Eishockey

EBEL: Vienna Capitals-Trainer Dave Cameron: "Wir haben eine gute Idee, wie der KAC spielen wird"

Von APA
EBEL
© GEPA

Die Vienna Capitals empfangen am Sonntag im Auftaktspiel der "best of seven"-Finalserie der Erste Bank Eishockey Liga Rekordmeister KAC. Während es für den Grunddurchgangssieger aus Wien um die dritte Meisterwürde nach 2005 und 2017 geht, peilen die Klagenfurter ihren bereits 31. Titel an, den ersten seit 2013, als man die Caps mit einem 4:0-"sweep" vom Eis gefegt hatte.

Vor zwei Jahren revanchierten sich die Cracks aus der Bundeshauptstadt für dieses Endspiel-Debakel und schlossen ihren perfekten Play-off-Lauf mit einem 4:0-Finaltriumph über die Rotjacken ab. Auch beim ersten Titel 2005 hatte es ein Duell mit dem KAC gegeben, damals ging die Serie aber über die volle Distanz von sieben Partien. Ansonsten standen sich diese beiden Teams bisher in keiner anderen Play-off-Phase gegenüber.

"Ich kenne den KAC in- und auswendig, und wir haben auch schon analysiert, ob sie im Play-off anders spielen als im Grunddurchgang. Das schaut ziemlich gleich aus. Wir haben eine gute Idee, wie der KAC spielen wird", erklärte Caps-Trainer Dave Cameron nach dem 3:1-Heimsieg am Freitagabend gegen Vorjahresmeister Salzburg, der damit die Serie 3:4 verlor. "Ich habe selbst schon viele Spiele sieben erlebt, aber noch nie so eine enge Serie", betonte der 60-jährige Kanadier mit NHL-Erfahrung.

Ungleiche Vorzeichen: Ausgeruhte Klagenfurter, Caps im Rhythmus

Der KAC hatte nach dem klaren 4:0-Erfolg in der Serie gegen die Graz 99ers eine Woche länger Pause als die Wiener, für die deshalb am Samstag nur Regenerationstraining und Videostudium auf dem Programm stand. Die Coaches hatten noch in der Nacht vorbereitet, was sie den Spielern zeigen wollten. "Ich sehe das nicht unbedingt als Nachteil. Wir werden ein bisschen müder sein als der KAC, das ist klar", meinte Capitals-Flügelstürmer Peter Schneider. "Aber wir werden mit mehr Elan reinkommen. Es ist nicht so leicht, wenn man eine Woche freihat und nicht spielt und der Gegner kommt mit vollem Schwung. Wir müssen von Anfang an voll Druck auf sie machen", forderte der 28-Jährige.

KAC-Stürmer Stefan Geier stieg am Samstagnachmittag "mit einem guten Gefühl" in den Teambus nach Wien und erwartete eine "hart umkämpfte Partie" in der Erste Bank Arena in der Donaustadt. "Wir haben eine lange Pause gehabt, das können wir hoffentlich zu unserem Vorteil nutzen. Wir werden von Anfang an hart draufgehen", versprach der 31-Jährige. Bei den Kärntnern kehrt Stürmer Johannes Bischofberger, der verletzungsbedingt die jüngsten fünf Spiele verpasst hatte, in das Line-up zurück. Dafür fallen Kapitän Manuel Geier (nach Kniescheibenbruch) und Philipp Kreuzer (Oberkörperblessur) für die gesamte Serie aus.

"Zwei Schlachten liegen hinter uns, die dritte steht bevor. Wir treffen in der Finalserie auf einen sehr starken Gegner, der voll im Rhythmus steht und aus dem gewonnenen Spiel sieben am Freitag positiven Flow mitgenommen hat", meinte KAC-Headcoach Petri Matikainen zur Ausgangslage. "Unsere Vorbereitung auf die Begegnungen mit den Capitals war gut, wir wissen sehr genau, was wir machen müssen, um erfolgreich zu sein."

In der laufenden Saison trafen die beiden Finalisten bereits sechsmal aufeinander, wobei die Caps vier Siege feierten. Die jüngsten beiden Duelle in der Pick Round gewannen die Wiener jeweils mit 4:1. Wie wichtig ein Auftaktsieg ist, zeigt der Blick auf die jüngsten zehn Play-off-Serien mit KAC-Beteiligung: Gleich in neun Fällen setzte sich am Ende der Gewinner des ersten Spiels durch.

 

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