ihre Aufstellung in der Offensive sieht nicht gut genug aus, um Weltmeister zu werden."
  • "Seit 2006 warten wir darauf, dass die neue Generation der [deutschen] Spieler beweist, dass sie die Mannschaft der Zukunft ist. Aber es hat den Anschein, als würde etwas fehlen. Die Mannschaft muss mehr glänzen. Man hat den Eindruck, sie würden sich nicht weiterbewegen. Als Kollektiv sind sie gut, aber es gibt keinen einzigen Spieler, der hervorsticht und die entscheidende Leistung erbringt."
  • "Bei der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika hat Deutschland großes Können, große Leistungsfähigkeit und eine große Zukunft unter Beweis gestellt, aber jetzt sieht es danach aus, als hätten sie seit damals überhaupt keine Fortschritte gemacht."

...Spanien: "Wenn Spanien Weltmeister wird, wäre das ein atemberaubender Moment. Die Spanier würden ohne Zweifel als die beste Nationalmannschaft überhaupt in die Geschichtsbücher eingehen."

...Argentinien: "Argentinien hat mit all seinen Spielern - Agüero, Higuain, Di Maria, Zabaleta, Demichelis sowie Messi - einen fantastischen Kader. Als Mannschaft sind die Argentinier in der Lage, den WM Titel zu erringen; egal, ob Messi in Hochform ist oder nicht."

...Laureus Academy: "Ich fühle mich sehr geehrt, Mitglied der Laureus Academy zu sein, die den Sport dazu einsetzt, Kindern die Integration in die Gesellschaft zu erleichtern und ihnen neue Fähigkeiten im Leben und im Sport zu vermitteln. Ich durfte bereits nach Kenia, Ghana und Uganda reisen, was mir die Motivation gibt, mich weiter für Kinder in schwierigen Situationen einzusetzen. Der Sport hilft ihnen, bessere Menschen und bessere Freunde zu sein."

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