Favorisierte WTV-Asse im Viertelfinale der “Landes” unter sich

Von Claus Lippert
Freitag, 15.06.2018 | 10:39 Uhr
© Hobbytennistour

Wenn am heutigen Freitag die Viertelfinal-Matches der Wiener Landesmeisterschaften powered by Hobby-...

Wenn am heutigen Freitag die Viertelfinal-Matches der Wiener Landesmeisterschaften powered by Hobby-Tennis-Tour über die Bühne gehen werden, dann sind die Favoriten unter sich. Sieben der acht gesetzten WTV-Stars sind also noch im Rennen um Titel, Trophäe und den 1000 Euro-Scheck, ein Umstand der hochklassiges Tennis für den Viertel- und Halbfinaltag der “Landes” im UTC La Ville erwarten lässt. Und bereits ab 16:30 Uhr wird im Damenbewerb der erste Landesmeistertitel 2018 vergeben. Ex-La-Ville-Star Carolina Ilowska trifft dabei auf TC Vienna 2013 und HTT-Star Jovana Peric, die im Semifinale am Donnerstag Nachmittag den Sensationslauf von Kalksburg-Kücken Zusana Sopkova beendete. Aus dem UTC La Ville berichtet für hobbytennistour.at C.L

Christoph Lang hält nach Kantersieg über Russlands Alexander Sikanov Kurs Richtung Titelverteidigung

Mit dem TC Kalksburg, dem Ober St. Veiter TC, dem TC Blau Weiss, dem WAC, dem Alt Erlaaer TC, CTP Pötzleinsdorf und dem Colony Club träumen noch sieben Wiener Tennisvereine davon, dass am kommenden Sonntag der neue Wiener Landesmeister aus ihren Reihen kommt. Beste Chancen auf diesen prestigeträchtigen Coup hat aus achtelfinaler Sicht der TC Kalksburg. Der am Stadtrand gelegene Traditionsverein hat mit Christoph Lang nicht nur den Titelverteidiger und die Nummer 1 des Turniers im Titelrennen, sondern jenen jungen Mann, der am gestrigen Donnerstag den stärksten Eindruck aller noch im Bewerb vertretenen WTV-Asse hinterließ. Der 26jährige Vorjahressieger demolierte in der Nightsession des vierten Spieltages am Centercourt der UTC La Ville die ehemalige ATP Nr. 685 Alexander Sikanov in knapp 50 Minuten mit 6:0, 6:1, und empfahl sich nachdrücklich für eine erfolgreiche Titelverteidigung. Erschreckend hingegen fiel die Vorstellung des russischen Topstars aus, der sich schon in Runde 2 gegen Fabian Mayrhuber mit Fehlern en masse ins Achtelfinale schummelte.

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Florian Feigl im ersten Satz gegen De Giacomo mit Mühe, Jaros nur einen Punkt vom Satzgewinn entfernt, und der OTC hat mit Al-Mahmoud und Weihs noch zwei heiße Eisen im Titelrennen

Überraschend mühevoll gestaltete sich auch der Viertelfinaleinzug von Vorjahresfinalist Florian Feigl. Der 37jährige vom TC Blau Weiss lag im ersten Satz gegen HTT-Jungstar Nico De Giacomo vom TC Kalksburg 5:6 zurück, ehe er via gewonnenem Tie-Break die Weichen Richtung Aufstieg stellte. Genau mit dem gleichen Rückstand war auch die Nr. 6 des Turniers und die “11” des Wiener Landesverbandes Aaron Prandstetter in seinem Achtelfinal-Duell mit HTT-Star Dominik Jaros konfrontiert. Und dem 27jährigen vom Heeres TC fehlte sogar nur ein Punkt zur 1:0 Satzführung, und das noch dazu bei eigenem Aufschlag. Richtig bitter für Jaros, der damit das beste Abschneiden eines HTT-Spielers im Rahmen der Wiener Landesmeisterschaften auf dem Schläger hatte. Als einziger Verein mit noch zwei Aktiven ist der Ober St. Veiter TC im Titelrennen vertreten. Der Nobelclub hoch über Wien gelegen, hofft auf Rumäniens Adnan Al-Mamoud, der am gestrigen Donnerstag erstmals im Rahmen der heurigen “Landes” vorstellig wurde, und sich im Doppelpack gegen Mathias Wagner und Vladimir Vukicevic für die dritte Runde qualifizierte. Dazu hoffen die OTC-Fans auch noch auf Yannick Weihs, der sich für den kurzfristigen Erhalt einer Wildcard mit einem klaren Sieg über Theo Berger und dem Einzug ins Viertelfinale bedankte.

