Bayern erreichen souverän Finale

Von Für SPOX in der Allianz Arena: Fatih Demireli
Die Bayern besiegten den FC São Paulo verdient mit 2:0 und stehen im Finale des Audi Cups 2013
© getty

Der FC Bayern hat zum dritten Mal das Finale des Audi Cups erreicht. Im zweiten Halbfinale besiegte der Triple-Sieg den FC São Paulo mit 2:0 (0:0) und trifft damit am Donnerstag auf Manchester City.

Vor 56.500 Zuschauern schoss Mario Mandzukic nach 55 Minuten die Führung für den FC Bayern. Mitchell Weiser (87.) stellte den Endstand her. Manuel Neuer parierte in der 89. Minute einen Elfemter gegen Rogerio Ceni. Javi Martinez gab in der laufenden Saisonvorbereitung seine Premiere im Trikot des FC Bayern.

Reaktionen:

Pep Guardiola (Trainer FC Bayern): "Ich bin zufrieden, im Finale zu stehen. Wir haben gut gespielt. Ich bin erstaunt, wie schnell die Spieler meine kleinen Ideen verstanden haben, sie sind intelligent."

Karl-Heinz Rummenigge (Vorstandsvorsitzender FC Bayern): "Es war kein einfaches Spiel. Aber ich denke, es war ein verdienter Sieg für uns. Gegen ManCity erwarte ich einen interessanten Vergleich."

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Bayern mit sechs Änderungen gegenüber dem Supercup. Rafinha, Dante, Martinez, Schweinsteiger, Ribery und Pizarro neu dabei. Dafür rotieren Boateng, van Buyten, Thiago, Müller, Shaqiri und Mandzukic raus. São-Paulo-Trainer Paulo Autuori nimmt eine Änderung gegenüber dem 0:0 bei Corinthians vor: Aloisio ersetzt vorne Ademilson.

9.: Erste Chance des Spiels Aloisio schießt unvermittelt aus 25 Metern halblinks mit rechts aufs Tor. Neuer hat den Ball erst im Nachfasen und erleidet dabei eine kleine Verletzung, kann aber weiterspielen.

15.: Die erste Bayern-Chance: Robben führt einen Freistoß aus 23 Metern halblinke Position mit links aus. Torhüter Ceni mit einer Glanzparade zur Stelle.

22.: Robben erinnert an Manchester 2010: Nach Ecke von links nimmt der Niederländer den Ball an der Strafraumgrenze volley. Knapp rechts vorbei.

36.: Lahm bedient Pizarro, der aus sieben Metern abschießt. Doch er hat die Rechnung ohne Toloi gemacht, der auf der Linie ein Körperteil zwischen Ball und Netz bringt.

38: Nach Zuckerpass von Ribery taucht Alaba halblinks im Strafraum auf, scheiterte aber beim Schuss aufs lange Eck an Ceni.

55., 1:0, Mandzukic: Robben und Lahm spielen Doppelpass bei einer Ecke. Der Niederländer bringt die Flanke auf den zweiten Pfosten. Dort erreicht der Ball den am langen Pfosten lauernden Mandzukic, der aus naher Distanz keine Probleme hat, einzunetzen.

66.: Die Bayern kontern über Alaba und Müller. Der Ball landet letztlich bei Müller, der im Strafraum aus spitzem Winkel knapp scheitert.

87., 2:0, Weiser: Shaqiri haut die Kugel an den linken Pfosten. Der Ball springt Weiser vor die Füße, der das leere Tor dann auch nicht verfehlt.

89., Neuer hält Elfmeter: Boateng legt Ganso im Strafraum, Aytekin zeigt auf den Punkt. Torhüter Ceni, mit weit über 100 Tore ein Elfmeter-Experte, scheitert aber an Neuer.

Fazit: Verdienter Bayern-Sieg, der nie in Gefahr war.

Der Star des Spiels: Arjen Robben. Der Niederländer war wieder Bayerns auffälligster und gefährlichster Offensivakteur und untermauert mit jedem Spiel, dass an ihm kein Weg vorbeiführt. Vor der Pause gute Chancen, nach der Pause mit der Flanke zur Führung. Danach mit Standing Ovations verabschiedet.

Der Flop des Spiels: Jadson. Der Star der Gäste war die ärmste Sau auf dem Platz, war im Offensivspiel quasi auf sich alleine gestellt, weil Neben- und Hinterleute mit Defensivaufgaben abgemeldet waren. So kein Zugriff aufs Spiel und nach knapp 50 Minuten war für den Spielmacher dann auch Schluss.

Der Schiedsrichter: Deniz Aytekin. Hatte im über weite Strecken körperlosen Spiel wenig zu tun. Positiv zu bewerten, die Standards bei den Zweikämpfen, die er walten ließ. Der Elfmeter war berechtigt.

Das fiel auf:

  • Guardiolas Positionsspiele gehen in die nächste Runde: Martinez fungiert als Innenverteidiger neben Dante. Lahm halbrechts im Mittelfeld, während Schweinsteiger die Rolle als einziger Sechser einnimmt.
  • Sao Paulo mit Mauertaktik: Die Viererkette, deren Außenverteidiger so gut wie nie aufrückten, wurde unterstützt von Wellington, der als tiefstehender Abräumer die Mittellinie kein einziges Mal überquerte. Bei bayerischem Ballbesitz zogen sich auch Caio und Fabricio dicht vor die Abwehrreihe zurück.
  • Bayern offenbarte zunächst erhebliche Probleme ein Mittel gegen das Bollwerk zu finden. Der Beleg: Erster Torschuss erst in der 16. Minute - per direktem Robben-Freistoß.
  • Nach der Abtastphase aber dann mit extrem hohem Ballbesitz-Anteil und guten Ideen. São Paulo war fast bei jedem Pass in die Schnittstelle anfällig.
  • Auffällig gut das Zusammenspiel zwischen Robben und Rafinha auf der rechten Seite, die deutlich gefährlicher agierte als die linke Angriffsseite mit Ribery und Alaba.
  • Nach der Pause die verdiente Bayern-Führung durch den eingewechselten Mandzukic, der schon wenige Minuten vorher gut entwischt war. So auch in dieser Situation.
  • Auch wenn der extrem defensive und letztlich harmlose Gegner als Vergleichsobjekt nicht herhält, präsentierten sich die Münchener im Gegensatz zum Spiel in Dortmund im Defensivverhalten deutlich strukturierter. Schweinsteiger, der noch lange nicht fit ist, gefiel als Sechser.

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