Frauen-EM: ÖFB-Elf träumt nach unglaublichem Erfolg von mehr

ÖFB-Elf jubelt: "Das ist ein bisschen wie ein Traum"

Von APA
Donnerstag, 27.07.2017 | 09:04 Uhr
Die ÖFB-Damen dürfen bei der Frauen-EM weiter jubeln
Advertisement
Serie A
Corinthians -
Gremio
Ligue 1
St. Etienne -
Montpellier
Premier League
West Ham -
Brighton
J1 League
Kobe -
Tosu
A-League
Sydney FC -
Sydney Wanderers
Primera División
Levante -
Getafe
Premier League
Chelsea – Watford
Premier League
Huddersfield -
Man United
Primera División
Real Betis -
Alaves
Ligue 1
Monaco -
Caen
Serie A
Sampdoria -
Crotone
Premier League
Southampton -
West Brom
Primera División
Valencia -
Sevilla
1. HNL
Hajduk Split -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Amiens -
Bordeaux
Ligue 1
Angers -
Toulouse
Ligue 1
Metz -
Dijon
Ligue 1
Nantes -
Guingamp
Ligue 1
Rennes -
Lille
Premier League
Man City -
Burnley (DELAYED)
Primera División
Barcelona -
Malaga
Serie A
Neapel -
Inter Mailand
Primeira Liga
Porto -
Pacos Ferreira
Premier League
Stoke -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Crystal Palace (Delayed)
Primera División
Villarreal -
Las Palmas
Eredivisie
PSV – Heracles
Serie A
Chievo Verona -
Hellas Verona
Championship
Ipswich -
Norwich
CSL
Evergrande -
Guizhou
Eredivisie
Feyenoord -
Ajax
Premier League
Everton -
Arsenal
Ligue 1
Nizza -
Strassburg
Serie A
Atalanta -
Bologna
Serie A
Benevento -
Florenz
Serie A
AC Mailand -
Genua
Serie A
SPAL -
Sassuolo
Serie A
FC Turin -
AS Rom
Premier League
ZSKA Moskau -
Zenit
Primera División
Celta Vigo -
Atletico Madrid
Ligue 1
Troyes -
Lyon
Premier League
Tottenham -
Liverpool
First Division A
Anderlecht -
Genk
Serie A
Udinese -
Juventus
Premier League
Dynamo Kiew -
Schachtjor Donezk
Primera División
Leganes -
Bilbao
Super Liga
Roter Stern Belgrad -
Lucani
Primera División
Real Madrid -
Eibar
Serie A
Lazio -
Cagliari
Serie A
São Paulo -
Flamengo
Ligue 1
Marseille -
PSG
Allsvenskan
Malmö -
AIK
Primera División
Real Sociedad -
Espanyol
Primera División
La Coruna -
Girona
Copa del Rey
Saragossa -
Valencia
Serie A
Inter Mailand -
Sampdoria
League Cup
Arsenal -
Norwich
League Cup
Leicester -
Leeds
League Cup
Swansea -
Man United
League Cup
Man City -
Wolverhampton
Copa del Rey
Murcia -
Barcelona
Copa Libertadores
River Plate -
Lanus
Serie A
Atalanta -
Hellas Verona
First Division A
Genk -
Brügge
Serie A
Bologna -
Lazio
Serie A
Cagliari -
Benevento
Serie A
Chievo -
Milan
Serie A
Florenz -
FC Turin
Serie A
Genua -
Neapel
Serie A
Juventus -
SPAL
Serie A
AS Rom -
Crotone
Serie A
Sassuolo -
Udinese
Premiership
Aberdeen -
Celtic
League Cup
Chelsea -
Everton
League Cup
Tottenham -
West Ham
Coupe de la Ligue
Strasbourg -
Saint-Etienne
Copa del Rey
Elche -
Atletico Madrid
Copa Libertadores
Barcelona SC -
Gremio
Copa Sudamericana
Fluminense -
Flamengo
Copa del Rey
Fuenlabrada -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Nizza
Championship
Leeds -
Sheffield Utd
A-League
Adelaide Udt – Melbourne City
Primera División
Alaves -
Valencia
Premier League
Man Utd -
Tottenham
Premiership
Hearts -
Rangers
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Premier League
Liverpool -
Huddersfield
Championship
Cardiff -
Millwall
Primera División
Sevilla -
Leganes
Ligue 1
Bordeaux -
Monaco
Serie A
Milan -
Juventus
Premier League
Bournemouth -
Chelsea
Primera División
Atletico Madrid -
Villarreal
Championship
Hull -
Nottingham
Ligue 1
Caen -
Troyes
Ligue 1
Dijon -
Nantes
Ligue 1
Guingamp -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Rennes
Ligue 1
Strasbourg -
Angers
Premier League
Arsenal -
Swansea (DELAYED)
Primera División
Bilbao -
Barcelona
Serie A
AS Rom -
Bologna
Primeira Liga
Boavista -
Porto
Premier League
Watford -
Stoke (Delayed)
Premier League
West Bromwich – Man City (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
West Ham (Delayed)
CSL
Hebei -
Guangzhou Evergrande
J1 League
Kofu -
Kobe
Primera División
Getafe -
Real Sociedad
Eredivisie
Vitesse -
Eindhoven
Serie A
Benevento -
Lazio
Championship
Birmingham -
Aston Villa
Premier League
Zenit -
Lok Moskau
First Division A
Brügge -
Sint-Truiden
Premier League
Brighton -
Southampton
Ligue 1
Lyon -
Metz
Serie A
Crotone- Florenz
Serie A
Neapel -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
Chievo
Serie A
SPAL -
Genua
Serie A
Udinese -
Atalanta
Primera División
Girona -
Real Madrid
Ligue 1
Toulouse -
Saint-Etienne
Premier League
Leicester -
Everton
Primera División
Eibar -
Levante
Serie A
Ponte Preta -
Corinthians
Primera División
Malaga -
Celta Vigo
Serie A
FC Turin -
Cagliari
Ligue 1
Lille -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Belgrano
Serie A
Hellas Verona – Inter Mailand
Premier League
Burnley -
Newcastle
Primera División
Espanyol -
Real Betis
Primera División
Las Palmas -
La Coruna

