Fussball

Christian Ebenbauer: Bundesliga war nicht in Pyrotechnik-Vorstoß eingebunden

Von SPOX Österreich
Montag, 12.03.2018 | 20:14 Uhr
Christian Ebenbauer und die Bundesliga waren nicht eingeweiht

Die Ankündigung, die Ausnahmegenehmigungen für Pyrotechnik in Österreichs Fußballstadien aufzuheben, erhitzte vergangene Woche die Gemüter. Auf Seiten der Bundesliga war man vom angekündigten Vorstoß der Politik ebenfalls überrascht.

Auf die Frage, inwiefern die Liga in dieses Vorgehen eingebunden war, meint Bundesliga-Vorstand Christian Ebenbauer im Gespräch mit 90minuten.at: "Überhaupt nicht, wir haben über die Medien davon erfahren." Zwar stünden regelmäßige Meetings mit dem Bundesministerium für Inneres auf dem Programm und auch in der vergangenen Woche habe es Kontakt gegeben, dabei sei Pyrotechnik allerdings kein Thema gewesen.

Positive Erfahrungen mit der Ausnahmeregelung

"Ich finde es bedauerlich, dass die Entscheidung offensichtlich fix ist und wir nicht eingebunden waren. Wir haben seit Jahren einen Kooperationsvertrag zwischen dem Innenministerium, der Liga und dem ÖFB, um gegen illegalen Einsatz von Pyrotechnik vorzugehen und haben im Rahmen dessen auch die Ausnahmegenehmigungen verankert", so Ebenbauer.

Dabei habe man durchaus positive Erfahrungen mit der Ausnahmeregelung gemacht. "Das Beispiel Rapid hat gezeigt, dass die illegale Verwendung von Pyrotechnik seit dem Bestehen der Ausnahmeregelung im neuen Allianz-Stadion um 90% zurückgegangen ist", erklärt Ebenbauer.

Zudem störe ihn, "dass im Fußball im Gegensatz zu anderen Sportveranstaltungen Pyrotechnik mit Gewalt gleichgesetzt wird."

Pyrotechnik-Verbot soll vollzogen werden

Wie der Kurier am vergangenen Freitag berichtet hatte, will der Generalsekretär des Innenministeriums Peter Goldgruber bengalische Feuer aus den heimischen Fußballstadien verbannen.

Pyrotechnik wurde zwar bereits 2010 verboten, seither wurde jedoch ein rechtliches Schlupfloch freigelassen. Per Ausnahmebewilligung wurde den Fans des SK Rapid, der Wiener Austria oder auch jenen des SK Sturm Graz zugestanden, legal zu jeder Zeit in einem bestimmten Korridor Pyrotechnik abzufeuern.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung