Fussball

Freistoßtreffer: Valon Berisha versenkt Rapid

Von SPOX Österreich/APA
Valon Berisha sorgte mit seinem Freistoßtor für den Sieg der Bullen bei Rapid

Red Bull Salzburg hat zum Abschluss der 24. Runde der Bundesliga den SK Rapid mit 1:0 besiegt. Valon Berisha sorgte mit seinem wunderbaren Freistoßtor für den entscheidenden Treffer. Die Bullen setzen sich damit an der Tabellenspitze ab, Rapid bleibt im Mittelfeld hängen.

Nach zwei Drittel der Meisterschaft liegt der Titelverteidiger aus der Mozartstadt, der seine jüngsten acht Liga-Spiele allesamt gewonnen hat, bereits sechs Zähler vor dem ersten Verfolger Altach, der am Samstag bei Sturm Graz 0:3 verloren hatte. Rapid steckt dagegen nach der fünften sieglosen Meisterschaftspartie en suite weiter auf Platz fünf im Niemandsland fest.

Schon 15 Punkte fehlen auf dem vom Erzrivalen Austria Wien gehaltenen dritten Rang, der noch zur Europacup-Teilnahme berechtigt. Und bereits nächste Woche droht beim Gastspiel beim Vierten in Graz der Absturz in die untere Tabellenhälfte, da der WAC und die Admira punktegleich mit den Hütteldorfern sind, die seit dem Amtsantritt von Trainer Damir Canadi lediglich zwei von zwölf Pflichtspielen gewonnen haben.

Der Spielverlauf

Die 23.200 Zuschauer im Allianz Stadion erlebten eine kampfbetonte und zerfahrene Partie, in der Topchancen Mangelware waren. Salzburg-Trainer Oscar Garcia überraschte dabei mit der Aufstellung des 19-jährigen Xaver Schlager in der Startelf, womit das Mittelfeld der Gäste einen Altersschnitt von unter 20 Jahren aufwies. Schlager bot eine überzeugende Leistung. Nach dem Abgang von Kapitän Jonatan Soriano, der zu Wochenbeginn nach Peking gewechselt war, fehlte bei den "Bullen" aber die Durchschlagskraft in der Spitze.

Rapid hatte in den ersten 45 Minuten deshalb ein klares Chancenplus, vor allem weil Mario Pavelic auf der rechten Seite viel Platz hatte. Allerdings scheiterte der 23-Jährige mit seinem ersten Weitschuss an Tormann Alexander Walke (31.), der zweite zischte dann am langen Eck vorbei (41.). Auch Stephan Auer probierte es mit einem Versuch aus der Ferne, der jedoch zu zentral ausfiel und von Walke in den Corner abgewehrt wurde (44.).

Ab der 38. Minute mussten die engagiert spielenden Gastgeber ohne Arnor Ingvi Traustason auskommen. Nach einem Foul von Stefan Lainer schied der Isländer mit einer Seitenbandverletzung im rechten Knie aus. Laut ersten Rapid-Informationen dürfte es sich aber nicht um eine ernsthafte Blessur handeln.

Erst nach dem Wechsel folgte die erste nennenswerte Salzburg-Chance: Nach einem Idealspass von Schlager scheiterte Konrad Laimer an Rapid-Schlussmann Tobias Knoflach (54.). Die zweite Möglichkeit auf einen Treffer nutzte dann Berisha mit seinem Lehrbuch-Freistoß eiskalt zum Goldtor. Im Finish schlug ein weiterer Pavelic-Gewaltschuss aus rund 20 Metern knapp über dem Kreuzeck ein - es war die beste Ausgleichschance. Auf der Gegenseite ließ Dimitri Oberlin nach einem Konter das 2:0 aus (93./drüber).

Stimmen zum Spiel

Damir Canadi (Rapid-Trainer): "Wir haben die ersten 10, 15 Minuten gebraucht, bis für das Spiel bereit waren. Dann sind wir hineingewachsen und hatten in der ersten Hälfte eine gute Balance zwischen Offensive und Defensive und den einen oder anderen guten Rückraumschuss. Wenn Salzburg in der ersten Hälfte keinen Torschuss hat, weiß man auch um die Leistung von Rapid. In der zweiten Hälfte hatten wir gute Ballstafetten. Was wir uns vorwerfen müssen ist, dass der letzte Ball oft nicht gekommen ist. Es war wichtig zu sehen, dass wir auch gegen Tabellenersten so ein Tempo gehen können. Wir werden die Mannschaft wieder aufrichten und wollen im nächsten Spiel dort anschließen, wo wir heute aufgehört haben."

Stefan Schwab (Rapid-Kapitän): "Um die gute Leistung können wir uns nichts kaufen. Wir haben alles reingeworfen, ich denke an fehlender Leidenschaft oder fehlendem Willen hat es nicht gelegen. Die Niederlage heute war nicht verdient. Wir belohnen uns nicht, müssen hier in Führung gehen. Wir brauchen den Dosenöffner, damit auch wieder Selbstvertrauen in die Mannschaft kommt."

Oscar Garcia (Salzburg-Trainer): "Das war heute möglicherweise das beste Spiel von Rapid in der ganzen Saison. In der ersten Hälfte war Rapid definitiv besser, aber wir haben gut verteidigt. In der zweiten Hälfte haben wir einiges geändert und viel besser gespielt. Wir hatten drei klare Chancen und haben wenig zugelassen. Es war eine starke Leistung von uns."

Alle Infos zu SK Rapid Wien - Red Bull Salzburg

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung