Das erste Rennen für Kremer Racing

SID
Montag, 27.06.2011 | 14:51 Uhr
© kremer racing

Auf der Ardennen-Achterbahn in belgischen Spa-Francorchamps fand am Wochenende für Kremer Racing das erste Rennen in der International GT Open statt. Mit 31 Fahrzeugen - meist Ferrari und Porsche - gut besetzt, präsentierte sich die internationale Serie im Umfeld der Maserati Trofeo, der European F3 Open, der FIA Formalua Two Championship und den spektakulären Rennfahrzeugen der Britcar und Dutch Supercar Challenge.

Das erste Training am Freitagvormittag wurde noch auf trockener Fahrbahn gestartet, als Freddy Kremer direkt nach 3 Runden einen Reifenschaden an die Box rapportierte. Ihm war mit 240 km/h beim Anbremsen in der Eau Rouge der vordere rechte Reifen geplatzt und er konnte den Ferrari Scuderia gerade noch mit Mühe und Not auf der Strecke halten und einen Abflug vermeiden. Leider reichte es nach dem Reifenwechsel an der Box nur noch für eine schnelle Runde. Detlef Schmidt übernahm in der Hälfte der 45-minütigen Trainingssitzung und machte sich zunächst mit der Strecke vertraut. Doch seine Rundenzeiten verbesserten sich zunehmend auf dem für ihn völlig unbekannten und extrem schwierigen Kurs. Nach der Session monierten beide Fahrer ein viel zu weiches Setup für die vorhandenen Streckenverhältnisse und ließen einige Komponenten am Scuderia umbauen.

Auch das zweite Freie Training am Nachmittag stand unter keinem gutem Stern für das Kessel Racing Team. Direkt in der ersten Runde flog der junge Gianandrea Crespi im 430 Scuderia in Eau Rouge heftig ab und löste damit eine 10-minütige Rote-Flagge-Phase aus. Freddy Kremer hatte nun wieder nur wenige Runden in seinem Turn übrig, legte dennoch mit einer 2.33.010 eine schnelle Zeit vor. Teamkollege Detlef Schmidt toppte in seinem Turn diese Zeit noch um eine halbe Sekunde und freute sich über eine 2.32.681 am Ende der Session in einem perfekt abgestimmten Scuderia.

Am Samstag Vormittag wurden die beiden Zeittrainings absolviert, wo sich beide Fahrer für den Start im Samstags- bzw. Sonntagsrennen qualifizieren mussten . Waren die Trainings am Freitag noch auf komplett trockener Strecke gefahren worden, schlug der Wettergott am Samstag voll zu. Beide Qualifyings mussten im Regen ausgetragen werden und die Zeiten waren im Vergleich zum Vortag um ca. 20 Sekunden langsamer. Dennoch konnten beide Fahrer bis in dieTopTen vorfahren und mit sensationellen Rundenzeiten aufwarten. Für Freddy Kremer stand am Ende des ersten Zeittrainings Platz 7 zu Buche, Detlef Schmidt positionierte sich auf einem achtbaren neunten Platz.

Bei Regen und ungewöhnlich kalten Temperaturen um 9° wurde am Samstag Nachmittag das Rennen gestartet. Freddy verlor im Startgetümmel einen Platz und musste den italienischen Kessel-Fahrer Massimo Mantovani vorbeilassen. Mit hervorragenden Rundenzeiten und seiner schnellsten Rennrunde von 2.53.923 sicherte er Position 8 bis zum obligatorischen Fahrerwechsel, der in der 31. Rennrunde vollzogen wurde. Detlef Schmidt übernahm in einem turbulenten Boxenstopp-Zeitfenster, in dem auch die vier weiteren von Kessel Racing eingesetzten Ferrari abgefertigt wurden. Souverän nutzte Detlef Schmidt mit nachlassenden Reifen auf regennasser Fahrbahn eine schnelle Runde nach der anderen, um sich von seinen Verfolgern abzusetzen. Schlussendlich konnte er den achten Platz verteidigen und verdient nach Hause fahren.

Am Sonntag hatte Petrus ein Einsehen und schickte Sonne in die Ardennen. Bei 22 ° wurde das Rennen um 13.00 h gestartet. Im Startchaos vor La Source wurde Detlef Schmidt von einem Porsche blockiert und verlor drei Plätze. Zwei Runden später holte er sich seine Ausgangsposition zurück und machte Jagd auf Sedanewitsch im AF Corse Ferrari, den er kurz vor dem obligatorischen Fahrerwechsel noch überholen konnte. Eine Safetycar-Phase ausgelöst durch spektakuläre Reifenplatzer am führenden Porsche 911 GT3 RSR und dem Kessel-Duo Mantovani/Gaccia zog das Feld wieder zusammen und erhöhte die Chance auf ein weiteres Überholmanöver, doch das Team holte den Züricher an die Box. Freddy Kremer übernahm an 9. Position und kämpfte sich mit sensationell schnellen Runden durchs Feld und an Kessel-Fahrer Steven Earle heran. Mit einer 2.31.814 war er nur 3 Sekunde von der Spitzenzeit des führenden GT3-Rennfahrzeugs entfernt. Drei Runden vor Schluß und nur noch 100 m hinter Earle fahrend, versagte beim Ferrari Scuderia das Getriebe und die Gänge ließen sich nicht mehr schalten. Tief enttäuscht mußte der Starnberger den Ferrari hinter den Leitplanken parken.

Die positive Entwicklung der beiden Fahrer ist nicht zu übersehen, Detlef Schmidts rennfahrerisches Potential kommt immer mehr zu Tage und zusammen mit dem professionellen Erfahrungsschatz von Freddy Kremer kämpft sich das Gentlemen-Duo Schritt um Schritt weiter nach vorne. Ein weiteres Highlight steht bereits in 14 Tagen an, wenn die ADAC GT Masters am Nürburgring im Rahmen des Truck Grand Prix stattfindet.

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