Wintersport

Gold und Silber für Österreich im WM-Slalom

Von APA
Marcel Hirscher

Nach dem Sieg im Riesentorlauf holt Marcel Hirscher auch Gold im Slalom. Der Österreicher siegt vor Manuel Feller (+0.68) und Felix Neureuther (+0.93).

Marcel Hirscher und Manuel Feller haben am Sonntag die WM in St. Moritz mit einem Doppelerfolg für den Österreichischen Skiverband (ÖSV) ausklingen lassen. Hirscher gewann Slalom-Gold vor dem 24-jährigen Tiroler, für ihn handelt es sich um den größten Erfolg in seiner Karriere. Bronze ging an Felix Neureuther, der im letzten Bewerb der Titelkämpfe die einzige Medaille für Deutschland einheimste.

Hirscher hatte in St. Moritz am Freitag schon Gold im Riesentorlauf geholt, in der Alpinen Kombination den Titel um eine Hundertstelsekunde verpasst und Silber gewonnen. "Dass sich das heute alles ausgeht, Doppelweltmeister, Vize-Weltmeister mit einer Hundertstel Rückstand, alles in allem eine ziemlich peinliche Vorstellung", witzelte Hirscher im ORF-Interview. "Jetzt fahre ich einmal heim und werde es krachen lassen", kündigte er an.

Manuel Feller ganz emotional

Der Salzburger hat nun insgesamt neun WM-Medaillen auf der Habenseite stehen, sechs davon glänzen in Gold. Slalom-Weltmeister war er bereits 2013 in Schladming. Der Annaberger ist der erste Mann seit Alberto Tomba 1996 in der Sierra Nevada (ESP), der bei Weltmeisterschaften sowohl den Riesentorlauf als auch den Slalom gewann. 1989 in Vail war Rudi Nierlich das "Technik-Double" gelungen.

Feller bezeichnete die Medaille als "unglaublich". Am Vortag hatte er noch über Kreuzschmerzen geklagt. "Ich habe eigentlich nicht damit gerechnet, dass ich heute fahren kann", meinte er. Feller war in dieser Saison im Slalom fünfmal nicht ins Ziel gekommen und hatte sich erst beim Nachtslalom in Schladming als Sechster für die Titelkämpfe qualifiziert.

Schwarz und Matt fallen zurück

Nach dem ersten Durchgang hatten drei Österreicher das Feld angeführt. Hirscher lag vor Marco Schwarz und Michael Matt, Feller rangierte auf Platz sieben. Schwarz fiel in der Entscheidung auf den siebenten Endrang zurück, Matt wurde Achter. Henrik Kristoffersen, der mit Hirscher als Topfavorit gegolten hatte, ging in St. Moritz leer aus und machte keine Medaille. Der Norweger, der in dieser Saison im Slalom fünf Weltcup-Siege gefeiert hatte, landete wie im Riesentorlauf auf dem vierten Platz.

Der ÖSV beendet die WM mit insgesamt neun Medaillen auf dem ersten Platz im Medaillenspiegel - wie zuletzt schon 2015 in Vail/Beaver Creek . Neben Hirscher hatte auch Nicole Schmidhofer Gold geholt, die Steirerin gewann den Super-G. Die Silbernen gingen an Feller, Roland Leitinger (RTL) und Stephanie Venier, Bronze durften sich Max Franz (Abfahrt) und Michaela Kirchgasser (Kombination) umhängen lassen.

Das Slalom-Ergebnis im Detail

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung