Tennis

Sextett im Kampf um zweiten HTT-Masters-Series-1000-Saisontitel in “Miami Enzerdorf”

Von Claus Lippert
© Hobbytennistour

Wenn heute Freitag pünktlich um 15 Uhr mit der Qualifikation zum zweiten Saison-Masters-Series-1000-...

Wenn heute Freitag pünktlich um 15 Uhr mit der Qualifikation zum zweiten Saison-Masters-Series-1000-Turnier die Freiluftsaison 2018 nach langem Warten und dem miesen Wetter der letzten Wochen endlich in Szene geht, liegt eine lange und intensive Hallensaison mit insgesamt 36 Turnieren und jeder Menge Höhepunkten hinter uns. Ein halbes Jahr lang jagten Prüger & Co dem kleinen gelben Filz in den heiligen Hallen des UTC La Ville hinterher, mit dem heutigen 6. April 2018 bestimmt aber wieder Tennis unter freiem Himmel das Leben der HTT-Stars. Eine Woche nach Ostern und 14 Tage nach dem eigentlich geplanten Outdoor-Opening blickt die Tennisszene also mit Spannung in die Südstadt, wo man seitens der Hobby-Tennis-Tour zur bereits 23. Auflage des März-Masters-Series-1000-Turniers am südlichen Stadtrand Wiens geladen hat. Hochkarätig besetzt, dürfte ein spielstarkes Sextett die besten Argumente in der Titelfrage beim 22. Saisonturnier haben. Eine kleine Vorschau auf das “Miami der HTT” von C.L

Lukas Prüger plagt vor 100. Karriere-Einzelmatch eine Adduktoren-Verletzung, der sechste HTT-Masters-Series-1000-Titel soll trotzdem her

Im Endspiel des November-Masters-Series-1000-Turniers vor rund fünf Monaten, hatten sich die beiden Jungstars Lukas Prüger und Kevin Köck ein hochklassiges Gigantenduell geliefert. Und zumindest der Setzliste nach, könnte es am kommenden Dienstag im ersten Outdoor-Finale 2018 wieder zum finalen Treffen der beiden Topstars kommen. In jedem Fall zählt das Duo zum engsten Favoritenkreis beim 131. HTT-Masters-Series-1000-Turnier der Open Ära. Allen voran natürlich der Ranglisten-Erste Lukas Prüger, der topgesetzt mit einem Freilos ausgestattet, im Achtelfinale gegen den Sieger Hans Kunst vs. Martin Vesely sein 100. HTT-Karriere-Single bestreiten, und dort den 85. Einzelsieg anpeilen wird. Eine nette “Statstik am Rande”, doch der amtierende HTT-French-Open-Sieger strebt natürlich nach Höherem. Der sechste Masters-Series-1000-Titel seiner Laufbahn soll her, doch zwei große Fragezeichen stehen vor dem Prüger-Start im Raum. Da wäre zunächst einmal das Faktum, dass der 20jährige auf den Hartplätzen der Südstadt noch nie ein Turnier für sich entscheiden konnte. Und dann gibt auch noch der aktuelle Fitness-Zustand des seit 20 Wochen an der Ranglistenspitze stehenden Niederösterreichers Rätsel auf! Eine im Semifinale des Cash4Car Cups gegen Maximillian Wild zugezogene Adduktoren-Verletzung plagte den 10fachen Turniersieger zuletzt hartnäckig. Der an Nummer 2 gesetzte Kevion Köck hat derweil ganz andere Sorgen. Seit seinem fulminaten Finish zum Jahresende 2017 fehlen dem WAT-Landstrasse-Star die für sein Ranking adäquaten Resultate. Über das Achtelfinale ist Köck heuer nämlich noch nie hinausgekommen.

