Wintersport

Alois Stadlober kontert Peter Schröcksnadel: „Das ist ein Blödsinn“

Von SPOX Österreich
Alois Stadlober konterte Peter Schröcksnadel.
© GEPA

ORF-Experte Alois Stadlober hat dem Plan des ÖSV-Präsidenten Peter Schröcksnadel, die Langlaufsparte aus dem Verband zu verbannen, eine klare Absage erteilt. Der Trainer von Teresa Stadlober verteidigte die Leistungen seiner Tochter und appellierte live on air um die Fairness im Profisport.

"Wenn er sagt, er will den Langlaufsport ausgliedern aus dem ÖSV: Das ist ein Blödsinn. Das sind meine harten Worte, die muss er jetzt auch aushalten", sagte Stadlober zum Ende der TV-Übertragung des Langlauf-Rennens der Damen über 30 Kilometer Freistil im ORF.

"Ich schätze ihn [Schröcksnadel, Anm.] sehr, er ist ein super Präsident. Ab und zu schießt er über das Ziel hinaus. Das sei ihm gestattet", stellte der Weltmeister in der Langlauf-Staffel von 1999 klar.

Dem 56-Jährigen ist bewusst, dass der alpine Skisport in Österreich eine klare Vormachtstellung einnimmt. "Auch der Präsident bezeichnet sich als Alpiner", bemerkte Stadlober. "In Norwegen wollen alle wie Therese Johaug, in Österreich eben alle wie Marcel Hirscher."

Alois Stadlober: "Seid ehrlich zu euch selbst"

Mit dem Rennen von Teresa Stadlober zeigte sich Vater Alois zufrieden. "Sie hat alles richtig gemacht. Ein achter Rang bei Weltmeisterschaften - das ist ein Spitzenresultat, auch wenn Schröcksnadel das vielleicht nicht so sieht. Ich sehe es so."

Richtig emotional wurde Stadlober bei seinen Schlussworten, in denen er zur Sauberkeit im Spitzensport aufrief. "An alle jungen Sportler da draußen: Seid ehrlich zu euch selbst, und versucht, das Beste aus euch herauszuholen."

Therese Johaug holt Gold über 30 Kilometer

Die 26-jährige Terese, wegen einer Verkühlung verspätet in die WM gestartet, wurde am Samstag im 30-km-Skating-Rennen Achte. Ihr drittes Gold in Tirol holte die Norwegerin Therese Johaug in 1:14:26,2 Stunden vor Ingvild Flugstad Östberg (NOR/+36,8) und Frida Karlsson (SWE/44,0).

Für Johaug war es bereits ihre insgesamt zehnte WM-Goldmedaille, zusätzlich hat sie zweimal Silber und dreimal Bronze gewonnen. Stadlober kam mit 2:03,8 Minuten Rückstand ins Ziel - und wiederholte bei ihrem Saison-Höhepunkt ihre Top-Ten-Platzierung von vor zwei Jahren. Schon bei der WM 2017 war sie in diesem Bewerb Achte geworden.

"Ich bin voll zufrieden mit dem heutigen Rennen, auch mit der Platzierung. Es war von Anfang an ein Ausscheidungsrennen", meinte Stadlober. "Ich habe gewusst, es wird hart für mich. Ich habe zwischendurch immer wieder kämpfen müssen. Ich wollte nur noch ins Ziel."

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