Tennis

Rogers Cup Saison 2018

Rogers Cup - Viertelfinale

Toronto, Kanada06.08.2018 - 12.08.2018
S. Tsitsipas
Match beendet
 
A. Zverev
[2]
S. Tsitsipas
A. Zverev
 
 
1. Satz
2. Satz
3. Satz
3
713
6
6
611
4
Centre Court | Viertelfinale
Spielzeit: 02:22 h
Letzte Aktualisierung: 14:50:52
Tsitsipas
Zverev
Verabschiedung
 
Nach viereinhalb Stunden (das Match von Dimitrov gegen Anderson mitgerechnet) ist nun erst einmal Pause, doch schon in der Nacht geht es mit Tennis weiter! Ab 0:30 Uhr stehen sich der Niederländer Robin Haase und Karen Khachanov (RUS) gegenüber, im Anschluss spielen Rafa Nadal (SPA) und der Kroate Marin Cilic das letzte Ticket für das Halbfinale von Toronto aus. Bis dahin oder zum nächsten Mal wünsche ich nun aber eine gute Nacht!
Ausblick
 
Damit endet die Mission Titelverteidigung für Alexander Zverev mit einem krachenden Paukenschlag. Mit dieser Niederlage war im Vorfeld und auch nach 50 Minuten nicht zu rechnen, doch nach dem Break von Tsitsipas zum 4:5 im zweiten Satz waren plötzlich einfach das Selbstvertrauen und vor allem die Selbstverständlichkeit beim Hamburger weg. Der Grieche dagegen schafft die Revanche nach der Niederlage vor sechs Tagen im Halbfinale von Washington und steht zum zweiten Mal in Folge unter den letzten vier. Dort trifft er nun auf Kevin Anderson, der im Vorlauf Grigor Dimitrov glatt in zwei Sätzen geschlagen hatte.
Fazit II
 
Der dritte Satz wurde letztlich zur Zusammenfassung der ersten beiden Sätze: Zverev begann stark und legte per Break zum 3:2 vor - doch dann schlug Tsitsipas zurück, holte sich das Re-Break und zeigte sich in der Folge nervenstark - vor allem, wie der 19-Jährige die vielen Breakbälle von Zverev abwehrte, imponierte. Was dann im letzten Aufschlagspiel von Zverev passierte, ist einfach nicht in Worte zu fassen. Nach 30:0 machte Zverev zwei vermeidbare Fehler, und zog eine zwingend nötige (weil richtige) Challenge nicht (nachdem er zuvor eine völlig schwachsinnige Challenge gezogen hatte, siehe 3:6, 7:6, 4:4). Dass das Ganze dann auch noch mit einem Doppelfehler des Hamburgers endete, war irgendwie sinnbildlich für dieses verrückte, spannede, aber nicht unbedingt hochklassige Spiel. Beide Spieler machten viele Fehler - Alexander Zverev am Ende leider ein, zwei zu viel.
Fazit I
 
Man mag es noch gar nicht so richtig glauben! Lange sah es nach der nächsten souveränen Machtdemonstration von Titelverteidiger Alexander Zverev aus, der zwar einen Fehlstart hinlegte (Break zum 0:2), danach aber das Match nach Belieben dominierte und nach 6:3 und 5:3 schon zum Matchgewinn aufschlagen durfte - doch dann schaffte Tsitsipas das Break, schnupperte die zweite Luft und riss das Tiebreak trotz zweier Matchbälle von Zverev an sich.
3:6, 7:6, 6:4
Bitte was!? Mit einem Doppelfehler schießt sich Zverev selbst aus dem Turnier! Tsitsipas gewinnt nach Mega-Comeback mit 3:6, 7:6, 6:4 und steht im Halbfinale von Toronto, der Titelverteidiger dagegen ist raus.
3:6, 7:6, 5:4
 
Das darf doch nicht wahr sein! Zverev nimmt die Challenge nicht - dabei war sein Ball gut! Und dann legt er den Volley auch noch hinter die Grundlinie - Matchball Tsitsipas!
3:6, 7:6, 5:4
 
Einen schönen Winner kann der Hamburger drauflegen, dann aber fliegt seine Rückhand-Cross ins Netz. Ein vermeidbarer Fehler, der den Griechen reinholt in dieses Aufschlagspiel.
3:6, 7:6, 5:4
 
Sagenhafter Netzangriff und Volley von Zverev - sein erster Punkt über den zweiten Aufschlag in diesem dritten Satz. Befreiend?
3:6, 7:6, 5:4
 
Mit Hängen und Würgen bringt Tsitsipass auch dieses Spiel nach Hause - wobei der Vorhand-Winner die Linie runter natürlich wieder sensationell stark gespielt ist. Jetzt MUSS Zverev seinen Service wieder durchbringen.
3:6, 7:6, 4:4
 
Und dann macht der Hamburger einen unnötigen Fehler, hängt die Vorhand-Lonline ins Netz - Spielball Tsitsipas.
3:6, 7:6, 4:4
 
Abgewehrt mit einem Service-Winner. Da hilft Zverev auch die unnötige Challenge nicht.
3:6, 7:6, 4:4
 
Aber Genie und Wahnsinn liegen bei Tsitsipas sehr, sehr nah beieinander - nächster leichter Fehler, nächste Break-Chance.
3:6, 7:6, 4:4
 
IRRE! Zverev returniert sagenhaft und diktiert den Ballwechsel, doch der letzte Druck fehlt beim Hamburger und Tsitsipas bringt alles zurück, was auf ihn geflogen kommt - um dann mit einem tollen Stop Zverev zu überraschen und per Passierschlag den Breakball abzuwehren.
3:6, 7:6, 4:4
 
Aber der Deutsche bleibt dran und bekommt eine zweite Break-Chance!
3:6, 7:6, 4:4
 
Was für eine Monster-Vorhand die Linie runter, die genau auf den weißen Strich fällt! Wieder kann Zverev nur mit Not returnieren, wieder kassiert er den Schmetterball.
3:6, 7:6, 4:4
 
Stark von Zverev! Der Hamburger drängt Tsitsipas in die Rückhandecke - und schon kommt der Fehler, der Longline-Schlag landet im Korridor.
3:6, 7:6, 4:4
 
Die geht aber nicht auf! Tsitsipass haut wieder eine Vorhand-Longline raus, die Zverev nur mit einem Notschlag returnieren kann - leichtes Spiel für Tsitsipas, der per Schmetterball auf 30:30 stellt.
3:6, 7:6, 4:4
 
Aber der Hamburger erzwingt einen Fehler auf der anderen Seite und klopft schon einmal an die Tür.
3:6, 7:6, 4:4
 
Zverev tut erst einmal alles dafür, dass es vorher endet und spielt den ersten Winner - aber dann kontert Tsitsipas mit einem gnadenlosen ersten Aufschlag zum 15:15.
3:6, 7:6, 4:4
 
Einen Punkt kann sich der Grieche ergaunern, aber unter dem Strich steht ein ganz souveränes Aufschlagspiel von Sascha Zverev zum 4:4. Bekommen wir hier noch einmal so einen Thriller wie zum Ende des zweiten Satzes?
3:6, 7:6, 4:3
 
Druck scheint der 21-Jährige aber keinen zu verspüren. Zwei Service-Winner und ein Rückhand-Winner die Linie runter stellen flott auf 40:0.
3:6, 7:6, 4:3
 
Der Grieche nimmt den Rückenwind mit und bringt sein Aufschlagspiel mit zwei Winnern ins Ziel. Jetzt ist Zverev gefordert!
3:6, 7:6, 3:3
 
Was macht dieses Match mit uns!? Zverevs Vorhand ist lang, scheint aber noch die Linie zu kratzen und wird gut gegeben. Doch Tsitsipas challenged - und bekommt Recht! 30 beide statt zwei Break-Chancen.
3:6, 7:6, 3:3
 
Jetzt ärgert sich Tsitsipas auf der anderen Seite, nachdem seine Vorhand-Cross im Netz hängen bleibt. Nach zuvor einem Winner jeweils auf beiden Seiten bedeutet das: 15:30 aus Sicht des Griechen.
3:6, 7:6, 3:3
 
Das gibt es doch nicht! Ohne eigenen Punkt gibt Zverev seinen Aufschlag ab und kassiert damit das Re-Break. Die Vorhand-Longline landet weit neben der Linie im Korridor.
3:6, 7:6, 2:3
 
Ohje, dann spielt Tsitsipas die Rückhand sehr kurz zurück und Zverev bringt den Volley nicht mehr über das Netz - nur um im Anschluss mit einem Doppelfehler drei Breakbäller für Tsitsipas bereitzulegen.
3:6, 7:6, 2:3
 
Der Hamburger muss dieses Break nun aber erstmal gegen den wilden Griechen bestätigen. Ein wenig lässt er sich von diesem anstecken bei der riskanten Vorhand-Cross, die hinter der Grundlinie landet.
3:6, 7:6, 2:3
 
Dieses Mal macht Zverev keine Gefangen! Wieder versucht der Grieche sein Harakiri-Serve-and-Volley, das eben noch gut ging. Doch dieses Mal ist Zverev zur Stelle und schnappt sich mit dem zweiten Passierschlag das erste Break im dritten Satz.
3:6, 7:6, 2:2
 
Der könnte teuer werden! Bei 40:40 verschätzt sich Tsitsipas und legt die Kugel ins Netz - Breakball Zverev, zum fünften!
3:6, 7:6, 2:2
 
Beim zweiten Aufschlag muss Zverev einfach mehr attackieren. Auch der kommt wieder ganz langsam und zentral und macht den Service-Winner von zuvor zunichte - allerdings muss der Grieche selbst den Fehler machen, um Zverev zu helfen.
3:6, 7:6, 2:2
 
Zverev beißt sich aber wieder rein in das Aufschlagspiel des 19-Jährigen. Mit einem starkem Stop stellt er auf 30 beide.
3:6, 7:6, 2:2
 
In seinem Returnspiel hat Zverev nun aber eine Streuung drin, die abenteuerlich ist. Die Vorhand-Cross rutscht weit, weit hinter die Grundlinie, 0:30.
3:6, 7:6, 2:2
 
Aber es geht dann doch locker zum 2:2, weil Zverev sich im dritten Satz auf seinen ersten Aufschlag verlassen kann.
3:6, 7:6, 2:1
 
Zu früh gelobt, Doppelfehler...
3:6, 7:6, 2:1
 
Immerhin sieht es bei eigenem Service sehr souverän aus. Erst ein erfolgreicher Netzangriff, dann zwei Service-Winner - 40:0!
3:6, 7:6, 2:1
 
Nein, das ist einfach zu schwach von Zverev. Tsitsipas wagt einen Harakiri-Serve-and-Volley beim zweiten Aufschlag. Da MUSS Zverev einfach den Punkt machen, aber der Hamburger schießt den Return ins Netz. 2:1 für Tsitsipas.
3:6, 7:6, 1:1
 
