Wintersport

Sensation! Crosser Hanno Douschan holt Silbermedaille für Österreich bei WM

Von APA
Hanno Douschan
© GEPA

Hanno Douschan hat für einen erfolgreichen Auftakt von Österreichs Snowboardern bei der WM in Park City gesorgt. Im Cross-Finale musste sich der 29-jährige Kärntner am Freitag nur dem US-Amerikaner Mick Dierdorff geschlagen geben und sorgte auch persönlich für einen absoluten Höhepunkt. Douschan hat bisher noch kein Weltcuprennen gewonnen.

Der zweifache Olympiateilnehmer, der 2014 und 2018 auf den Plätzen 10 bzw. 16 landete und bis dato je einen zweiten und dritten Weltcupplatz zu Buche stehen hat, konservierte in Solitude seine gute Form aus der Qualifikation am Donnerstag. Dort war Douschan freilich noch 10. geworden, zugleich aber bester Österreicher. Am Freitag verabschiedete sich von den Qualifizierten Lukas Pachner im Achtelfinale, für Alessandro Hämmerle war im Viertelfinale Endstation. Wegen einer zu engen Passage nach der Startsektion wurde die Finalphase in Vierer- statt in Sechser-Heats ausgetragen.

Hanno Douschan: "Bin so happy"

Douschan, der die laufende WM vor Beginn als seine letzte bezeichnet hatte, profitierte im Halbfinale auch vom Sturz eines Mitkonkurrenten am letzten Hügel und präsentierte sich im Endlauf abgeklärt. Der Südtiroler Emanuel Perathoner und der Spanier Lucas Eguibar hatten das Nachsehen. "Ich bin so happy, ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Ein Traum, der in Erfüllung geht", sagte Douschan im ORF. Ähnlich fühlte sich wohl Christian Galler, der sportliche Leiter für Snowboard im ÖSV. "Endlich wieder eine Cross-Medaille", jubelte Galler über das Ende einer rot-weiß-roten Durststrecke. Zuletzt hatte der im vergangenen September zurückgetretene Markus Schairer 2013 in Kanada Edelmetall geholt.

Bei den Damen war keine Österreicherin am Start, den Sieg holte sich die Tschechin Eva Samkova. Sie triumphierte vor der Britin Charlotte Bankes und Michela Moioli aus Italien. Eine historische Niederlage setzte es für die US-Amerikanerin Lindsey Jacobellis. Fünfmal war sie bisher bei einer WM im Snowboardcross gestartet, fünfmal hatte die 33-Jährige sich den Titel gesichert. Ausgerechnet bei ihren Heim-Titelkämpfen bedeuteten nun das Halbfinale und Rang fünf das Ende der Siegesserie.

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