Nach Mayrhuber-Aus gibt es neues Siegergesicht bei den HTT-French-Open

Von Claus Lippert
Montag, 12.06.2017 | 11:57 Uhr
© Hobbytennistour

Mit dem Achtelfinal-Aus des einzigen ehemaligen HTT-French-Open-Gewinners im insgesamt 74 Mann umfas...

Mit dem Achtelfinal-Aus des einzigen ehemaligen HTT-French-Open-Gewinners im insgesamt 74 Mann umfassenden Teilnehmerfeld des 26. NABO Mai Grand-Slam-Turniers steht seit Sonntag Abend fest: Die HTT-French-Open bekommen bei ihrer 27. Auflage einen neuen Sieger. Wer in den elitären und knapp bemessenen Kreis von bislang “nur” 15 HTT-French-Open-Siegern als 16. Sandplatz-Champion der Geschichte einziehen wird, entscheidet sich in den kommenden drei Tagen, die mit acht hochkarätigen Spielern ab dem heute Montag beginnenden Viertelfinale jede Menge Spannung versprechen. Gescheitert ist hingegen wie erwähnt der einzige ehemalige Mai-Grand-Slam-Champion in Gestalt von Franz Mayrhuber, der sich 2011 in die Siegerliste des prestigeträchtigsten Sandplatzturniers der Stadt eintragen konnte. Wer in die Fußstapfen der über 50 Jahre alten HTT-Legende treten könnte, gibts im nachfolgenden Bericht von C.L

Der Mai-Grand-Slam-Champ von 2011 Mayrhuber scheitert gegen Wolf am Versuch sein fünftes HTT-French-Open-Viertelfinale zu erreichen

Die Zeit macht eben auch vor Legenden nicht Halt! Franz Mayrhuber, Grand-Slam-Gewinner, Olympiasieger, ehemaliger Ranglisten-Erster und als die berühmteste “Slice-Rückhand” der Hobbytennis-Szene bekannt, musste am Sonntag Abend im Achtelfinale des 26. NABO Mai Grand Slam Turniers einmal mehr die Übermacht der Jugend anerkennen, und sich beim Versuch für sein erstes HTT-French-Open-Viertelfinale seit 2013 und sein insgesamt fünftes Viertelfinale beim Sandplatz-Klassiker im UTC La Ville dem 23 Jahre jüngeren und an Nummer 5 gesetzten Matthias Wolf glatt in zwei Sätzen geschlagen geben. Mayrhuber der als Nummer 10 gereiht in der erste Runde mit einem Freilos sein insgesamt 24. Grand Slam Turnier in Angriff nahm, hatte in seinem 120. Karriere-Turnier zunächst in Runde 2 den mazedonischen Jungstar Tarik Mustafik mit 6:1, 6:1 beinahe erwartungsgemäß entzaubert und mit viel Slice und noch mehr Routine vor die im Vorfeld prognostizierten Probleme gestellt, und den bereits 220. Einzelsieg seiner schillernden HTT-Karriere gefeiert. Im Achtelfinale aber gab es für den einstigen Branchen-Primus der HTT nichts zu bestellen. Wolf diktierte ein einseitiges Drittrunden-Duell nach Belieben, und hatte nach knapp einer Stunde Spielzeit mit 6:1, 6:1 sein Grand-Slam-Debüt mit der Viertelfinal-Teilnahme gekrönt. “Ein bißchen konnte ich ihn ärgern, und Spaß hat dieses Match auch gemacht. Wolf ist ein sehr symphatischer Typ, aber zu gewinnen gab es heute nichts”, resümierte Mayrhuber, der seit April 2013 auf einen weiteren – seinen insgesamt 13. HTT-Karriere-Turniersieg – wartet.

