Wie Österreichs Euro-Fighter die Gegner einschätzen

Von SPOX Österreich, APA
Freitag, 04.08.2017 | 20:30 Uhr
Europa-League-Playoff
© GEPA
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Am Freitag bekamen Österreichs Vertreter im Europa-League-Playoff zugelost. Die letzte Hürde vor den Fleischtöpfen der Europa League. So schätzen die Austria, Red Bull Salzburg und die Überraschungsmannschaft auf Altach ihre Chancen ein.

Österreichs Fußball-Meister Red Bull Salzburg hat einen weitgehend unbekannten Gegner im Play-off um die Europa League zugelost bekommen. Der aktuelle rumänische Meister Viitorul Constanta wurde erst 2009 aus der Taufe gehoben. Sein herausragendes Merkmal ist jener Mann, der wie zu seiner aktiven Zeit nun abseits des Platzes die Fäden zieht: Gheorge Hagi ist Eigentümer, Präsident und Trainer.

Als Meister stieg Viitorul in der dritten Qualifikationsrunde ein und schlitterte nach einem 1:0-Heimsieg gegen Apoel Nikosia im Rückspiel noch in eine 0:4-Niederlage. "Viitorul kommt, so wie wir, aus der Champions League-Qualifikation, wo sie letztlich nur knapp ausgeschieden sind", meinte Salzburg-Cheftrainer Marco Rose. In der Tat war es am Mittwoch zum Ende der regulären Spielzeit noch 1:0 für den zypriotischen Vertreter gestanden, erst in der Verlängerung fing sich die Hagi-Truppe drei Treffer ein. "Mit Gheorghe Hagi hat Viitorul einen prominenten Clubchef und Trainer. Sonst ist der Club für mich noch eine Unbekannte", brachte Goalie Alexander Walke auf den Punkt, was viele im "Bullen"-Lager am Freitag nach der Auslosung dachten.

Schmidt über Tel Aviv: "Sind wieder der absolute Underdog"

Altachs Gegner Maccabi Tel Aviv dürfte wohl um einiges bekannter sein. "Wir sind wieder der absolute Underdog", betonte Trainer Klaus Schmidt nach der Auslosung am Freitag in Nyon. Das Hinspiel steigt am 17. August auf dem Innsbrucker Tivoli, das Rückspiel dann eine Woche später im 13.600 Zuschauer fassenden Netanya-Stadion.

Dass den Vorarlbergern die Außenseiterrolle bestens liegt, sah man am Donnerstagabend beim verdienten 3:1-Heimsieg über den Vorsaison-Achtelfinalisten aus Belgien. "Das ist ein Wunder. Ein Gegner wie Gent ist eine Nummer in Europa. Altach mit 6.000 Einwohnern - wir sind wie die Gallier", betonte Schmidt, dass ihn sein Team an die berühmte Comicserie Asterix erinnere und ihm ein "unvergessliches Erlebnis" beschert habe. "Wir haben gewusst, dass wir zwei Supertage brauchen, wenn wir nur annähernd eine Chance gegen Gent haben wollen. Und unser Aufstieg war souverän und verdient."

Doch es blieb kaum Zeit diesen sensationellen Erfolg zu feiern. Auch Maccabi war vorerst "nicht mehr als eine Randnotiz", wie der 49-jährige Steirer mit Blick auf das Bundesliga-Heimspiel am Sonntagabend (16.30 Uhr) in Wolfsberg festhielt. "Natürlich freue ich mich, dass wir gegen so eine Mannschaft antreten dürfen, das ist eine interessante Aufgabe. Doch damit ist es für mich erledigt. Auf dem WAC liegt jetzt die absolute Priorität. Wir müssen weiter hackeln und am Sonntag wieder performen. In eineinhalb Wochen beschäftige ich mich dann mit Maccabi", erklärte Schmidt.

Fink gegen Osijek zuversichtlich

Nach dem Derby bekommt es die Austria mit Eindhoven-Bezwinger Osijek zu tun." Sie sind eine starke Mannschaft. Wir haben trotzdem das Vertrauen zu sagen, wir können sie schlagen", gab sich "Veilchen"-Coach Thorsten Fink in einer ersten Reaktion zuversichtlich. "Es ist eine schwere Aufgabe, aber lösbar."

Osijek wurde in der abgelaufenen Saison Vierter im kroatischen Oberhaus. In der Europa-League-Qualifikation überstand der Verein aus dem Osten Kroatiens aber schon drei Runden. Nach Aufstiegen gegen Santa Coloma aus Andorra und den FC Luzern düpierte Osijek auch Eindhoven. Nach einem 1:0 in den Niederlanden setzte sich NK am Donnerstag auch zu Hause mit 1:0 durch.

"Sie haben mit Eindhoven eine Topmannschaft aus dem Weg geräumt, sich auch gegen Luzern durchgesetzt. Sie sind physisch sehr gut und stehen kompakt", erklärte Fink.

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