Fussball

Wiener Derby: Polizei wehrt sich gegen "Anschuldigungen" der Rapid-Fans

Von SPOX Österreich/APA
Die Polizei wehrt sich gegen Rapid-Vorwürfe.
© GEPA

Die Wiener Polizei hat am Montagnachmittag auf die Vorwürfe seitens der Rapid-Fans und der Rechtshilfe Rapid im Rahmen des Einsatzes beim Wiener Derby Stellung bezogen. Mit vereinzelten Auszügen von Videoaufnahmen vom Sonntag versucht die Polizei, ihr hart kritisiertes Vorgehen rechtzufertigen.

"Der Einsatz rund um das Bundesligaspiel zwischen Austria und Rapid , insbesondere die Anhaltung des Fanmarsches, wurde heute einer ersten Evaluierung unterzogen", teilte die Polizei auf Twitter und per Presseaussendung mit. "Um diesen Einsatz nachvollziehbar zu machen und Anschuldigungen zu berichtigen, werden wir Auszüge aus dem Einsatzverlauf veröffentlichen."

Dabei hielt die Exekutive fest, dass es bereits im Vorfeld bei der Anreise zur Generali Arena zu mehreren Zwischenfällen mit gezündeten pyrotechnischen Gegenständen gekommen ist.

"Auf der Laaer-Berg-Straße kam es zu massiver Verwendung pyrotechnischer Gegenstände sowie dem Bewurf angrenzender Häuser, Fenster, Geschäftslokale und unbeteiligter Zivilpersonen", teilte die Polizei mit.

Polizei publiziert Klarstellung: "Polizeifeindliche Parolen" von Fangruppierungen

Auch der Vorwurf des "Bewurfes des Fahrzeugverkehrs auf der Süd-Ost-Tangente" wurde mit Videos dokumentiert, die zum Teil veröffentlicht wurden. "Wie im Video ersichtlich, herrschte auf der A23 reges Verkehrsaufkommen, weshalb - um mögliche schwere Verkehrsunfälle und gefährliche Situationen zu vermeiden - die Sperre beider Fahrtrichtungen veranlasst wurde", so die Polizei.

Die Landespolizeidirektion äußerte sich zu den Vorwürfen, dass Kinder, Familien und gebrechliche Personen stundenlang festgehalten wurden, und hielt in diesem Zusammenhang fest, dass es kurz nach 15.00 Uhr zu einer Anhaltung von über 1.000 Personen kam.

Etwa 40 Minuten darauf erfolgte eine Durchsage per Lautsprecherwagen, bei der die Anwesenden über das weitere Vorgehen seitens der Exekutive informiert worden wären, nämlich eine Identitätsfeststellung und anschließende Wegweisung aus dem Sicherheitsbereich. "Dies hat erneut polizeifeindliche Parolen zufolge. Anwesende führende Fangruppierungen schließen ein Mitwirken für sich und alle anderen Anwesenden aus, weshalb anfänglich nur sehr wenige Personen den Bereich verlassen wollen", hieß es in dem Protokoll.

Auch erneuten Aufrufen zur Mitwirkung wäre nicht nachgekommen worden, jedoch habe sich ein großer Teil der Fans geweigert, sich auszuweisen. Bei diesen Durchsagen sei auch darauf hingewiesen worden, dass Frauen, Kinder sowie gebrechliche Personen "vortreten mögen und bevorzugt behandelt werden". Um 21.55 Uhr - und damit fast sieben Stunden nach der Anhaltung - erfolgte dann schließlich die letzte Identitätsfeststellung, insgesamt wurden 1.338 Personen kontrolliert und erfasst.

Hier geht es zur kompletten Presseaussendung der Landespolizeidirektion Wien.

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