Wintersport

Nordische WM: Auch ÖSV-Langlauf-Herren verpassten Sprint-Finale

Von APA
Dominik Baldauf
© GEPA

Das österreichische Langlaufsprint-Quintett ist am Donnerstag zum Auftakt der Nordischen Heim-WM in Seefeld in der Qualifikation hängengeblieben. Lisa Unterweger (44.) und Dominik Baldauf (45.) fehlten in der Qualifikation jeweils 2,77 Sekunden auf die Top 30, die das Viertelfinale erreichten. Luis Stadlober, Tobias Habenicht und Benjamin Moser lagen noch weiter zurück.

Baldauf kam bei Prachtwetter und vor gut gefüllten Tribünen nach einer erst kürzlich überstandener Krankheit nicht an sein gewohntes Niveau heran. "Auf den letzten 300, 400 Metern habe ich gemerkt, es fehlt der letzte Punch auf das, wenn man fit und voll in Form ist. Da bin ich heute einfach gestanden, am Schluss habe ich gemerkt, dass ich ums Überleben kämpfe", meinte der Vorarlberger zur APA. Der Infekt vor einer Woche sei zum ungünstigsten Zeitpunkt aufgetreten. "Es ist bitter, dass es genau bei der Heim-WM gekommen ist". Dennoch rechnet er sich im Teamsprint mit Max Hauke am Sonntag etwas aus. "Es geht sicher von Rennen zu Rennen besser."

Auch Unterweger, die mit dem Einzug in das Viertelfinale spekuliert hatte, fehlten exakt 2,77 Sekunden auf das Weiterkommen. "Ich bin schon sehr enttäuscht. Daheim möchte man natürlich in die Finalläufe. Ich habe alles gegeben, es ist sich trotzdem leider nicht ausgegangen. Drei Sekunden sind schon recht viel", meinte die Steirerin. Sie habe in der ersten Phase nicht gut ins Rennen gefunden, am Material sei es aber nicht gelegen. "Das hat nur mit meinem Körper zu tun, aber bis auf den Start habe ich alles herausgeholt", so die 24-Jährige.

Vor dem Rennen hatte sie sich aus Nervosität mehrmals übergeben müssen. Das passiere ihr auch bei anderen Rennen, erzählte Unterweger. Diesmal sei die Anspannung aber besonders groß gewesen, gestand sie und sprach die Kulisse, den Erwartungsdruck und das ungewohnt große Interesses an ihrer Person von Fans vor Ort und auch in sozialen Medien an.

Stadlober (50.), Habenicht (58.), Moser (59.) rissen im Kampf gegen die Uhr noch größere Rückstände als ihre beiden Teamkollegen auf. Die K.o.-Läufe um die Medaillen standen noch am Donnerstag-Nachmittag auf dem Programm.

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