Es bleibt dabei, dieses Match ist nichts für schwache Nerven. Zverev hat beim zweiten Aufschlag des Griechen das Feld offen vor sich, überzieht aber und schlägt die Vorhand-Longline hinter die Grundlinie.
3:6, 7:6, 1:1
 
Auch die vierte Break-Chance wehrt Tsitsipas ab, doch Zverev bleibt dran und drängt den Griechen zum Rahmentreffer. Erneut Vorteil!
3:6, 7:6, 1:1
 
Mit einem konsequent durchgezogenen Service stellt Tsitsipas auf Einstand. Doch dann kommt Zverev, trifft den Return ganz früh und knallt die Vorhand-Cross perfekt in die Ecke. Vorteil!
3:6, 7:6, 1:1
 
Tsitsipas bleibt eine unfassbare Wundertüte - mit einem Vorhand-Slice die Linie runter von irgendeinem anderen Planeten wehrt der Grieche den ersten Breakball ab. Und auch die zweite Chance nimmt er dem Titelverteidiger ab.
3:6, 7:6, 1:1
 
Jetzt wird es bitter! Per Fußfehler macht Tsitsipas seinen dritten Doppefehler in diesem Satz - drei Breakbälle für Zverev.
3:6, 7:6, 1:1
 
Oder doch nicht? Zverev mit einem tollen Winner, dem Tsitsipas seinen fünften Doppelfehler hinterherschickt 30:0 für den Deutschen!
3:6, 7:6, 1:1
 
Souverän bringt er sein Aufschlagspiel ins Ziel und gleicht wieder aus. Aber klar ist, dass das jetzt ein ganz anderes Match ist, als in den ersten eineinhalb Sätzen. Zverev muss viel mehr arbeiten und weniger glänzen.
3:6, 7:6, 1:0
 
Auf den laschen Rückhand-Fehler folgen aber zwei konsequente Punkte, die Zverev pushen. 40:15!
3:6, 7:6, 1:0
 
So ganz hat Zverev das Ende des zweiten Satzes offenbar noch nicht verdaut. Zwar beginnt er mit einem Ass, doch die Rückhand-Cross wirkt unmotiviert und landet im Korridor.
3:6, 7:6, 1:0
 
Zverev wirkt genervt und zimmert die nächste Vorhand-Longline ins Netz. Tsitsipas legt vor!
3:6, 7:6, 0:0
 
Aber es geht großartig weiter! Tsitsipas erzwingt erst den nächsten Fehler und donnert am Netz einen Vorhand-Winner ins freie Feld. 40:30!
3:6, 7:6, 0:0
 
Dafür, dass er gerade seinen Schläger völlig zertrümmert hat, wirkt er jetzt schon wieder extrem ruhig - und mit einem sagenhaften Rückhand-Cross-Winner hat er ein 30:15 vor sich.
3:6, 7:6, 0:0
 
Rein in den dritten Satz - der mit einem Doppelfehler von Tsitsipas beginnt.
Zwischenfazit
 
Was für ein verrückter zweiter Satz! Zverev sah lange wie der sichere Sieger aus, war bis zum 5:2 super-dominant unterwegs - doch dann kassierte er das Break zum 4:5, musste ins Tiebreak und ließ dort in einem atemberaubenden Krimi sogar zwei Matchbälle liegen. Am Ende hat Tsitsipas das bessere Ende für sich - und der Hamburger zerhackt seinen Schläger.
3:6, 7:6
Gibt's nicht! Zverev zimmert die geplante Rückhand inside-out nur ins Out und muss in den dritten Satz!
3:6, 6:6
 
Aber er muss gleich den nächsten abwehren bei eigenem Aufschlag.
3:6, 6:6
 
Wer hat sich diesen Thriller ausgedacht?! Mit einem perfekten Rückhand-Return wehrt Zverev den Satzball ab!
3:6, 6:6
 
Aber Zverev legt Tsitsipas den Satzball mit einem Doppelfehler auf das Silbertablett.
3:6, 6:6
 
Aber den schießt er weit, weit hinter die Grundlinie. Das war zu viel des Mutes von Tsitsipas!
3:6, 6:6
 
Tsitspas lässt nicht locker! Mit der Vorhand erzwingt er den nächsten Fehler beim Hamburger und hat nun erneut Satzball.
3:6, 6:6
 
Aber auch der ist noch nicht das Ende dieses verrückten Tiebreaks - dabei war die Tür weit offen, doch der Rückhand-Return beim zweiten Aufschlag des Griechen ist zu zögerlich und landet im Netz.
3:6, 6:6
 
Das sind seit langem mal wieder zwei ganz souveräne Aufschläge - und mit zwei Winnern kann sich Zverev deshalb auch den zweiten Matchball organisieren.
3:6, 6:6
 
Un-glaub-lich! Zverev vollyiert am Netz fantastisch, doch Tsitsipas hat jetzt auf alles eine Antwort. Nächster Satzball für den Griechen, nun aber bei Aufschlag Zverev.
3:6, 6:6
 
Was für ein Krimi! Der Grieche jagt die Vorhand auf die Netzkante, die den Ball in den Korridor lenkt.
3:6, 6:6
 
Unglaublich! Tsitsipas tut mehr für das Spiel und wird belohnt. Wieder kommt der Grieche ans Netz, dieses Mal passt der Schmetterball. Satzball Tsitsipas - nach Matchball Zverev.
3:6, 6:6
 
Drama, Drama, Drama! Zverev probiert mehrfach, den Sack zuzumachen - doch Tsitsipas wirft alles rein und zwingt nach 20 Ballwechseln Zverev zum Fehler auf der Vorhand. Matchball abgewehrt!
3:6, 6:6
 
Das gibt es doch nicht! Tsitsipas geht ans Netz, Zverev spielt ihm direkt auf den Schläger - aber der Grieche schießt den geschenkten Punkt ins Netz. Matchball Zverev!
3:6, 6:6
 
Aber auch Zverev kontert sofort, 5:5 - ein irre spannender Tiebreak!
3:6, 6:6
 
Was war das denn!? Ohne Not jagt Zverev die Kugel ins Aus. Tsitsipas serviert nun zum Satzausgleich.
3:6, 6:6
 
Wahnsinn, der Grieche kontert sofort mit einem pefekten Netzangriff. 4:4!
3:6, 6:6
 
MEGA! Mit der Vorhand-Longline an die Grundlinie öffnet sich Zverev das Feld, mit der Rückhand die Linie runter vollstreckt er zum 4:3.
3:6, 6:6
 
Minibreak zurückgeholt! Zverev schickt Tsitsipas erst in die eine Ecke und verwandelt dann mit der Vorhand-Longline ins freie Feld.
3:6, 6:6
 
Uff, auch da war mehr drin für Tsitsipas - der den schwachen zweiten Aufschlag von Zverev aber genauso schwach ins Netz hängt.
3:6, 6:6
 
Oh oh, Rahmentreffer ohne Not und schon hat Tsitsipas ein erstes Minibreak.
3:6, 6:6
 
Nun aber das Glück auf der anderen Seite: Ein Netzroller fällt gerade noch bei Zverev ins Feld, 2:1 für Tsitsipas.
3:6, 6:6
 
Glück für Zverev, dass sich der Grieche im falschen Moment für die Attacke entscheidet. Die Rückhand-Cross hat einen ganz schwierigen Winkel und landet im Aus.
3:6, 6:6
 
Genial! Mit einem perfekten Stop holt Tsitsipas seinen Gegenüber ans netz und bezwingt ihn mit einem Millimeter-genauen Passierschlag. Tiebreak!
3:6, 5:6
 
Wow! Mit einem sagenhaften Halbvolley am Netz stellt Tsitsipas auf 30 beide, mit einem Kick-Aufschlag auf den Körper von Zverev beim zweiten Aufschlag (!) stellt er auf Spielball.
3:6, 5:6
 
Und nun ist auch Zverev wieder mit Lösungen da! Ein genialer Rückhand-Longline-Schlag zwingt Tsitsipas in den nächsten Fehler, 30:15!
3:6, 5:6
 
Der Vorhand-Volley passt schon mal, auch wenn Zverev noch dran ist. Die Vorhand-Cross allerdings segelt in den Korridor, 15:15.
3:6, 5:6
 
Nun muss Tsitsipas zum zweiten Mal servieren, um im Match zu bleiben. Kann er erneut so unfassbar stark auftrumpfen, wie vor wenigen Minuten?
3:6, 5:6
 
Zwei Service-Winner machen dann kurzen Prozess mit Stefanos Tsitsipas. Zverev ist mindestens im Tiebreak. Aber eigentlich wollte er ja jetzt schon im Halbfinale sein...
3:6, 5:5
 
Mit dem Rückhand-Slice erzwingt er dann auch mal wieder einen Fehler bei Tsitsipas. Gut für Zverev, denn der Grieche war in den letzten beiden Spielen einfach ohne Fehler unterwegs.
3:6, 5:5
 
Vielleicht hilft der Aufschlag nun? Mit einem Ass stellt er immerhin auf 15 beide.
3:6, 5:5
 
Nein! Der 19-Jährige schießt jetzt alles kurz und klein, Zverev wird von dieser Leistungsexplosion gerade völlig unvorbereitet erwischt und findet keine Mittel. 5:5!
3:6, 4:5
 
Ein Doppelfehler bremst den Griechen dann ein wenig aus. Die Chance für Zverev?
3:6, 4:5
 
Tsitsipas war schon auf dem Weg unter die Dusche, jetzt aber schießt er sich mit sehenswerten Winnern in die Herzen der Fans. Auch auf diesen Netzangriff mit eigentlich starkem Volley von Zverev hat er noch die richtige Antwort und legt den Passierschlag hinten in die Ecke. 30:0!
3:6, 4:5
 
Wir haben wieder ein Match! Zverev drückt die Vorhand zu lang hinter die Grunlinie statt ins freie Feld. Alles wieder in der Reihe quasi!
3:6, 3:5
 
Das gibt es doch nicht! Wieder beißt sich Tsitsipas rein in das Aufschlagspiel von Zverev - und bringt den Hamburger dann mit eben diesem Vorhand-Longline in die Bredoullie. Der Deutsche wird zu lang und muss nun zwei Breakbälle abwehren.
3:6, 3:5
 
Szenenapplaus für Tsitsipas, der noch mal richtig das Gaspedal durchdrückt! 148kmh werden bei seinem Vorhand-Winner die Linie runter gemessen - und das nach einem irre langen Ballwechsel.
3:6, 3:5
 
Wow! Eine Super-Kombination von Stefanos Tsitsipas, der mit einer starken Länge Zverev in der Rückhand-Ecke festnagelt und dann mit der Vorhand-Longline vollstreckt. 15 beide!
3:6, 3:5
 
Mit einem starken Kick-Aufschlag macht er den Sack zu - Zverev muss selbst aktiv werden, will er nun schon Feierabend machen.
3:6, 2:5
 
Das lässt Tsitsipas aber kalt, der nicht wieder mit einem Break den Satz abgeben will. Nun kommt der erste Aufschlag zuverlässiger und schon liegen zwei Spielbälle bereit.
3:6, 2:5
 
Ein Service-Winner hilft dem Griechen rein in sein Aufschlagspiel, dann zeigt ihm Zverev aber wieder, wo sein Platz ist: Mit einem kurzen Cross-Return zwingt er den 19-Jährigen Netz, um ihn dann mit einem Longline-Passierschlag zu überwinden. 15 beide!
3:6, 2:5
 
Do or die! Tsitsipas serviert gegen den Matchverlust. Falls der überhaupt noch abzuwenden ist.
3:6, 2:5
 
Zwei Service-Winner lassen nun auch wieder wenig Zweifel aufkommen, dass Zverev noch mit 100 Prozent bei der Sache ist. 5:2 im zweiten Satz, das riecht nun ganz stark nach Halbfinale!
3:6, 2:4
 
Tut er. Mit einem Ass und einem Service-Winner. Da stört auch der 19. unerzwungene Fehler vorerst nicht.
3:6, 2:4
 
Die lässige Attitude wird bestraft! Tsitsipas ist sofort wieder fokussiert und schnappt sich sein Aufschlagspiel mit zwei erzwungenen Fehlern. Jetzt muss auch Zverev den Fokus schnell wieder setzen.
3:6, 1:4
 
Rückhand-Cross ins Netz - und schon hilft er Tsitsipas, mental zurück ins Spiel zu kommen.
3:6, 1:4
 
Überheblich werden darf er aber nicht. Dieser Stop ins Netz war so unnötig wie wenig anderes.
3:6, 1:4
 
Zverev will es jetzt so schnell wie möglich entscheiden. Der Hamburger merkt, dass bei Tsitsipas der Akku leer ist und nervt den Griechen mit präzisen Schlägen. 30:0!
3:6, 1:4
 
Da tut das natürlich besonders weh: Fußfehler beim zweiten Aufschlag.
3:6, 1:4
 
Tsitsipas ist nun bei eigenem Service schon unter Druck. Ein weiteres Break wäre wohl die Entscheidung.
3:6, 1:4
 
Vor allem wenn man Alexander Zverev heißt und sich auf einen sagenhaften ersten Aufschlag verlassen kann. 4:1, Break bestätigt - und das geht im zweiten Satz nun extrem schnell. Der Zverev-Express nimmt Kurs auf das Halbfinale.
3:6, 1:3
 
Stark von Tsitsipas! Zverev geht ans Netz und macht beim Volley eigentlich alles richtig - doch der Grieche ist schnell auf den Beinen unterwegs und zaubert einen Passierschlag ums Netz herum hinten in die Ecke. Bei 30:15 aber noch kein Grund zur Sorge.
3:6, 1:3
 
Im ersten Satz konnte Zverev noch alle seine Breakbälle verwandeln, dieses Mal nimmt ihm der Grieche den ersten ab. Wie gut, dass noch ein zweiter bereit liegt und Tsitsipas über den zweiten Aufschlag gehen muss. Mit der Vorhand bleibt der19-Jährige im Netz hängen, Break vor für den Hamburger!
3:6, 1:2
 
Und schon läuft Zverev wieder heiß, erzwingt zwei weitere Fehler und lauert nun auf die nächsten beiden Break-Chancen.
3:6, 1:2
 
Aber hallo! Tsitsipas wähnt sich in der Kontrolle des Ballwechsels und erlebt dann sein blaues Wunder. Mit einer sehr flachen Vorhand vor die Füße zwingt Zverev den Griechen auf dem Weg zum Netz zu einem Notschlag - und schenkt ihm anschließend den Passierschlag die Linie runter ein.
3:6, 1:2
 
Souverän! Mit einer mächtigen Rückhand-Cross erzwingt er den nächsten Fehler bei Tsitsipas, mit einem Service-Winner bringt er das zweite Aufschlagspiel ins Ziel und legt wieder vor.
3:6, 1:1
 
Ganz, ganz groß! Mit einem Ass durchbricht er die Punkteserie des Griechen und zaubert dann am Netz einen Mega-Winner aus dem Ärmel.
3:6, 1:1
 
... und steht dann zu weiter hinter die Grundlinie, von wo er mit der Vorhand ins Netz trifft. Wieder 0:30!
3:6, 1:1
 
Ohje, Zverev beginnt sein zweites Aufschlagspiel mit einem Doppelfehler ...
3:6, 1:1
 
Annähernd eine Kopie von Zverevs Aufschlagspiel: Ein weiterer Fehler des Hamburgers und ein Ass stellen alles wieder in die Reihe.
3:6, 0:1
 
Aber auch bei Zverev ist die Fehlerquote zu Beginn des zweiten Satzes sehr hoch. Erst hängt er die Rückhand-Cross ins Netz, dann spielt er die Vorhand-Longline zu lang - 0:30!
3:6, 0:1
 
Zwei weitere Fehler von Tsitsipas und ein Ass von Zverev stellen blitzschnell auf 1:0 im zweiten Satz.
3:6, 0:0
 
Zverev serviert zum Auftakt in den zweiten Satz - und dieses Mal gehört dem Deutschen auch der erste Punkt.
Zwischenfazit
 
Kurz musste man sich Sorgen machen, nachdem Zverev die ersten acht Punkte (!) allesamt abgeben musste und schnell 0:2 zurücklag. Doch irgendwie schien das bei Tsitsipas mehr Eindruck zu machen, als beim Hamburger selbst. Der Grieche servierte schlecht (nur 50 Prozent erster Aufschlag!), Zverev konterte sofort und holte sich zwei Breaks. Mit einem dritten war dann der Sack schon zu im ersten Satz, den der Titelverteidiger mit Ausnahme der ersten fünf Minuten nach Belieben dominierte.
3:6
Und der sitzt! Zverev gibt seinem Gegenüber Druck auf die Rückhand, wo Tsitsipas die Kugel unsauber trifft und weit neben das Feld donnert. 6:3 nach 0:2!
3:5
 
Schon ist Zverev da! Mit einem sensationellen Rückhand-Cross-Winner organisiert er seinen ersten Satzball.
3:5
 
Achtung, der Grieche droht wieder, überzukochen. Mit einem Doppelfehler schenkt er auch den zweiten Spielball her.
3:5
 
So schon eher! Früh nimmt er dieses Mal den Aufschlag und setzt den 19-Jährigen unter Druck. Prompt wird Tsitsipas zu lang und schießt seinen ersten Spielball hinter die Grundlinie.
3:5
 
Da war mehr drin für Zverev, denn der zweite Aufschlag von Tsitsipas wirkte nicht sonderlich druckvoll. Dennoch attackiert er nicht - und wird dann zum Fehler auf der Vorhandseite gezwungen.
3:5
 
Hoho, aber auch Tsitsipas kann es krachen lassen und stellt auf 30:0. Die Netzkante hilft Zverev dann beim Return, um in das Aufschlagspiel des Griechen reinzukommen.
3:5
 
Und rumms, der nächste Service-Winner schlägt bei Tsitsipas ein. Das ist jetzt schon eine Ansage des 21-Jährigen, der diesen ersten Satz nicht mehr hergeben will.
3:4
 
Wer dachte, dass das erste verlorene Spiel nach vier gewonnen in Serie bei Zverev Eindruck hinterlassen könnte: Nein! Service-Winner, Service-Winner, Vorhand-Winner die Linie runter. So einfach kann Tennis sein.
3:4
 
Dann hilft auch Zverev mit und jagt die Vorhand-Cross ins Aus. Der Grieche bleibt dran!
2:4
 
Das zweite Ass des Tages hilft da sicher, um das eigene Gemüt zu beruhigen.
2:4
 
Vor sechs Tagen gab es einen fast schon legendären Wutausbruch von Tsitsipas, der sich nach dem 2:6 im ersten Satz gegen Zverev selbst einige Male mit Wucht auf den eigenen Kopf schlug. Innerlich wird er diesen Punkt gleich wieder erreichen, denn ein solches Geschenk von Zverev (schwacher Stop) mit der Vorhand ins Nirgendwo zu knallen, das kann man sich einfach nicht leisten - zweiter Spielball weg, Einstand!
2:4
 
Wie auch immer bei dem Griechen der Wurm ins Spiel gekommen ist - da klappt einfach so vieles nicht mehr. Auch diese Vorhand-Cross segelt ohne Not in den Korridor. Tut bei 30:0 nicht ganz so weh, ist aber dennoch ärgerlich.
2:4
 
Und auch der sitzt - 4:2 für den Titelverteidiger. Im Übrigen ist es mittlerweile ein Weltenunterschied im Aufschlag: Tsitsipas bringt nur jeden vierten seiner ersten Aufschläge ins Feld, während es bei Zverev rund 90 Prozent sind. Gigantisch!
2:3
 
Ratzfatz geht es dann zu zwei weiteren Spielbällen. Zverev ist jetzt definitiv im Flow!
2:3
 
Boah! Der anschließende Punkt geht auch an Tsitsipas, aber dann zeigt ihm Zverev wieder, wer der Herr im Haus ist. An der T-Linie volleyiert der Hamburger sensationell.
2:3
 
Dieses Mal lässt die Challenge den Griechen nicht im Stich: Ein Ass von Zverev lässt Tsitsipas überprüfen und hat Recht - dabei war sich Nour extrem sicher.
2:3
 
Ist das stark! Der Hamburger hat seinen Gegenüber jetzt voll im Griff, diktiert den Ballwechsel und vollendet mit einem herrlichen Vorhand-Winner, nachdem der Grieche selbst zu kurz wurde. Break vor für Sascha Zverev, der nun drei Spiele in Folge gewonnen hat.
2:2
 
WOW! Jetzt trifft Zverev den Return perfekt und zimmert die Vorhand unerreichbar die Linie runter. Die nächsten beiden Breakbälle!
2:2
 
Die erste Challenge des Tages - aber die rettet Tsitsipas da auch nicht mehr. Die Vorhand-Cross ins freie Feld ist eigentlich stark gespielt, hat dann aber zu viel Spin nach außen und landet im Korridor. 30:15 für Zverev!
2:2
 
Aber jetzt nicht die Ruher verlieren! Den zweiten Aufschlag will Zverev attackieren, trifft die Kugel aber unsauber und donnert sie in die Ränge.
2:2
 
Ganz souverän bringt er sein Aufschlagspiel dann auch ins Trockene - so kennen wir Zverev aus den letzten Tagen.
2:1
 
Zverev musste für das Break zwar wenig machen, scheint nun aber voll da zu sein. Mit einem herrlichen Netzangriff legt der Deutsche vor, ganz flott geht es dann zum 40:0.
2:1
 
Game on! Den Doppelfehler umgeht Tsitsipas - aber mit einem ganz harmlosen zweiten Aufschlag, der zu Zverev rüberschleicht und dabei beinahe verhungert. Das nimmt der Hamurger natürlich dankend an, reißt die Spielkontrolle an sich und erzwingt den nächsten Rückhand-Fehler seines Gegenübers. Re-Break!
2:0
 
Aber Zverev bleibt dran und hat nun zwei Chancen, direkt das Re-Break zu schaffen. Viel dafür tun musste die Nummer drei Welt dafür ehrlich gesagt nicht.
2:0
 
Diese beeindruckt ihn aber offenbar Null Komma gar nicht: Ass.
2:0
 
Die Tür geht einen Spalt auf! Zweiter Fehler des Griechen, 0:30 - und dann gibt es auch noch eine Zeitwarnung, weil er sich mit seinem Service sehr lange Zeit lässt.
2:0
 
Löst das den Knoten? Starker Return von Zverev und schon macht Tsitsipas den ersten Fehler.
2:0
 
Unglaublich! Mit einem Doppelfehler gibt der Hamburger seinen ersten Aufschlag ohne eigenem Punkt ab. Krasser Fehlstart für Alexander Zverev!
1:0
 
Was ist denn hier los!? Tsitsipas organisiert sich umgehend drei Breakbälle bei Zverevs erstem Aufschlag.
1:0
 
Puh, und dann knallt Tsitsipas auch noch einen sagenhaften Rückhand-Passierschlag ins Feld - wieder 0:30 gegen Zverev!
1:0
 
Nun darf Zverev seinen ersten Aufschlag präsentieren. Gestern gegen Medvedev gab der 21-Jährige nur vier Punkte bei eigenem Service ab - hier gleich den ersten.
1:0
 
Das war ein sehr guter Beginn des 19-Jährigen, der ohne Punktverlust den ersten Service über die Bühne bringt.
0:0
 
Richtige Idee, schlechte Ausführung: Zverev will den Ballwechsel mit einer Rückhand-Longline an sich reißen, spielt diese aber zu lang - 0:30 aus Sicht des Hamburgers.
0:0
 
Und los! Der junge Grieche serviert als erstes und schnappt sich auch den ersten Punkt.
Kurz vor Beginn
 
Die beiden Athleten betreten den Centre Court, langsam füllt sich dieser auch - Zverev nimmt das Publikum auch sogleich mit. Chair Umpire ist Adel Nour aus Ägypten, der Münzwurf bringt Tsitsipas den Aufschlag. Nun wird sich wie gewohnt noch ein wenig Eingeschlagen, in wenigen Minuten wird das Match dann beginnen.
vor Beginn
 
Kevin Anderson steht seit diesem Moment als erster Halbfinalist von Toronto fest. Der Südafrikaner schlägt den Weltmeister Grigor Dimitrov (BUL) mit einem satten Ausrufezeichen: 6:2, 6:2 - dass es am Ende eine SO! eindeutige Angelegenheit werden würde, hätte wohl keiner gedacht. Das heißt auch, dass der Court in wenigen Augenblicken frei ist für die nächsten beiden Protagonisten, nämlich unsere beiden.
Der Rogers Cup
 
Damit fehlt uns eigentlich nur noch ein Blick auf das Turnier an sich. Der Rogers Cup (oder eben Coupe Rogers) wird seit 1881 ausgetragen, seit 1980 wechseln sich Toronto und Montreal im jährlichen Rhythmus ab und als Titelverteidiger tritt in diesem Jahr Alexander Zverev auf. Der Rekordsieger dieser Veranstaltung ist Ivan Lendl (sechs Titel), zu gewinnen gibt es knapp 6 Millionen Dollar (allein eine Million für den Sieger) - und netterweise sind in diesem Jahr (abgesehen von Roger Federer) zwölf der besten 13 Spieler der Weltrangliste am Start.
Head-to-head
 
Apropos mit den Jungs in den Top10 mitspielen: Einmal haben sich diese beiden hoffnungsvollen Youngster bereits gegenübergestanden - vor einer Woche in Washington, als Zverev das Halbfinale glatt gewann (6:2, 6:4). Kann der Hamburger diesen Erfolg heute wiederholen oder gibt es die Revanche des Griechen?
Tsitsipas 2018
 
Richtig los ging es beim Youngster dann allerdings im Sommer, als er erst das Endspiel in Barcelona erreichte (unter anderem nach einem Sieg gegen Thiem!) und zuletzt in Washington sogar auf Hardcourt in ein Halbfinale vordringen konnte - Tsitsi, wie er von seinen Fans gerufen wird, scheint es sich in den Top30 also bequem zu machen. ''Patrick (Mouratuglou) hat mir immer gesagt, dass ich gut genug bin, um jetzt schon jeden zu schlagen. Geglaubt habe ich das zuerst nicht, aber mittlerweile sehe ich: Ich kann sogar mit den Jungs in den Top10 mitspielen.''
Der Aufstieg von Tsitsipas
 
Doch woher kommt dieser junge Grieche mit solch sensationellem Aufstieg eigentlich? Nachdem Tsitsipas in seiner Jugend in Athen mit dem Tennisspielen begann, trainiert er seit einigen Jahren immer wieder in der Akademie von Patrick Mouratoglou - und verdankt dem auch seinen kometenhaften Aufstieg: ''Patrick hat mir die Augen geöffnet, wie man spielen muss. Ich habe so viele neue Sachen gelernt, und das hat meinem Selbstvertrauen enorm geholfen.'' Und natürlich taten die ersten Siege auf der Tour in 2017 selbiges - unter anderem erreichte Tsitsipas in Antwerpen sogar sein allererstes Halbfinale und ließ dem dann im Frühjahr die Viertelfinales von Dubai und Doha folgen.
Tsitsipas in Toronto
 
Und wie sehr so ein Berg-hohes Selbstvertrauen sein kann, zeigen seine Leistungen in Toronto: In der ersten Runde fertigte er den Bosnier Damir Dzumhur ab (6:3, 7:6), eine Runde später demonstrierte er sein Talent gegen Dominic Thiem (AUT) und bezwang auch diesen eindrucksvoll in zwei Sätzen (6:3, 7:6). Und als wäre das nicht schon genug der Kostprobe seines Könnens, setzte er sich im Achtelfinale auch noch gegen niemand geringeren als Novak Djokovic durch (6:3, 6:7, 6:3).
Tsitsipas
 
