Jelena Janosevic auch bei den TPLT-French-Open “unstoppable”

Von Claus Lippert
Samstag, 17.06.2017 | 00:14 Uhr
© Hobbytennistour

Der Damenbewerb der HTT-French-Open 2017 endete am Dienstag Abend so wie der Herren-Bewerb am Tag da...

Der Damenbewerb der HTT-French-Open 2017 endete am Dienstag Abend so wie der Herren-Bewerb am Tag darauf mit einem Favoritensieg. Jelena Janosevic brauste im ersten Grand-Slam-Endspiel der Top Perfumes Ladies Tour Geschichte zu einem ungefährdeten Erfolg über die rot-weiß-rote Titelhoffnung Liz Keller. Die 20jährige Serbin deklassierte ihre drei Jahre jüngere Finalgegnerin in nur 71 Minuten mit 6:1, 6:2, und bleibt nach ihrem dritten Sandplatzturniersieg in Serie auf der roten Asche des UTC La Ville weiter unantastbar. Liz Keller vom CTP Pötzleinsdorf muss sich nach ihrer Finalniederlage indes mit ihrem bislang besten Ranglisten-Ergebnis zufrieden geben. Die HTT-Shopping-Queen kletterte nach ihrem HTT-French-Open-Finaleinzug auf den großartigen dritten Rang der TPLT-Entry-List. Ein Bericht von C.L

Janosevic die dritte Spielerin der TPLT mit Titel-Hattrick im Jahr 2017 und mit einem riesigen Vorsprung in der neuesten Ausgabe der Entry-List

TPLT-Ass Jelena Janosevic ist das weibliche Pendant zum neuen männlichen Superstar der HTT Lukas Prüger. Wie der 19jährige frischgebackene HTT-French-Open-Gewinner hat sich auch Jelena Janosevic beim zweiten Grand-Slam-Turnier des Jahres keine Blöße gegeben, und wurde mit einer imposanten Vorstellung ihrer klaren Favoritenrolle voll auf gerecht. Und wie schon Lukas Prüger, hat auch die Ranglisten-Erste aus Serbien eine brillant und ungeschlagen absolvierte Sandplatz-Saison mit dem Titelgewinn beim wichtigsten aller Events auf roter Asche gekrönt. Janosevic ist die dritte Spielerin der HTT-Geschichte nach Jelena Trifunovic (2002) und Michaela Pater (2009) die beim Mai-Grand-Slam-Turnier triumphieren konnte, und die dritte Spielerin der TPLT im Jahre 2017 nach Sabrina Marinkovic und Magda Kopacz, die sich über einen Titel-Hattrick freuen darf. Der dritte Karriere-Turniersieg der Jelena J. auf höchster Ebene bringt der 20jährigen zudem eine mehr als überlegene Ranglistenführung ein. Auf die zweitplatzierte Russin Aleksandra Kasatkina hat die Sandplatz-Saisondominatorin bereits satte 3000 Punkte Vorsprung. Damit sitzt die Serbin wohl schon im Flieger Richtung Karibik.

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Liz Keller zeigt Profil & Krallen, und liefert der haushohen Favoritin aus Serbien zur Freude des Publikums einen sehenswerten Final-Fight

Das Endspiel beim Premieren-Grand-Slam-Turnier der Top Perfumes Ladies Tour brachte am Ende nach nur 71 Minuten zwar das erwartet einseitige Resultat, konnte aber über weite Strecken mit einem ganz gefälligen und teils hochklassigen Niveau aufwarten. Das lag auch – oder vorallem – an der als Underdog in dieses finale Duell gegangenen Liz Keller, die sich mit einer mehr als starken Leistung höchst anständig aus der Affäre zog, und das eigentlich nicht zu gewinnende Match mit einer übermächtigen Gegnerin zu einem Genuss für das Publikum vor Ort machte. Dabei musste einem zunächst Angst & Bange um die 17jährige werden, die nach nur zwei Minuten ohne Chance ein erstes Break kassierte, und auch bei Aufschlag Janosevic nichts zu bestellen hatte. Doch “aufgeben” ist nicht bei der charismatischen 17jährigen, und so nahm Keller den aussichtslosen Kampf mit der besten HTT-Dame motiviert und couragiert an. Keller, im vergangenen Februar bei einer Pressekonferenz auch als das Gesicht der Top Perfumes Ladies Tour vorgestellt, zeigte im zweiten direkten Duell mit der serbischen Ranglisten-Ersten “Profil” und der großen Favoritin aus Belgrad ihre Krallen. Denn nach ihrem mit Erfolg durchgebachten Aufschlagspiel zum 1:2, fand Keller nicht weniger als drei Möglichkeiten zum prompten Re-Break vor, die sie aber allesamt und teils “leichtfertig” vergab. Ein Fauxpas, den man sich gegen eine Jelena Janosevic nicht leisten kann und darf.

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Auch die Statistik beweist: Jelena Janosevic ist eine mehr als würdige TPLT-French-Open-Siegerin

Die Serbin zeigte sofort Präsenz und Keller auf, wie man drei Break-Chancen am Stück nützt. Und weil die gute Liz zu diesem frühen Zeitpunkt des großen Finales bereits ein halbes Dutzend an Doppelfehlern produziert hatte, zog ihre serbische Gegnerin mit Break Nr. 2 auf 4:1 davon. Auch in den Folgegames kann Keller den ein oder anderen Spielball zur verdienten Ergebniskosmetik nicht nützen, und so hatte sich Janosevic nach 33 Minuten mit 33 gewonnenen Punkten insgesamt den ersten Durchgang 6:1 gesichert, und Kurs in Richtung TPLT-French-Open-Titel eingeschlagen. Von diesem Erfolgskurs war die 20jährige Belgraderin dann auch nicht mehr abzubringen, wenngleich Keller gleich im Eröffnungsspiel des zweiten Satzes ein 0:40 und damit drei weitere Break-Chancen vorfand, ohne diese auch zu nützen. Und wieder demonstrierte Janosevic im Gegenzug ihre Klasse und warum sie die überlegen Führende der TPLT-Rangliste ist. Ohne zu zögern nützte die serbische Ausnahmekönnerin ihre erste Gelegenheit zum raschen Break samt 2:0 Führung, und ließ sich auch nicht mehr aus der Konzentration bringen, als Keller in den Folge-Games zu ihren beiden einzigen Breaks in dieser Partie kam. Immer wieder korrigierte Janosevic im Gegenzug ihren Aufschlagverlust, und weil Keller neben grandiosen Winnern und phantastisch gespielten Ballwechseln, immer wieder auch unnötige Fehler einbaute, blieb der serbischen Turniersiegerin Ungemacht in Form von Überstunden erspart. Nach 71 Minuten und einem 6:1, 6:2, sprach auch die Match-Statistik von hobbytennistour.at eine eindeutige Sprache: 64:42 Punkte, 7:2 Breaks, 15:12 Winner und mit 26:38 auch ein klares Plus bei den unforced errors, Janosevic ist eine würdige TPLT-French-Open-Siegerin 2017.

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