3:0-Gewinner gegen Island, Viertelfinalist, Gruppe-C-Sieger: Die Erfolgsgeschichte von Frauen-EM-Turnierdebütant Österreich ist seit dem souveränen Auftritt am Mittwoch in Rotterdam wieder um ein paar Kapitel reicher. Ein Ende des ÖFB-Märchens ist nicht unbedingt absehbar, durch Platz eins vor Frankreich verbesserte sich auch die Ausgangslage für die K.o.-Phase.

"Es ist ein großartiger Tag für den Frauenfußball und den gesamten Fußball in Österreich", betonte ÖFB-Teamchef Dominik Thalhammer. Er sei sehr stolz auf das gesamte Team, den Sprung unter die besten acht Teams Europas geschafft zu haben. Gemeinsam habe man vor einigen Jahren begonnen. "Die Spielerinnen haben daran geglaubt, hierher zu kommen. Dass sie dann auch noch so spielen, ist einfach unglaublich", lobte der gebürtige Wiener seine Truppe.

Der 46-Jährige gilt als Vater des Erfolgs. In der Stunde des Triumphes wollte er sich aber nicht in den Mittelpunkt stellen. "Es braucht immer Leute, ein Team, das open-minded ist, bereit, Ideen und Visionen zu folgen. Das ist hier der Fall. Es ist eine tolle Sache", gab Thalhammer das Lob weiter. Sein eigener Anteil am Erfolg sei schwer zu beurteilen.

Mannschaftsbus wurde zum Partybus

Seine Spielerinnen feierten noch lange nach dem erlösenden Abpfiff im Sparta-Stadion mit den mitgereisten Fans. "Nina Burger Superstar", "I am from Austria" und Co. wurden mehrmals angestimmt, ehe der "Partybus" wieder ins Rollen kam. "Wir sind bekannt dafür, dass, wenn wir ein gutes Spiel abliefern, gerne einmal im Bus die Sau rauslassen", gab Stürmerin Nicole Billa Einblick.

Ungeschlagen mit sieben Punkten an der Tabellenspitze, den Weltranglistendritten Frankreich (5) distanziert. "Wenn mir das vorher jemand gesagt hätte, hätte ich ihm gesagt, er spinnt", gab Defensivspielerin Sarah Puntigam zu. Für sie und ihre Kolleginnen war der Erfolg schwer zu realisieren.

"Es ist noch ein bisschen wie ein Traum. Das hätte ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht vorstellen können", gestand die von der UEFA zur Spielerin des Spiels gewählte Burger. Mit ihrem 48. Länderspieltor machte die ÖFB-Rekordtorschützin kurz vor der Pause mit dem 2:0 (44.) alles klar. Es ist ihr Turnier, hatte sie doch gegen die Schweiz das EM-Märchen bereits eingeleitet. Auch damals war sie Kapitänin.

Die 29-Jährige kam beim 2:0 nach Sarah Zadrazil noch leicht an den Ball, deshalb wurde ihr der Treffer gutgeschrieben. "Eineinhalb Tore beim Comeback ist schon super, aber es ist nebensächlich, Hauptsache wir haben gewonnen", gab die nach ihrer Verletzungspause stark zurückgekehrte Zadrazil preis. Die Potsdam-Legionärin traf in Minute 36, Stefanie Enzinger (90.) sorgte mit ihrem ersten ÖFB-Treffer für den Schlusspunkt.

Welcher Gegner wartet im Viertelfinale

Der ÖFB-Auftritt machte Lust auf mehr. Von Nervosität war von Beginn an keine Spur, Unbehagen gab es nur bei kleinen Unsicherheiten, die Isländerinnen kamen aber kaum gefährlich zum Abschluss. Nach der Pause konnte sich die ÖFB-Auswahl den Luxus leisten, einen Gang zurückzuschalten.

Für den weiteren Turnierverlauf könnte das nicht unrelevant sein. Die ÖFB-Truppe spielt am Sonntag gegen den Zweiten der Gruppe D, aller Voraussicht nach Spanien, das am Donnerstagabend noch gegen Schottland den Aufstieg fixieren musste und daher einen Tag weniger Pause hat.

Der EM-Traum des ÖFB-Teams könnte auch deshalb länger anhalten. "Wir haben bei dem Turnier gesehen, dass der Schmetterling fliegen kann und ich hoffe, er fliegt noch einige Tage länger", hat auch Thalhammer noch nicht genug. "Träumen dürfen wir", ergänzte Offensivspielerin Laura Feiersinger, die zugab: "Wir haben gewusst, dass wir stark sind und haben geliebäugelt mit dem Viertelfinale, aber es nach außen hin gut versteckt."

Positiv stimmt für den weiteren Turnierverlauf die personelle Situation. Erstmals dürfte es vor dem Viertelfinale keine Fragezeichen geben. Zadrazil und die in der Schlussphase eingewechselte Viktoria Schnaderbeck bestanden den Härtetest.

"Im Viertelfinale ist das Niveau schon so extrem hoch, dass es ganz egal ist, wer kommt. Es wird eine extrem schwere Aufgabe", ist sich Zadrazil bewusst. Die Erleichterung, dem prognostizierten Gruppe-D-Sieger England mit hoher Wahrscheinlichkeit vorerst entgangen zu sein, war den meisten aber anzumerken.

ÖFB-Team will am Boden bleiben

Läuft am Donnerstag alles nach Plan, könnte es gegen den Favoriten erst am 6. August im Finale in Enschede gehen. Davor würde am 3. August in Breda Titelverteidiger Deutschland oder Dänemark warten. "Was uns ausgezeichnet hat, ist Bodenständigkeit. Jetzt ans Finale zu denken, wäre unrealistisch", sagte Torfrau Manuela Zinsberger. Trotz der sensationellen Gruppenphase werde man "nicht übers Ziel hinausschießen".

Das hat das Team bisher auch ausgezeichnet. "Wir werden das jetzt auch wieder gut schaffen, weil wir es bis jetzt auch immer gut hinbekommen haben", glaubt Zadrazil nicht daran, dass jemand abhebt. Trotz eines ausgelösten "Megahypes" in der Heimat. Von dem bekommen Zadrazil und Co. in Wageningen wenig mit.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung