Hobbytennistour

WAT Landstrasse Dominanz beim HTT-Saison-Outdoor-Finale 2017

Von Claus Lippert
Freitag, 13.10.2017 | 18:09 Uhr
© Hobbytennistour

Das letzte HTT-Outdoor-Wochenende des Jahres haben die Stars von WAT Landstrasse zu einer bemerkensw...

Das letzte HTT-Outdoor-Wochenende des Jahres haben die Stars von WAT Landstrasse zu einer bemerkenswerten Machtdemonstration genützt. Insgesamt drei der vier Finalplätze beim vorletzten HTT-Masters-Series-1000-Saisonturnier und bei der 10. Auflage des Oktober-HTT-150-Turniers gingen an die Baumgasse-Cracks, die am Ende durch Serbiens Nummer 1 Vladimir Vukicevic und den mazedonischen Jungstar Tarik Mustafik sogar einen Doppelerfolg landen konnten. Ein bis zum Finale großartig performender Kevin Köck rundete den totalen WAT-Landstrasse-Triumph ab. Ein Bericht von C.L

Vukicevic dominiert vorletztes Masters-Series-1000-Saisonfinale gegen fehlerhaft agierenden Köck

Serbiens HTT-Superstar Vladimir Vukicevic hat sich am Mittwoch Abend eindrucksvoll für die Final-Schlappe bei den HTT-US-Open Mitte September gegen Patrick Wiesmühler rehabilitiert. Der Ranglisten-Erste aus Sombor gewann zum zweiten Mal nach 2014 das September-Masters-Series-1000-Turnier, und holte sich mit einem in lediglich 58 Minuten errungenen 6:2, 6:1 Finalerfolg über den Olympia-Dritten Kevin Köck erstmals seit November 2015 wieder einen HTT-Masters-1000-Titel. Außerdem jubelte der 34jährige über den 7. Turniersieg auf HTT-Masters-Series-Ebene und den insgesamt 14. Titel seiner Karriere. Nur die erste Viertelstunde hielt das mit Spannung erwartete “Derby” der beiden WAT-Landstrasse-Stars den im Vorfeld sich entwickelnden Erwartungen stand. Mit Break und Re-Break zum 2:2 hatte das Abtasten am Centercourt des UTC La Ville aber rasch ein Ende, fortan startete Vukicevic eine einsame Solo-Flucht in Richtung Saisontitel Nummer 2. Zehn der folgenden elf Games gingen an den HTT-Branchen-Primus, während ein enttäuschend spielender und massenhaft Fehler produzierender Köck sich in ein heftiges Final-Debakel ergeben musste. 33 Mal patzte der 19jährige von der Grundlinie, gegen einen Kapazunder wie Vukicevic ist da der Untergang natürlich vorprogrammiert.

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“Next Gen Finals” ist ganz nett, aber ich will schon heuer zu den großen HTT-Tour-Finals

Dennoch war Köck neben dem serbischen Champion der Spieler des letzten Outdoor-Weekends der HTT-Saison 2017. Der Jungstar spielte ein fulminantes Turnier, servierte zum Auftakt Olympiasieger Martin Mayer aus dem Bewerb, schlug im Achtelfinale den Erste-Bank-Open-Vorjahresfinalisten Stefan Grubmüller aus dem Feld, und fertigte auf dem Weg ins Endspiel mit Mastersfinalist Alexander Schager und Matthias Wolf zwei Top Ten-Stars in Serie ab. “Ich bin serhr glücklich mit meiner Leistung während dieses Turniers. Sicher hatte ich mir für heute gegen den Vladi mehr vorgenommen, aber mit meinem Matura-Stress war diesmal nicht mehr drin”, so der Olympia-Bronze-Medaillengewinner. Immerhin ist Köck nach seinem ersten Masters-Series-1000-Finale auf Platz 14 im HTT-Ranking nach vorne gestürmt, und damit so gut platziert wie noch nie in seiner HTT-Karriere. Ein Platz unter den Top 8 für die “next gen finals” scheint dem WAT-Landtrasse-Jungstar sicher, doch Köck will längst mehr: “Das Next Gen Finals ist eine nette Sache, aber ich möchte schon heuer zu den großen HTT-Tour-Finals”, so ein angriffslustiger Kevin Köck.

