Kevin Köck – aus der Krise kommend direkt ins Finale des 27. April-HTT-500-Turniers

Von Claus Lippert
Dienstag, 24.04.2018 | 00:07 Uhr
© Hobbytennistour

Auf höchst unterschiedliche Weise haben sich der an Nummer 2 gesetzte WAT Landstrasse-Star Kevin Köc...

Auf höchst unterschiedliche Weise haben sich der an Nummer 2 gesetzte WAT Landstrasse-Star Kevin Köck und Vukicevic-Bezwinger Matthias Haubner am Montag Nachmittag für das große Finale des April-HTT-500-Turniers im UTC La Ville qualifiziert. Während sich November-Masters-Series-1000-Champion Kevin Köck im ersten Halbfinale am sonnenüberfluteten Centercourt gegen Michael Baswald vom TC Blau Weiss über zweieinhalb Stunden lang mühte, ehe er mit einem 3:6, 7:6, 6:4 Erfolg sein siebentes HTT-Karriere-Finale erreicht hatte, stürmte Matthias Haubner mit seinem nächsten Kantersieg ins erste Endspiel seiner HTT-Laufbahn. Nur 66 Minuten benötigte der 23jährige vom UTC Gedersdorf, um den burgenländischen HTT-Australian-Open-Sieger von 2015 Bernhard Scheidl mit 6:1, 6:2 abzufertigen. Das 25. Saisonfinale am Dienstag Nachmittag überträgt hobbytennistour.at LIVE ab 16 Uhr. Vom Altmannsdorfer Ast berichtet C.L

Matthias Haubner vom UTC Gedersdorf greift nach Kantersieg über Bernhard Scheidl nach seinem ersten HTT-Karriere-Titel

Vukicevic-Bezwinger Matthias Haubner hat sich in überragender Manier ins Finale der 27. Auflage des April-HTT-500-Turniers im UTC La Ville gespielt. Der 23jährige Niederösterreicher deklassierte nach nur 1:06 Stunden Spielzeit einen ausgepowert wirkenden Bernhard Scheidl mit 6:1, 6:2, und kann am Dienstag Nachmittag nach seinem ersten HTT-Karriere-Titel greifen. Der HTT-Australian-Open-Viertelfinalist hatte mit dem Serve & Volley-Giganten vom Neusiedler See weitaus weniger Schwierigkeiten als im Vorfeld von ihm selbst befürchtet. Nur im ersten Game, das 6 Minuten dauerte und Scheidl drei Break-Möglichkeiten offenbarte, wirkte Haubner rat- und planlos. Nachdem beide Spieler ihr erstes Aufschlagspiel mit Erfolg durchgebracht hatten, stürmte Haubner mit fünf in Serie gewonnenen Games in Richtung Satzgewinn, während Scheidl bei abermals hohen Temeperaturen länsgt seinen beiden sonntägigen Auftritten gegen Jungstar Nico Mucic und Sandplatzspezialist Andreas Szabados Tribut zollen musste. Kräfteraubend war der Tag zuvor, an dem sich der 32jährige im zweiten Satz seines Viertelfinalduells gegen Szabados mit beginnenden Krämpfen durch den Tie-Break über die Distanz rettete. 24 Stunden später waren die Akkus aber noch nicht wieder aufgefüllt. “Mir hat die nötige Spritzigkeit gefehlt, um mein gewohnt druckvolles Serve & Volley entsprechend erfolgreich zu spielen. Ich bin beim Aufschlag nicht aus den Beinen gekommen, und ich war oft auch viel zu langsam am Netz”, suchte der unterlegene Burgenländer nach dem mit 2:6 verloren gegangenen zweiten Satz nach Gründen für die Niederlage. Während Haubner damit im Head to Head gegen Scheidl auf 2:0 erhöhte, verpasste der Burgenländer sein drittes Finale bei einem HTT-Sandplatzturnier nach Kitzbühel 2015 und Neusiedl 2016. “Am Anfang war das die erwartet zähe Partie. Da hatte Scheidl gleich im ersten Game drei Break-Chancen und wenn er eine davon nützt steht es 2:0 und der erste Satz wird richtig eng. So ging die Partie dann um einiges leichter von der Hand”, zeigte sich der siegreicher Gedersdorfer erleichtert und zufrieden.

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Kevin Köck ringt Michael Baswald in drei hochklassigen Sätzen nieder und steht zum 7. Mal in seiner Karriere in einem HTT-Finale

Während Matthias Haubner also im zweiten Vorschlussrunden-Duell des April-HTT-500-Turniers mit Bernhard Scheidl kurzen Prozess machte, hatte sein finaler Herausforderer Kevin Köck im Eröffnungsmatch des Halbfinaltages alle Hände voll zu tun und über zweieinhalb Stunden zu ackern, um den an diesem Wochenende überzeugend auftretenden Michael Baswald mit 3:6, 7:6, 6:4 in die Schranken zu weisen und sein 7. HTT-Karriere-Finale zu erreichen. Bei herrlichem Frühsommerwetter und in einer hochklassigen Partie sah lange Zeit Baswald wie der Sieger aus. Der 32jährige holt sich mit zwei gelungenen Breaks den ersten Satz mit 6:2, und gestaltete gegen die Nummer 5 der HTT-Computer-Rangliste auch den zweiten Satz völlig offen. Bis 4:4 ging es mit dem Service, ehe beide Akteure mit vier Aufschlagverlusten in Serie den Tie-Break klar machten. Dort legte ein konzentriert agierender Köck schnell mit 4:0 vor, und diesen Polster nützte der 20jährige von WAT Landstrasse schließlich zum Satzausgleich. Im dritten Durchgang ließ Köck zunächst ein frühes Break zum 2:0 ungenützt, kassierte die Nummer 2 des April-HTT-500-Turniers doch postwendend das Re-Break zum 2:1. Die Entscheidung zugunsten Köcks fiel dann im zehnten und letzten Game beim Stand von 5:4, als Baswald bei eigenem Aufschlag und unter dem Druck diesen unbedingt halten zu müssen ein wenig einknickte, und Köck die Türe ins Endspiel öffnete. Der WAT Landstrasse-Star darf sich daher weiter Hoffnungen auf Karriere-Titel Nr. 3 machen, während der unterlegen Michael Baswald trotz seines Aus im Semifinale guten Mutes sein bislang bestes HTT-Karriere-Turnier bilanzierte. “Das hat heute Spaß gemacht. Es war eine tolle Partie mit einem fairen Gegner. Bis zum Schluss war das Match ausgeglichen, und am Ende hat ein Alzerl gefehlt. Köck hat die letzten zwei Games sehr stark gespielt und am Ende aus meiner Sicht auch verdient gewonnen”, so der 32jährige vom TC Blau Weiss.

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