Womit wir schon bei Stefanos Tsitsipas wären. Der 19-jährige Grieche hat 2018 den Stempel eines ATP NextGen Stars aufgedrückt bekommen (wie im Vorjahr unter anderem Alex Zverev und Hyeon Chung/KOR), steht in der Weltrangliste so gut wie noch nie da (Platz 27) und liebt das Spiel auf Sand - oder wie er es eben selber ausdrückt: ''Ich bin am selbstbewusstesten, wenn ich auf dem Schmutz stehe.''
Zverev in Toronto
 
Die beeindruckende Konstanz und Souveränität, mit welcher der Hamburger bislang durch das Turnier marschierte, macht dahingehend schon einmal Mut. Den US-Amerikaner Bradley Klahn kämpfte er in einer guten Stunde mit 6:4, 6:4 nieder und ließ dabei kein Break zu, auch eine Runde später gegen Daniil Medvedev (RUS) musste der 21-Jährige keinen Aufschlag abgeben (6:3, 6:2). Allerdings ist klar, dass sein heutiger Gegner auch die erste echte Messlatte sein wird.
Wichtige Punkte
 
Erst einmal hat Zverev aber natürlich nur den Titel in Toronto im Blick. Und der wäre auch durchaus wichtig, denn: ohne die 1000 Punkte für die Titelverteidigung dürfte der Deutsche in der Setzliste um ein oder gar zwei Positionen zurückfallen - was einem dann schon im Viertelfinale einen Nadal oder einen Federer bescheren könnte.
Starker Rückhalt für Zverev
 
Maßgeblichen Anteil daran hat selbstverständlich sein Trainerteam um Zverev Senior (dem vom DTB gerade der Preis ''Trainer des Jahres'' verliehen wurde), Bruder Mischa, Manager Patricio Apey und Fitnesstrainer Jez Green, die dafür sorgen, dass der Youngster weder an zu vielen Matches (Thiem) noch an einer überforderten Physis (Raonic, Nishikori) leidet. Und so ist das nächste Ziel dann auch kein kleines: Bei den US Open in New York soll in drei Wochen der erste Grand-Slam-Titel ins Visier genommen werden.
Favoritenrolle und Rekorde
 
Wobei das fast schon untertrieben ist, denn seine starke Form konnte Zverev bislang eigentlich über die gesamte Saison abrufen. Nicht von irgendwoher kommt es, dass der 21 Jahre junge Hamburger mittlerweile nicht nur dreifacher Masters-Sieger, sondern auch der Spieler, der auf der Tour gegen jeden anderen (außer vielleicht Rafa Nadal und Roger Federer) als Favorit ins Match geht. Und dabei stellt Zverev auch noch allerlei Rekorde auf. So wie den hier zum Beispiel: Beim Masters in Madrid gewann Zverev das Turnier, ohne dabei auch nur ein einziges Break (und nur einen Breakball) hinnehmen zu müssen - als Erster seit 1991. Oder den hier: Mit seinen mehr als elf Millionen Dollar Preisgeld (!) ist Zverev der Jüngste aller Zeiten, der diese Marke erreicht.
Verspätete Frühlingsgefühle
 
Nun steht die zweite Titelverteidigung in Serie auf dem Programm für den 21-Jähirgen. Denn schon im Vorjahr war es der Spätsommer, der bei Alexander Zverev verspätete Frühlingsgefühle hervorrief und ihn in der Weltrangliste weit nach oben katapultierte. Und diese Form scheint er auch in diesem Jahr wieder wie selbstverständlich abrufen zu können.
Der Titelverteidiger
 
''Ich fühle mich super, bin ausgeruht und topfit'', mit dieser beinahe schon Drohung an die Konkurrenz schlug Alexander Zverev seine Zelte in Toronto auf. Nach der Titelverteidigung in Washington durch einen Triumph im Finale gegen Alex de Minaur (AUS), der für ihn Sieg Nummer 41 des Jahres (Bestmarke auf der Tour) darstellte, stortz der junge Hamburger natürlich nur so vor Selbstvertrauen. ''Vor allem funktioniert es aber im Kopf sehr gut, im letzten Jahr haben mich die Turniersiege noch ein bisschen nervös gemacht, mittlerweile nehme ich das alles ganz entspannt mit.''
vor Beginn
 
Herzlich willkommen beim Masters-Turnier in Toronto zur Viertelfinalpartie zwischen Stefanos Tsitsipas und Alexander Zverev,
Spieler:
R. Nadal [1]
M. Cilic [6]
2
6
6
6
4
4
R. Haase
K. Khachanov
3
1
6
6
G. Dimitrov [5]
K. Anderson [4]
2
2
6
6
S. Tsitsipas
A. Zverev [2]
3
7
6
6
6
4
R. Nadal [1]
K. Khachanov
7
6
6
4
K. Anderson [4]
S. Tsitsipas
7
4
6
6
6
7
Weltrangliste
Spielerprofile
S. Tsitsipas
Ranking:
27
Geburtsd.:
12.08.1998
Größe:
1.93
Gewicht:
85
Bilanz:
35-25
Preisgeld:
USD 1.476.245
A. Zverev
Ranking:
5
Geburtsd.:
20.04.1997
Größe:
1.98
Gewicht:
90
Bilanz:
51-17
Preisgeld:
USD 11.766.124