Fussball

Rapid-Trainer Dietmar Kühbauer über Schiedsrichter: "Will nicht wieder darüber diskutieren müssen"

Von APA
Der SK Rapid Wien gastiert in Hartberg.
© GEPA

Rapid steht in der Bundesliga nach der Länderspielpause vor einer äußerst schwierigen Aufgabe. Die auf Rang acht abgerutschten Hütteldorfer haben am Sonntag (17.00 Uhr) zum Abschluss der 15. Runde den zweitplatzierten LASK zu Gast. Die Oberösterreicher sind den Wienern zehn Punkte enteilt und haben daher deutlich weniger Druck als die Elf von Trainer Dietmar Kühbauer.

"Ich muss der Mannschaft keinen Auftrag geben, alle wissen, in welcher Lage wir sind. Unser Ziel ist es bis Winter, möglichst viele Punkte noch zu holen. Das Spiel am Sonntag ist unheimlich wichtig", sagte Rapids Sport-Geschäftsführer Fredy Bickel. Ein Sieg würde auch etwas Ruhe vor der am Montagabend anstehenden Hauptversammlung bringen. "Was am Montag passiert, ist mir momentan wirklich ganz egal", liegt der volle Fokus bei Bickel auf Sonntag.

Die Wiener haben nach der 1:3-Niederlage beim WAC, der ein 2:2-Remis in Altach vorausgegangen war, einiges gutzumachen. "Es wird eine andere Mannschaft zu Werke gehen, als beim letzten Spiel", versprach Kühbauer. Gegen den LASK verlor man zwar das erste Saisonduell knapp mit 1:2, an die jüngsten Liga-Duelle in Hütteldorf erinnert sich Rapidaber gerne zurück. Die Wiener sind da seit zwölf Partien unbesiegt, fünfmal gab es zuletzt nicht einmal ein Gegentor.

Kühbauer: "LASK die kompakteste Mannschaft der Liga"

"Wir haben mit dem LASK einen Gegner vor der Tür, der mit Salzburg den besten Fußball spielt und die kompakteste Mannschaft der Liga ist. Trotzdem wollen wir gewinnen", verlautete Rapids Trainer. Bei den Oberösterreichern erwartet er keine großen Überraschungen. "Ich gehe davon aus, dass sie aggressiv spielen und sehr früh stören wollen", sagte Kühbauer. Aus fußballerischer Sicht wäre seine Truppe jedenfalls über die des LASK zu stellen. "Aber Fußball alleine wird gegen den LASK zu wenig sein, wir müssen auch den Kampf annehmen und jeder muss 100 Prozent abliefern", wusste der 47-Jährige.

Die Trainingseindrücke in der Länderspielpause stimmen ihn zuversichtlich. "Wenn wir so spielen, wie im Training, mache ich mir wenig Sorgen", so Kühbauer. Unter dem Ex-St.-Pölten-Trainer holte Rapidin fünf Partien bisher sieben Punkte - eine durchwachsene Bilanz. Im Allianz Stadion ist Kühbauer aber nach einem 1:0 gegen Mattersburg und einem 2:0 gegen die Admira noch makellos. "Wir wollen diese Serie fortführen", betonte Kühbauer.

Die Linzer haben mit vier ungeschlagenen Spielen in Folge auch eine Serie zu verteidigen. Zuletzt gelang mit dem 5:1-Kantersieg die Rückkehr auf die Liga-Siegerstraße. "Natürlich ist jeder Sieg sehr positiv, vor allem so einer", sagte LASK-Trainer Oliver Glasner. Mit Blick auf die Tabelle geht seine Elf als Favorit ins Spiel. "Darüber habe ich nicht nachgedacht, es ist eigentlich wurscht. Ich weiß nicht, wer, wann, wo Favorit ist", meinte der 44-Jährige. Auch die lange Durststrecke in Wien spiele in der Vorbereitung auf die Partie keine Rolle.

LASK: "Rapid ein fußballerisch sehr guter Gegner"

"Wir stellen uns auf einen fußballerisch sehr guten Gegner ein, der ein bischen eine Up-and-Down-Saison durchmacht, aber sehr gute Spieler und sehr viel Unruhe hat", analysierte Glasner. Das Wellental des Gegners haben die Linzer mitbekommen. "Im Cup haben sie sehr souverän in Wolfsberg gewonnen, jetzt verdient verloren, ich weiß nicht genau, was auf uns zukommt", sagte der LASK-Trainer. Er will sich aber ohnehin mehr mit seiner Truppe beschäftigen: "Wir wissen, dass, wenn wir gut sind und unser Spiel auf den Platz bringen, es für Rapid sicher schwierig wird."

Fraglich war beim zweitbesten Auswärtsteam der Liga noch der Einsatz von Yusuf Otubanjo, der nach überstandener Verletzung nach einem Schlag auf den Oberschenkel neuerlich auszufallen drohte. Christian Ramsebner und der gesperrt gewesene James Holland stehen wieder zur Verfügung. Bei Rapidmeldete sich Maximilian Hofmann zurück.

Kühbauer mit Fingerzeig Richtung Schiedsrichter

Bis Freitagmittag waren 17.200 Karten verkauft. Als Schiedsrichter fungiert Sebastian Gishamer. "In den letzten zwei Spielen waren Entscheidungen gegen uns, ohne die wir wohl drei Punkte mehr gehabt hätten. Dann wären wir jetzt in einer ganz anderen Situation. Deshalb hoffe ich diesmal darauf, dass die Partie ohne Fehlentscheidungen abläuft. Ich will danach nicht wieder darüber diskutieren müssen", verlautete Kühbauer.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung