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MySpox NBA Line der Woche


Gründer: MGoedderz | Mitglieder: 753 | Beiträge: 184
06.10.2012 um 16:23 Uhr
Geschrieben von phil376
Preview: Cleveland Cavaliers
Byron Scott`s Kindergarten

Kyrie Irving bricht sich die Hand beim Schlag gegen die Polsterung an der Hallenwand, mit Draft Pick Nr. 4 holt man völlig überraschend Dion Waiters, der dann auch noch völlig außer Form bei der Summer League auftaucht und die größte Verpflichtung der Free Agency ist Jazz Swingman CJ Miles. Man könnte meinen in Cleveland will man gar nicht Ernst genommen werden, aber was in den Ohren Außenstehender nach einem schlechten Sommer klingt ist eigentlich genau das was man sich in Cleveland vorgestellt hat. Zwar wurde die Summer League nach Irving`s überragenden Auftritten gegen Team USA nicht zur "Kyrie Irving Show", aber nachdem was man letzte Saison von Kyrie gesehen hat und die wenigen guten Momente von Waiters in der Summer League sind Grund genug sich auf die kommende Saison zu freuen.



Was ist neu?

Veteranen wie Antawn Jamison (36) und Anthony Parker (37) haben das Team verlassen, die ältesten Spieler im Team heißen jetzt Anderson Varejao (30) und Daniel Gibson (26). Neu im Team sind dafür die vielversprechenden Rookies. Beim Draft holte man mit Pick #4 Shooting Guard Dion Waiters, der neben Irving starten soll und mit ihm einen jungen hungrigen talentierten Backcourt bildet.

Zu diesem Zeitpunkt im Draft waren auch noch Spieler wie Thomas Robinson (Kings) oder Harrison Barnes (Warriors) verfügbar, doch Byron Scott und GM Chris Grant waren so begeistert von Waiters, das sie nicht mal ein Workout brauchten um den vierten Pick im Draft für ihn zu opfern. Scott ließ sogar verlauten, dass Waiters nach Anthony Davis für ihn der Zweitbeste Spieler im Draft war und ihn von der Spielweise an Dwyane Wade erinnert. Chris Paul und Dwyane Wade im selben Backcourt? Klingt verlockend, ist aber wahrscheinlich eher Wunschdenken vieler Cavs Fans. Mit Pick #17 kam Center Tyler Zeller, der zwar etwas weniger Talent als Waiters mitbringt, dafür aber sofort in der NBA Fuß fassen könnte. Nach vier Jahren UNC soll er jetzt Anderson Varejao`s Backup werden. In der Summer League bewies er bereits das er für Byron Scott`s hohes Tempo perfekt geeignet ist und vielleicht den ein oder anderen überraschen könnte.

Um die Position des Backup Point Guards bewirbt sich Jeremy Pargo, der von den Grizzlies kommt und sich mit Donald Sloan um die Minuten streiten darf. Der 25 jährige CJ Miles bringt bereits 8 Jahre NBA und Playoff Erfahrung mit und dürfte sich als nützliche Ergänzung von der Bank auf der 2 und 3 beweisen. Power Forward Jon Leuer deutete zu Beginn seiner Rookie Season mit den Bucks sein Potenzial an, wusste aber gegen Ende der Saison nur noch selten zu überzeugen. Keiner dieser Spieler dürfte einen direkt vom Hocker hauen, jeder bringt allerdings einiges an Potenzial mit und wird in Cleveland auf jeden Fall seine Chance bekommen den nächsten Schritt zu gehen. Außerdem: Kelenna Azuibuike, der am Draft Day aus Dallas kam, ist wieder bei 100% und könnte sich als Glücksgriff erweisen wenn er zu alter Form findet.

Umfeld

Dan Gilbert hat sich diesen Sommer zurückgehalten und ausnahmsweise nicht für negativ Schlagzeilen gesorgt. So ist er wahrscheinlich einer der besten Owner der Liga, denn Gilbert ist bereit alles für den Erfolg und sein Team zu geben. Byron Scott und Chris Grant arbeiten weiterhin auf sehr hohem Level an dem Plan die Cavs zu den Thunder 2.0 zu machen. Über den Draft will man sich hocharbeiten und nimmt dafür schlechte Jahre in Kauf. In der Free Agency hält man sich zurück und setzt auf finanzielle Flexibilität um dann zuzuschlagen wenn das Team bereit ist anzugreifen.

Stärken

In den letzten beiden Jahren war es noch unheimlich schwer hier überhaupt etwas zu schreiben, aber nach Irving`s Rookie Season haben viele in Cleveland wieder angefangen zu hoffen. Der neue Heilsbringer könnte mit Dion Waiters einen schnellen unterhaltsamen Backcourt bilden, von dem das ein oder andere Team im Rebuild nur träumen kann. Beide sind in der Lage den Korb zu attackieren und nicht nur für sich selbst, sondern auch für die Mitspieler Würfe zu kreieren. Wenn das nur annähernd so gut funktioniert wie es auf dem Papier klingt, dann dürfte zumindest offensiv mehr Schwung als letzte Saison drin sein. Mit Alonzo Gee, CJ Miles, Tristan Thompson oder Tyler Zeller hat man viele Spieler die von einer hohen Pace profitieren und das Tempo der Guards mitgehen können.

Schwächen

Hier gibt es einige offene Fragen. Wer ersetzt in der Offense den abgewanderten Antawn Jamison? Können Spieler wie Kyrie Irving, Daniel Gibson oder Anderson Varejao eine Saison ohne Verletzung überstehen? Kann Dion Waiters das Vertrauen zurückzahlen? Wer macht Punkte wenn Irving nicht auf dem Feld steht? Und natürlich: Wen kann diese junge Truppe verteidigen? Vorallem der offensiv beeindruckende Backcourt Irving/Waiters ist defensiv eine Schwachstelle. Wer laufen will muss in der Regel erst einmal hinten den Rebound holen, daran scheiterte schon letzte Saison oft der Plan das Tempo anzuziehen. Von der Bank kommt ebenfalls nicht viel: Daniel Gibson, CJ Miles und Tyler Zeller sind die ersten Spieler von der Bank, aber ob das reicht um in der NBA zu bestehen?

Spieler im Fokus: Tristan Thompson

Auch Tristan Thompson war letzten Sommer zur Verwunderung vieler an #4 gedraftet worden. Der athletische 2.06 große Power Forward muss diese Saison zeigen, das er den Pick wert war. Laut Coach Scott war es Thompson der im Sommer am härtesten gearbeitet hat und nun seine Rolle als Starting Power Forward erfüllen soll. Letzte Saison startete Thompson nach Varejao`s Verletzung viele Spiele als Center und sammelte wetvolle Erfahrung in Duellen mit den Dwight Howard`s und Andrew Bynum`s dieser Welt. Thompson schlug sich trotz der körperlichen Nachteile beachtlich und soll jetzte beweisen das er nicht nur ein Tier am Brett ist, sondern auch offensiv eine Option. Angeblich soll Thompson sogar an seinem Jumpshot gearbeitet haben, letzte Saison hatte dieser seinen Namen nicht verdient.


Fazit:

Von Platz 13 knapp vor den Magic bis Platz 8 und einer Playoff Serie gegen die Heat scheint alles möglich. Man darf nicht vergessen, dass die Cavs schon letzte Saison bis zur Verletzung von Varejao und dem Trade von Ramon Sessions nach LA mitten im Kampf um Platz 8 waren. Es ist allerdings fraglich ob die Playoffs nicht noch zu früh kommen. Zwar sind alle wieder heiß auf die Playoffs, aber man ist noch mindestens zwei Jahre Entwicklung der jungen Spieler, einen Lottery Pick und eine große Verpflichtung in der Free Agency davon entfernt als Contender zu gelten. Und schließlich will man sich in der ersehnten Playoff Serie gegen die Heat keinen Sweep einfangen, sondern um die Krone der Eastern Conference spielen ...

Aufrufe: 8291 | Kommentare: 25 | Bewertungen: 27 | Erstellt:06.10.2012
ø 8.0
KOMMENTARE
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peace0104
11.10.2012 | 11:27 Uhr
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peace0104 : 
11.10.2012 | 11:27 Uhr
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peace0104 : 
Wenn alle Spieler fit bleiben, haben sie sicherlich das Potenzial für Platz 8 und das Erstrunndenaus gegen die Heats. Denke aber das sie am Ende auf #11 zu finden sind. In 2-3 Jahren werden sie dann aber glaube ich in die PO kommen....


zum Blog: ganz gut geschrieben.,aber ich hätte bei der Bank 1 mehr gegeben.
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LeFab
09.10.2012 | 18:33 Uhr
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LeFab : 
09.10.2012 | 18:33 Uhr
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LeFab : 
toller block!
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duderino11
09.10.2012 | 08:19 Uhr
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duderino11 : 
09.10.2012 | 08:19 Uhr
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duderino11 : 
@phil: ja habs heute morgen gesehen, das er gegen siena gespielt hat. dachte er pausiert noch etwas. seinen wurf muss er aber noch finden, nur 1-7FG.
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Raz
09.10.2012 | 03:38 Uhr
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Raz : 
09.10.2012 | 03:38 Uhr
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Raz : 
Bei Sloan kannst du immer noch auf eine gigantische Erfahrung verweisen, die sonst kein Trainer der Liga hat, außerdem ein paar nicht zu verachtende Erfolge (1000 Siege, 2x Finals, ....). Bei Scott nicht. Im Gegenteil, ich les hier immer noch kein Argument, das eine solche Wertung legitimiert.

Del Negro ist das krasse Gegenteil, er hat ein sehr gutes Team, das seine Schwächen kaschiert, aber auf Dauer wird es das auch nicht schaffen. Nur: Solange der (noch) Spiele gewinnt, hat er Recht. Solange Scott keine gewinnt (392-463), darf man ihn nicht zur Elite der Trainer zählen.
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Mutu77
09.10.2012 | 02:51 Uhr
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Mutu77 : 
09.10.2012 | 02:51 Uhr
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Mutu77 : 
Und wenn Sloan wirklich Coach der Cats geworden wäre...? Nur mit dem Teamerfolg ist die Fähigkeit eines Coaches nun mal nicht zu messen. Die Clippers waren in der letzten Saison schließlich sogar 4. im Westen!
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Raz
08.10.2012 | 21:28 Uhr
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Raz : 
08.10.2012 | 21:28 Uhr
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Raz : 
Hab ich auch schon mal irgendwo gehört, aber Erreichen der Finals und der Aufbau des Teams um Durant & Co. sind halt nicht von der Hand zu weisende Erfolge. Es wäre schon mehr als grotesk, wenn der Coach der Cavs eine bessere Bewertung bekommt als der der Thunder.
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Mutu77
08.10.2012 | 21:25 Uhr
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Mutu77 : 
08.10.2012 | 21:25 Uhr
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Mutu77 : 
Ich hab ja gehört dieser ominöse Thunder-Schreiberling soll nicht der größte Fan von Brooks sein
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Raz
08.10.2012 | 21:18 Uhr
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Raz : 
08.10.2012 | 21:18 Uhr
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Raz : 
Auch dann sind 4/5 für Scott noch zu hoch gegriffen, sondern tendenziell eher für die erwähnten Karl, Brooks und Hollins passend. Aber mal schauen, wie das die jeweiligen Schreiber sehen.
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phil376
08.10.2012 | 17:56 Uhr
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phil376 : 
08.10.2012 | 17:56 Uhr
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phil376 : 
Gut, wenn man sagt man gibt nur Popovich die Bestbewertung, dann hast du absolut recht. Aber ich hätte jetzt zB Rivers oder Thibodeau auch 5 gegeben.
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Raz
08.10.2012 | 16:40 Uhr
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Raz : 
08.10.2012 | 16:40 Uhr
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Raz : 
Phil, ich halte selbst sehr viel von Scott und dass er nicht das beste Material zur Verfügung hat, ist mir auch klar. Aber einen Coach muss man genauso am Erfolg messen, wie die Spieler. Sieh es mal in Relation. Welcher Coach der aktuellen Gilde hat die Bestwertung verdient? Popovich, sonst keiner. Dahinter kommen Rivers und Thibodeau. Wenn du fast die Bestwertung für Scott vergibst, sagst du damit aus, dass er nur knapp hinter der genannten Elite einzuordnen ist - und das ist hoffentlich nicht deine Absicht. Wir reden hier von einem Trainer, der zehn komplette Saisons auf der Bank saß und gerade mal in vier eine positive Bilanz vorzuweisen hat. Das ist unabhängig vom Material einfach keine gute Quote und legitimiert somit auch keine Beinahe-Bestwertung. Er KANN da hin kommen, wo du ihn siehst. Das bestreite ich nicht. Aber im Hier und Jetzt musst du noch Platz nach oben lassen, immerhin sind da auch noch George Karl, Scott Brooks und Lionel Hollins, die ebenfalls vom o.g. Trio ein Stück weg sind und trotzdem weitaus mehr vorzuweisen haben, als Scott.
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