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Bernhard Scheidl zum vierten Mal in Serie seit 2015 beim März-Masters in der Südstadt am Start und neben den Herren Mayer, Wild und Hölzler im Kreis der Titelfavoriten

Neben den beiden aussichtsreichsten Titelkandidaten handeln HTT-Insider vier weitere Namen ganz hoch, wenn es darum geht, wer sich weitere 1000 Punkte für das HTT-Entry-Ranking sichern kann. Da fällt zunächst immer wieder der Name Martin Mayer, der sich vor drei Wochen mit einer Galavorstellung im Endspiel des März-HTT-500-Turniers gegen Bernhard Scheidl nach fast vier Jahren Pause in den Siegerlisten zurück meldete, und in der Jahreswertung “Race to La Ville” auf dem ausgezeichneten siebenten Zwischenrang liegt. Zum vierten Mal in Serie ist auch Burgenlands Tennisexport Nr. 1 Bernhard Scheidl beim Hartplatz-Klassiker in Maria Enzersdorf mit von der Partie, und wie immer wenn es auf diesem Belag zur Sache geht, im Kreis der Mitfavoriten zu finden. Sein Serve & Volley-Spiel scheint prädestiniert für die beiden Courts in der Südstadt. 2016 stand der 32jährige vom Neusiedler See hier auch schon im Finale, damals gegen Florian Kopf, dem er am Ende mit 6:7 und 2:6 unterlag. Zum Auftakt bekommt es der HTT-Australian Open-Champion von 2015 übrigens mit Martin Pongratz und damit mit einem Landsmann zu tun. Mit großer Spannung wird auch das Outdoor- und Hartplatz-Debüt von Maximillian Wild erwartet. Der 17jährige aus Stockerau stand zuletzt nach zwei Auftaktpleiten zu Beginn des Jahres drei Mal in Folge mindestens im Viertelfinale, wobei sein Einzug ins Endspiel des Cash4Car Cups mit Siegen über Florian Kopf und Lukas Prüger besonders für Aufsehen sorgte. Das Sextett der Titelfavoriten macht schließlich noch der zum Auftakt auf einen Qualifikanten treffende Hubert Hölzler komplett. Den meisten HTT-Fans ist der 36jährige vielleicht kein Begriff, doch wer wie er im September 2008 die Nr. 1099 der ATP-Computer-Rangliste war, zählt bei jedem Hobbytennisturnier egal “Wann & Wo” zum Kreis der Favoriten.

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Dominik Jaros führt Riege der Außenseiter an

Fest steht indes aber bereits, dass es bei der 23. Auflage des HTT-Masters 1000-Turniers in “Miami Enzersdorf” ein neues Siegergesicht geben wird. Keiner der bisherigen Sieger der vergangenen 22 Jahre ist heuer am Start. Echte Hartplatz-Spezialisten und Südstadt-Sieger der letzten Jahre werden durch ihre Abwesenheit bei der heurigen 23. Ausgabe des März-Masters-Series-1000-Turniers für das favorisierte Duo Prüger & Köck also keine Gefahr darstellen. Der Champion von 2016 Florian Kopf fehlt ebenso wie der Sieger von 2015 Philipp Schneider. Auch die auf diesen Courts siegreichen HTT-US-Open-Helden der vergangenen Spielzeiten wie Patrick Wiesmühler, Gabriel Jovanovic oder Damian Roman glänzen durch Abwesenheit. Dazu fehlen mit Vladimir Vukicevic, Matthias Wolf, dem erwähnten Patrick Wiesnühler, und den Herren Schager, Neuhauser, Markovic und Beutler gleich sieben der aktuellen Top-Ten-Stars. Eine gute Gelegenheit also für den ein oder anderen Außenseiter, sich beim zweiten HTT-Masters-Series-1000-Turnier des Jahres in den Blickpunkt zu spielen. Wie wäre es mit Dominik Jaros, der richtig stark servierend eine gute Rolle hier in der Südstadt spielen könnte, und als Nummer 4 gesetzt vor dem Viertelfinale kaum großartig auf Gegenwehr stoßen sollte. Frankreichs Nummer 1, der Kitzbühel-Finalist von 2017 Franz Lukas, spielt hingegen sein 10. Turnier und könnte als fünfter Spieler nach Tashi Liu aus China (2002 und 2005), Deutschlands Robin Douglas in der Saison 2009, Ignacio Martin aus Spanien (2013) und Vorjahressieger Alexander Sikanov aus Russland für einen internationalen Titelgewinn sorgen.

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