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Vukicevic klettert in den ewigen Bestenlisten der HTT nach oben und überholt erstmals im Jahr 2017 Lukas Pürger im “Race to La Ville”

Längst für das große Saisonfinale der Top 8 von 25. November bis 2. Dezember im UTC La Ville ist hingegen Vladimir Vukicevic qualifiziert, und der 34jährige kletterte am Mittwoch Abend mit seinem Triumph beim September-Masters-Series-1000-Turnier auch in den ewigen Bestenlisten kräftig nach oben. Masters-Series-1000-Titel Nr. 7 bringt den serbischen Ausnahmekönner auf Platz 3 in der Bestenliste, wo er nun gleich auf mit Andreas Harbarth nur mehr einen Masters-Series-Titelgewinn hinter dem zweitplatzierten Christoph Wagner (8) liegt. An der Spitze thront “noch” Claus Lippert, der es in seiner Laufbahn auf 12 Masters-Series-1000-Titel brachte. Insgesamt holte Vukicevic am Mittwoch Abend seinen 14. HTT-Turniersieg, womit er in der ewigen Siegerliste nun die alleinige Nr. 10 aller HTT-Spieler der Open Ära seit 1990 ist. Der Sieg im 25. Finale seiner großartigen HTT-Karriere bescherte Vukicevic aber auch eine neue und gar nicht mehr so schlechte Ausgangsposition im Kampf um die Nummer 1 Position gegen Saisondominator Lukas Prüger. Denn während der HTT-French-Open-Sieger zuletzt durch Abwesenheit glänzte, zog Vukicevic mit 1000 gewonnenen Punkten erstmals in diesem Jahr auch in der Jahreswertung “Race to La Ville” an Prüger vorbei, und schickt sich damit an, die Spitzenposition auch zum Jahresende inne zu haben.

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Tarik Mustafik gewinnt Teenager-Finale beim Oktober-HTT-150-Turnier gegen Benjamin O Brien und holt ersten Turniersieg für Mazedonien seit November 2006

Im Schatten des 14. Karriere-Triumphs von Vladimir Vukicevic sorgte ein weiterer WAT Landstrasse Spieler am Mittwoch Abend für Furore. Tarik Mustafik feierte im Endspiel des 10. Oktober-HTT-150-Turniers seinen längst verdienten ersten Turniersieg, und komplettierte damit den Doppelerfolg des WAT Landstrasse am letzten Freiluft-Wochenende des Jahres. Der 15jährige profitierte im “Teenager-Finale” von der Aufgabe seines ein Jahr jüngeren Kontrahenten, und nahm nach nur 49 gespielten Minuten und sechs im Tiebreak absolvierten Punkten seine allererste Siegestrophäe in Empfang. In einer ausgeglichenen – wenn auch zerfahrenen – Partie, hatte Benjamin O Brien im ersten Satz mit 37:36 gewonnenen Ballwechseln sogar einen Punkt mehr gewonnen als Mustafik, ehe es in den Tiebreak zur Entscheidung ging. Dort verlor der 14jährige die Nerven, und sorgte nach sechs in Serie verlorenen Punkten für einen Abgang a’la Kyrgios. Die Sachen gepackt, den Court verlassen, kam O Brien erst nach Intervention der Mama und recht widerwillig zur Siegerehrung zurück auf den Centercourt. Ein Versprechen für die Zukunft ist der unterlegene Jungstar dennoch allemal, spielerisch top und ein echter Typ, während der introvertierte Mustafik als 435. Turniersieger der Geschichte bereits in jungen Jahren erstmals zu Titelehren kam. Für den 15jährigen ein ganz besonderer Sieg, denn Mustafik belohnte sich bei seinem 25. Turnierstart 2017 für eine fließig gespielte Saison, und lächelt als Nr. 53 von der besten Ranglistenposition seiner Karriere. Zudem sorgte der Jungstar von WAT Landstrasse für den ersten mazedonischen Turniersieg seit November 2006, als Vladimir Popovski den Titel beim November-Future 2006 holte.

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