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Lukas Prüger ringt Philipp Jahn im Achtelfinale der HTT-French-Open nieder und ist vor seinem Viertelfinal-Duell mit Kevin Köck bereits seit 10 Spielen auf roter Asche ungeschlagen

Mit dem Mayrhuber-Aus im Achtelfinale ist damit auch das Rennen um den “neuen” HTT-French-Open-Sieger eröffnet. In der oberen Tableau-Hälfte führt der Weg ins Finale wohl über den 2fachen Saisonsieger Lukas Prüger, der sich als Nummer 6 gesetzt ohne Satzverlust in sein bereits fünftes Viertelfinale 2017 spielte. Auf dem Weg ins sein viertes Karriere-Grand-Slam-Semifinale wartet nun Scheidl-Ersatzmann Kevin Köck, der seine Rolle als Lückenbüßer für den krank absagenden HTT-Australian-Open-Sieger von 2015 bravourös ausfüllte, und sich mit nur 5 abgegebenen Games über den Serben Trivun Djumic und den starken Kroaten Patrick Pehar für sein zweites HTT-Grand-Slam-Viertelfinale nach den HTT-US-Open 2015 qualifizierte. Mit Prüger wartet auf Köck nun aber der Mann der Stunde auf roter Asche, denn der 19jährige vom Schwechater TC ist auf Sand bereits seit 10 Spielen ungeschlagen. Den letzten Erfolg fuhr der 2fache Saison-Champ am Sonntag Abend im Achtelfinale gegen Philipp Jahn vom CTP Pötzleinsdorf ein. Ein harter Kampf auf Augenhöhe war dem 7:6, 6:4 Erfolg Prügers vorausgegangen, womit der Jungstar weiter auf das in der Geschichte noch unerreichte HTT-Sandplatz-Triple bestehend aus “Mai-Masters-Series 1000, Mai-HTT 500 und Mai-Grand-Slam” hoffen darf.

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Martin Zehetner und Alexander Schager duellieren sich am Montag Nachmittag im “vorweggenommenen” Endspiel um einen Platz im HTT-French-Open-Semifinale

Ähnlich wie bei den French Open der Profis in Paris, wird auch bei den HTT-French-Open in Wien die untere Tableau-Hälfte als die stärkere erachtet, und so halten es Experten und Insider der Hobby-Tennis-Tour für ziemlich wahrscheinlich, dass der 15. HTT-French-Open-Champion der HTT-Open Ära aus dem Quartett “Zehetner-Schager-Markovic-Schneider” kommen wird. Ein richtiger Knaller wird dabei wohl am Montag Nachmittag das erste Viertelfinale des Tages am Centecourt des UTC La Ville zwischen dem zweifachen Kitzbühel-Sieger Martin Zehetner und dem steirischen Masters-Finalisten Alexander Schager. Für viele ist dieser viertelfinale Kracher das vorweggenommene Finale, obwohl sich die beiden Topstars am Sonntag Nachmittag im Achtelfinale recht schwer taten, das nun anstehende Giganten-Duell zu fixieren. Hatte Schager im Treffen mit dem höchst ambitionierten Straninger-Bezwinger Theo Berger speziell im ersten Satz seine liebe Not, mühte sich der frischgebackene Marchegg-Open-Sieger Martin Zehetner im zweiten direkten Aufeinandertreffen mit Aufschlag-Granate Mathias Wagner gleich über die volle Distanz von drei Sätzen ab, ehe er mit 6:7, 6:1, 6:4 auf ungeliebtem Terrain seinen vierten HTT-French-Open-Viertelfinaleinzug in Folge fixierte. Nun greift der 36jährige gegen Alexander Schager zum vierten Mal in Serie nach dem Semifinale beim wichtigsten Sandplatz-Turnier der Hobby-Tennis-Tour, und das auf wie schon erwähnt ungeliebtem Terrain. “Die Verhältnisse hier mit den harten und schnellen Courts und den aufgelegten Bällen haben eigentlich recht wenig mit Sandplatztennis zu tun”, beschwerte sich der an Nummer 9 gesetzte HTT-Star nach dem Achtelfinale gegen einen stark spielenden Mathias Wagner.

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