Bayern gewinnen zum zweiten Mal den Audi Cup

Von Für SPOX in der Allianz Arena: Fatih Demireli
Mario Mandzukic drehte nach seiner Einwechslung richtig auf und traf zum 2:1
© getty

Der FC Bayern München hat zum zweiten Mal den Audi Cup gewonnen. Im Finale besiegte die Truppe von Josep Guardiola Manchester City mit 2:1 (0:0) und sicherte sich die Trophäe zum zweiten Mal nach dem Titelgewinn 2009.

Alvaro Negredo schoss Manchester City vor 68.000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz Arena nach 62 Minuten in Führung. Der FC Bayern drehte das Spiel dank Toren von Thomas Müller (66., Handelfmeter) und Mario Mandzukic (73.).

Der Kroate ist mit zwei Turniertreffern damit Torschützenkönig mit ManCitys Edin Dzeko und Stephan El Shaarawy, die ebenfalls zwei Mal trafen.

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Beim FC Bayern gibt es zwei Veränderungen gegenüber dem Halbfinale: Lahm rückt auf die Rechtsverteidiger-Position, Rafinha sitzt genauso auf der Bank wie Pizarro. Thiago dafür im Mittelfeld, vorne stürmt Müller. Manchester City mit neun Änderungen: Nur Fernandinho und Jovetic haben das Halbfinale "überlebt".

2.: Robben spielt einen tollen Querpass für Ribery in den Strafraum. Der Franzose schießt aus halblinker Position aufs Tor, aber Pantilimon wehrt ab.

5.: Lahm flankt aus dem rechten Halbfeld in den Strafraum: Wieder ist Ribery der Abnehemer, aber diesmal geht der Ball deutlich vorbei.

9.: Kroos probiert einen Fernschuss: 25 Metern mit rechts auf die Tormitte, aber Pantilimon kann den Ball über die Latte lenken.

29.: Robben zieht nach kurzer Kroos-Ecke flach aus 22 Metern ab. Ganz knapp rechts vorbei.

32.: Erste ManCity-Chance: Jovetic zieht von links ins Zentrum und schießt halbhoch aufs Tor. Knapp links vorbei.

36.: Nach Robben-Ecke köpft Schweinsteiger am langen Pfosten knapp über das Tor.

44.: Flanke Nasri von der linken Seite, Negredo köpft aus kurzer Distanz, aber Neuer ist zur Stelle.

60.: Navas mit Tempovorstoß über die rechte Seite: Flachschuss aufs kurze Eck, aber Neuer sicher.

62. 0:1, Negredo: Nasri schickt Negredo, der das Laufduell gegen Martinez für sich entscheidet und im Strafraum trocken ins lange Eck abschließt.

66., 1:1, Müller: Zabaleta begeht ein Handspiel bei der Rettungsaktion gegen Mandzukic. Den fälligen Elfmeter verwandelt Müller sicher ins untere rechte Eck.

73., 2:1, Mandzukic: Müller schlägt eine tolle Flanke von der rechten Seite. Mandzukic köpft am zweiten Pfosten wuchtig ein zur Bayern-Führung.

81.: Klasse Flachschuss von Mandzukic aus der Drehung. Aus gut 18 Metern klatscht der Ball an den rechten Pfosten.

Fazit: Kein unverdienter Sieg für Bayern, auch wenn Manchester City die starke Phase zu Beginn der zweiten Halbzeit gut nutzte.

Der Star des Spiels: Thomas Müller. Taute erst auf, als Mandzukic eingewechselt wurde und nicht mehr durchweg im Sturmzentrum agieren musste. Beweglicher, gefährlicher und brauchbarer wie bei der Flanke zum 2:1. Das 1:1 markierte er per Elfmeter selbst.

Der Flop des Spiels: Javi Martinez. Kein Bewerbungsspiel für die Rolle als Innenverteidiger. Viele einfache Fehler, dazu hier und da zu langsam in der Aktion und Reaktion. Das 0:1 geht klar auf seine Kappe. Wahrscheinlich ist es aber noch die fehlende Fitness nach verlängertem Urlaub.

Der Schiedsrichter: Wolfgang Stark. Ließ Manchester Citys doch sehr aggressive Zweikampfführung durchgehen, hielt diesen Standard mit wenigen Ausnahmen bei. Gelb für Boyata absolut berechtigt, auch der Elfmeter für das Handspiel Zabaletas.

Das fiel auf:

  • Klare Strukturen im Bayern-Spiel - mit dem Fixpunkt Schweinsteiger als Sechser. Bei Aufbau des Gegners rückte er tief in die Viererkette, bei bayerischem Aufbau rückten die Außenverteidiger weit auf, Schweinsteiger bildete mit Dante und Martinez eine Dreierkette.
  • Rochade in der Offensive: Müller begann als vorderste Spitze, wich dann für Robben nach rechts aus. Dieses Wechselspiel wiederholten sie immer wieder.
  • Manchester City mit zwei Viererketten sehr destruktiv: Die Außenverteidiger rückten so gut wie nie auf, Jovetic war der einzige "freie" Spieler im Zentrum, der Negredo bedienen sollte. Dies gelang selten.
  • Defensiv überragend: ManCitys Sechser Barry und vor allem Fernandinho, der im Zweikampf sehr präsent war.
  • Nach dem Seitenwechsel verloren die Bayern die Balance, ManCity sorgte mit sehr einfachen Pässen in die Nahtstelle des Abwehrzentrums für Gefahr. So war auch das 0:1 durch Negredo ein Produkt der Unordnung.
  • Bayern fand mit Mandzukics Einwechslung den Turnaround, auch weil die Gastgeber dadurch mehr Durchschlagskraft herstellen konnten. Ein Plädoyer für den Stoßstürmer, ein Plädoyer für Mandzukic, der wie in der Vorsaison extrem viel Betrieb machte.

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