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Philipp Jahn lässt gegen Clubkollegen Moritz Daxböck HTT-Extra-Prämie liegen, und Nenad Vladusic schießt sich gegen Franijevic für das Viertelfinale warm

Die aus HTT-Sicht interessanteste Partie des Tages war sicherlich der Centercourt-Auftritt unserer Nr. 8 Philipp Jahn, der sich in einem weiteren vereinsinternen Club-Duell im Achtelfinale mit Moritz Daxböck messen musste. Und es war mehr als ein “Matcherl” um einen Platz im Viertelfinale der “Landes” und ein wie immer prestigeträchtiges CTP Pötzleinsdorf Derby für Jahn. Vielmehr ging es um die 500 Euro Sonderprämie, die dem besten HTT-Spieler am Ende des Turniers winkt. Ausgerechnet gegen Daxböck, gegen den er bislang noch nie verloren hatte, gab es am Ende für Jahn eine 2:6, 3:6 Niederlage zu verdauen. Ohne der nötigen Spritzigkeit die der 26jährige noch in Runde 1 gegen Can Gueven ausspielte, war der HTT-Australian-Open-Finalist im Duell mit der Nr. 8 des Turniers ohne Chance. Ein anderer Ex-Star der HTT, mittlerweile Topstar der Veranstaltung und mit ATP-Ranking prämiert ließ hingegen am gestrigen Donnerstag und am Centercout des UTC La Ville nichts anbrennen. Nenad Vladusic deklassierte Josip Franijevic mit je einem Ehrengame für den Gegner, und erwartet ab dem Viertelfinale einen knallharten Kampf um den Titel. Mit Feigl und womöglich Huber warten ganz harte Brocken auf mich im Tableau”, betonte die Nummer 2 des Turniers vom Colony Club.

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Ilowksa und Peric torpedieren ihre Semifinalgegnerin und das für Sonntag geplante finale Rahmenprogramm

Während die Herren am morgigen Samstag wie von Veranstalter-Seite versprochen für ihre diversen Mannschaftsmeisterschafts-Auftritte spielfrei bekommen, und ihren “Besten” erst am Sonntag im großen Finale – übrigens LIVE auf hobbytennistour.at – ermitteln werden, steht der große finale Showdown bei den Damen bereits heute Nachmittag auf dem Programm. Leider schon heute, denn die Damen bringen sich mit ihrem übereilten Antreten um ein exzellentes und für den Sonntag geplantes Rahmenprogramm. Ilowska im Reisestress mit Bundesliga in Kärnten, Staatsmeisterschafts-Quali im Burgenland und anstehenden ITF-Starts in Holland, da wollte die 19jährige keine Rücksicht auf eine stimmungsvolle Siegeszeremonie nehmen. Und weil man seitens des Veranstalters oberste Priorität auf zufriedene Spieler(innen) legt, wurde dem Wunsch der 19jährigen nach einem “stimmungslosen” Finale nachgegeben. Schade drum, und so wird eine Wildcard für das ITF-Ladies-Future im UTC La Ville heute Abend wohl eher unbemerkt und unauffällig abseits der großen Bühne den Besitzer wechseln. Genauso unauffällig wie sich die beiden Finalistinnen für das Endspiel qualifiziert haben.

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Ilowska gegen Pichler mit dem vierten zu Null gewonnenen Satz im Turnierverlauf und Peric beendet Höhenflug von Tenniskücken Zusana Sopkova

Ilowska schickte die Nr. 7 Österreichs und die Nr. 1 des Turniers Selina Pichler mit 6:2, 6:0 nach Hause, und stellte damit die Rangordnung aus ihrer Sicht wieder her. Ungesetzt stürmte die 19jährige durch das Tableau, gab in drei Matches gerade einmal vier Games ab und holte sich vier ihrer sechs gewonenen Sätze zu Null. “Ich würde gerne hier gewinnen und die Wildcard für das ITF Ladies Future im UTC La Ville mitnehmen”, ließ Ilowska in einem Statement abseits des Platzes auch dort keine Zweifel an ihrem Vorhaben aufkommen. Ob sie überhaupt zu stoppen ist in dieser Turnierwoche? Am ehesten noch von Jovana Peric, die mit neuem Coach zu neuen Ufern aufgebrochen ist, und die in Topform agierend am Donnerstag Nachmittag den Sensationslauf von Tenniskücken Zusana Sopkova stoppte. Eine Spur zu brutal wie neutrale Beobachter meinten, denn eine Doppel-Null hatte die 14jährige Nachwuchshoffnung des TC Kalksburg nach einem prächtig gespielten Turnier nicht verdient. Peric ist im Endspiel gegen Ilowska aber trotzdem klare Außenseiterin. Eine Rolle die ihr liegen könnte. Immerhin hat sie eine Wildvard für die Quali des ITF-Ladies-Future-Turniers im UTC La Ville schon sicher!

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