So werden Fußballfans zu Kunden

Von SPOX Österreich
Montag, 14.08.2017 | 11:00 Uhr
Fußballfans freuen sich über Geschenke, die zu ihrer Leidenschaft passen.
© damonify (CC0-Lizenz)/ pixabay.com
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Damit das eigene Unternehmen über Jahrzehnte hinweg am Markt existieren kann, braucht es mehr als nur gute Produkte oder Dienstleistungen. Auch die Kommunikation mit dem Kunden entscheidet darüber, wie sympathisch das Unternehmen wirkt.

Mit dem richtigen Mix lassen sich sowohl neue als auch alte Kunden leichter davon überzeugen, dem Unternehmen dauerhaft treu zu bleiben. Fußball als emotionsbehaftete Sportart vereint zahllose Fans auch in Deutschland auf sich. Wer sich diesen Sport zu nutze macht, spricht eine große Zielgruppe an.

Werbegeschenke für echte Fans

Schon seit Jahren zählen Werbegeschenke zu den beliebtesten Marketing-Instrumenten. Sie lassen sich auf Messen, Volksfesten und auch im alltäglichen Geschäftsleben einsetzen und sorgen in aller Regel für positive Gefühle. Fußballfans mit Werbegeschenken anzusprechen, kann sich lohnen. So zeigt auch eine Umfrage, dass rund 24,9 Prozent der Teilnehmer großes Interesse an Fußball haben, während sich 20,46 Prozent immerhin gemäßigt interessieren. Auf die eigene und potenzielle Kundschaft übertragen können mit fußballerisch angehauchten Werbegeschenken also rund ein Viertel aller Menschen sehr positiv angesprochen und ein Fünftel gewinnbringend aufmerksam gemacht werden.

Sollen Fußball und Werbegeschenke zusammentreffen, braucht es jedoch etwas Einfallsreichtum. Auch wenn es in Fanshops bereits fertig bedruckte Kugelschreiber gibt, übersteigt der Einzelpreis meist das unternehmerische Budget. Sinnvolle Geschenke für Kunden können Unternehmer jedoch auch selbst entwerfen. Mit

  • Kugelschreibern in Vereinsfarben
  • Stofftaschen mit einem passenden Spruch
  • Sitzkissen für das Stadion
  • und kleinen Lunchboxen für das nächste Auswärtsspiel

greifen Unternehmer tief in die Trickkiste und überzeugen durch Originalität.

Gleiches gilt auch für Kalender als Werbegeschenk. Jeder eingefleischte Fußballfan will die wichtigsten Termine der aktuellen Saison stets bei sich tragen, um nicht versehentlich eine Grillparty zu planen, wenn der Lieblingsverein im Heimstadion auf dem Rasen steht. Taschenkalender, die farblich zum ausgewählten Verein passen, erfüllen daher eine wichtige Funktion und entfalten ihre Werbewirkung bis zu einem Jahr lang.

Das Geschehen im Blick behalten und mit Aktionen verbinden

Sich auf Werbegeschenke alleine zu konzentrieren, verspricht zwar erste Erfolge, bildet jedoch noch kein umfangreiches Konzept. Wer Fußball als Thema in die persönliche Philosophie einbauen möchte, sollte das Thema zum festen Bestandteil der täglichen Arbeit machen. Schließlich passiert im Fußball viel. Vereine treffen sich zu Derbys, es werden Abstiegs- und Aufstiegskämpfe ausgefochten und Neuzugänge gefeiert. Jedes dieser Ereignisse lässt sich perfekt nutzen, um die ohnehin emotionale Ausgangssituation für das eigene Unternehmen zu nutzen.

Damit dies gelingt, sollten Unternehmer das aktuelle Geschehen, beispielsweise in der Bundesliga, mehrmals wöchentlich auf spannende Neuigkeiten überprüfen. Steht ein besonders wichtiges Spiel an oder hat der ausgewählte Verein einen großartigen Sieg zu verzeichnen, lohnen sich spontane Aktionen für Kunden. So könnten Unternehmen pro geschossenem Tor mit Rabatten oder Coupons locken, bei einem Sieg einen Artikel verschenken oder auch im Falle einer Niederlage mit Trost-Goodies locken. In jedem Fall erkennt die Kundschaft so, dass sich das Unternehmen für ihre Leidenschaft interessiert und es entsteht eine freundschaftliche und starke Bindung.

Neutral bleiben oder Partei ergreifen?

Das ist die Frage aller Fragen. Ob das eigene Unternehmen sich für einen bestimmten Verein stark macht, oder Fußball im Allgemeinen thematisiert, kann über Wohl und Wehe aller Bestrebungen entscheiden. Schließlich gibt es auch im Fußball Rivalitäten, die manchen Kunden trotz cleverer Aktionen schnell vergraulen können. Klassische Feindschaften sollten Unternehmer daher kennen und besonders behutsam mit ihnen umgehen. Zu den wohl brisantesten Kombinationen gehören Gegenüberstellungen von Vereinen wie

  • SV Darmstadt 98 und Kickers Offenbach
  • Bayer Leverkusen und 1. FC Köln
  • Hertha BSC und Schalke 04
  • FC Ingolstadt und FC Augsburg
  • sowie Werder Bremen und Hamburger SV.

Gerade für lokal ansässige Unternehmen kann es von größter Bedeutung sein, den eigenen Verein zu unterstützen und sich nicht versehentlich für den Erzfeind stark zu machen. Wirbt ein Unternehmen in Darmstadt also mit tollen Rabatten beim nächsten Sieg der Kickers Offenbach, ist Empörung sicher.

Auch Unternehmen, die in mehreren deutschen Städten Filialen haben, sollten Rivalitäten im Fußball berücksichtigen. Hier lohnt es sich, besondere Aktionen und Werbegeschenke an die jeweilige Stadt anzupassen und so Sympathiepunkte zu sammeln Vorsicht ist jedoch in Sachen Glaubwürdigkeit geboten, wenn es um rivalisierende Städte geht. Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt, um die Wut der Fans nicht auf das eigene Unternehmen zu übertragen.

Auch die Familien eingefleischter Fans ansprechen

Eines ist klar: Nicht immer sind ganze Familien begeisterte Fußballfans. In besonders vielen Fällen gehen meist Väter und Söhne zum Fußball, während Mütter und Töchter die Spielzeit für andere Aktivitäten nutzen. Clevere Unternehmer machen sich auch diesen Umstand zu nutze. Gehen weniger fußballinteressierte Familienmitglieder während eines Heimspieles in die Stadt oder ein Einkaufszentrum, sind zeitlich begrenzte Spontanaktionen häufig von Erfolg gekrönt.

So könnte ein Unternehmen die neunzig Minuten eines Spiels zur "Happy Hour" machen und mit Rabatten locken. Auf diese Weise lassen sich auch diejenigen ansprechen, die im alltäglichen Leben kaum Interesse an Fußball haben.

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