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NFL

Monday Night: Titans schlagen Jaguars

Von SPOX
Die Jaguars haben Chris Johnson nur scheinbar im Griff. Der Titans-Star lief dem Gegner oft davon
© Getty

Ben Roethlisberger is back! Der Star-Quarterback der Pittsburgh Steelers feiert beim klaren Sieg gegen die Cleveland Browns ein starkes Comeback. Die Minnesota Vikings gewinnen den Panic Bowl gegen die Dallas Cowboys. Die New York Jets erreichen als erstes Team die 5-Siege-Marke. In Green Bay und New England spielen sich Overtime-Dramen ab - der Champion aus New Orleans setzt ein Ausrufezeichen in Tampa Bay. Das Monday Night Game war eine einseitige Geschichte.

Jacksonville Jaguars (3-3) - Tennessee Titans (4-2) 3:30

"Nicht unbedingt ein Abend, wie wir ihn uns vorgestellt haben", klagte Jags-Coach Jack del Rio nach dem Monday Night Game. "Wir haben den Ball vier Mal verloren, unser Quarterback hat sich verletzt... ."

Allerdings fiel nicht nur David Garrard (Gehirnerschütterung), sondern auch Gegnüber Vince Young (Knie) mit einer Verletzung aus. Nur: Die Titans haben mit Kerry Collins einen Passablen Backup. Nachdem der erste Touchdown-Pass auf Kenny Britt noch von Young gekommen war, übernahm Collins (11/16, 110 Yards, 1 TD) und erledigte seinen Job souverän.

Im Gegensatz zu Garrard-Ersatz Trent Edwards, der zwar 14 von 24 Pässen für 140 Yards an den Mann brachte. Dafür warf der bei den Bills entlassene Quarterback keine Touchdowns bei zwei Interceptions.

Wenn dann noch das Laufspiel lahmt (Maurice Jones-Drew: 57 Yards), wird es schwer gegen diese Titans, die sich neben Collins auf Kicker Rob Bironas verlassen konnten (3 Field Goals) - und mit Chris Johnson den vielleicht besten Running Back der Liga im Team haben.

Johnson erlief 111 Yards und sorgte mit einem 35-Yard-Lauf in die Endzone kurz vor Schluss für den Schlusspunkt. "Aber es ging nicht darum, dass sie uns geschlagen haben. Wir haben uns selbst besiegt", beschwerte sich Tight End Marcedes Lewis, dem selbst ein Fumble unterlief. "Mit Turnovers schießen wir uns nur selbst in den Fuß."

Minnesota Vikings (2-3) - Dallas Cowboys (1-4) 24:21 (7:7, 0:7, 14:0, 3:7)

Cowboys-Boss Jerry Jones hat einen Traum: 2011 den Super Bowl im eigenen Stadion spielen und gewinnen. Mr. Jones, vergessen Sie den Traum! Die Saison der Cowboys geht nach der Niederlage im "Panic Bowl" in Minnesota immer weiter den Bach runter. Momentan erscheint es unwahrscheinlich, dass Dallas die Saison noch irgendwie retten kann.

Das Problem der Cowboys: Sie finden fast immer einen Weg, um ihre Spiele zu verlieren, auch wenn sie eigentlich dominant sind. Bestes Beispiel war die Partie in Minnesota. Für Dallas standen am Ende 310 Yards zu Buche, für Minnesota nur 188. Warum haben die Cowboys das Spiel aber dennoch verloren?

Weil sie in kritischen Situationen zu viele Fehler gemacht haben. Wieder einmal. Beim Stand von 21:21 waren die Cowboys im letzten Viertel in Ballbesitz, als Quarterback Tony Romo (24/32, 220 Yards, 3 TD, 2 INT) zum zweiten Mal im Spiel in der eigenen Hälfte eine Interception in die Hände von E.J. Henderson warf, die das am Ende entscheidende 38-Yard-Field-Goal von Ryan Longwell einleitete.

Dass Romo drei Touchdown-Pässe warf (2 Mal zu Roy Williams, 1 Mal zu Dez Bryant), nützt alles nichts, wenn er sich dann mit zwei folgenschweren Interceptions alles kaputt macht. Dazu kamen zum wiederholten Male dumme Strafen auf Seiten von Dallas. So war es diesmal Miles Austin, der für exzessiven Jubel bestraft wurde.

Brett Favre (14/19, 118 Yards, 1 TD) musste gar nicht viel für den Vikings-Sieg tun. Favre, der einen Fumble verlor und harte Hits einstecken musste, spielte sogar alles andere als überzeugend. Er fand einmal Greg Camarillo in der Endzone, ansonsten reichte es, dass er sich weniger Patzer als Romo leistete. Randy Moss (5 Receptions, 55 Yards) lieferte ebenfalls keine Monster-Leistung ab.

Ein solider Adrian Peterson (24 Carries, 73 Yards, 1 TD), ein 95-Yard-Kickoff-Return-TD von Percy Harvin und gute Defense - das waren die Gründe für den Sieg von Minnesota. Die Vikings wittern wieder Morgenluft, in Dallas wird es immer dunkler...

Pittsburgh Steelers (4-1) - Cleveland Browns (1-5) 28:10 (0:3, 7:0, 7:0, 14:7)

Pittsburgh ist in erster Linie eine Defense-Stadt - also werden vor den meisten Spielen Troy Polamalu und Co. namentlich vorgestellt. Aber nicht so an diesem Tag. Gegen Cleveland sollte das Comeback des vier Spiele gesperrten Ben Roethlisberger gefeiert werden, also lief die Offense ins Heinz Field ein. Und was soll man sagen?

Big Ben wurde ein Empfang bereitet, den er wohl nicht mehr vergessen wird. Es gab stürmischen Jubel. Alle Eskapaden waren vergessen - die Steeler-Nation war froh, ihren Franchise-Quarterback wieder zu haben.

Aber Roethlisbergers Saisonpremiere verlief zunächst nicht fehlerfrei. Nachdem die Steelers-Offense konservativ begonnen und viel auf Rashard Mendenhall und das Laufspiel gesetzt hatte, leistete sich Big Ben eine frühe Interception.

Die Browns gingen durch ein 39-Yard-Field-Goal von Phil Dawson sogar in Führung. Rookie-QB Colt McCoy machte zwar wie erwartet mit der toughen Steelers-Defense Bekanntschaft, aber er spielte durchaus ordentlich.

Ab dem zweiten Viertel fand Roethlisberger dann aber seinen Rhythmus. Die Folge war ein 29-Yard-Touchdown-Pass auf Mike Wallace. Pittsburgh hatte die Führung und gab sie auch nicht mehr ab. Alles andere wäre gegen Cleveland auch nicht normal gewesen.

In Hälfte zwei zeigte Roethlisberger dann seine ganze Klasse. 50-Yard-Pass auf Wallace, 36-Yard-Pass auf Hines Ward, 8-Yard-Pass auf Ward, boom, Touchdown! Im letzten Viertel besorgte Mendenhall dann mit einem 2-Yard-TD-Run die endgültige Entscheidung.

McCoy warf noch seinen ersten TD-Pass seiner Karriere (12 Yards auf Benjamin Watson), aber zu mehr reichte es für die Browns nicht. Im Gengenteil: Roethlisberger (16/27, 257 Yards, 3 TD, 1 INT) legte noch einen TD-Pass nach (14 Yards auf Heath Miller).

Fazit: Cleveland könnte mit McCoy (23/33, 281 Yards, 1 TD, 2 INT) endlich den ersehnten Franchise-QB gefunden haben. Und Pittsburgh hat einen Big Ben zurück, der einen verdammt guten Eindruck hinterließ.

Tampa Bay Buccaneers (3-2) - New Orleans Saints (4-2) 6:31 (0:7, 0:10, 0:7, 6:7)

Allen Experten, die nach den zuletzt schwachen Leistungen der Saints dem Champion eine schwierige Zeit voraussagten, hat Drew Brees folgendes zu sagen: 41 Yards auf Lance Moore, Touchdown. 42 Yards auf Robert Meachem, Touchdown. 4 Yards auf Heath Evans, Touchdown.

Brees (21/32, 263 Yards, 3 TD, 1 INT) und die Saints setzten beim Überraschungsteam aus Tampa ein deutliches Ausrufezeichen. Die Buccaneers hatten überhaupt gar nichts zu melden und kamen erst im letzten Viertel durch einen 2-Yard-Pass von Josh Freeman auf Micheal Spurlock zu ihren einzigen Punkten.

Tampa Bay bekam von New Orleans klar die Grenzen aufgezeigt - vor allem das Laufspiel (40 Yards) fand praktisch nicht statt. Ganz anders bei den Saints. In Abwesenheit der verletzten Pierre Thomas und Reggie Bush drehte Rookie-Running-Back Chris Ivory (15 Carries, 158 Yards) groß auf.

Einzige Sorge bei den Saints nach diesem Spiel: Kicker Garrett Hartley. Der Super-Bowl-Held traf zwar ein Chip-Shot-FG aus 27 Yards, versemmelte aber ein weiteres aus 33 Yards. Sein Job ist nach wie vor ernsthaft in Gefahr.

New England Patriots (4-1) - Baltimore Ravens (4-2) 23:20 OT (7:3, 0:7, 3:7, 10:3, 3:0)

Das erwartete Hammer-Spiel zweier Powerhouses! Nachdem die Pats nach dem ersten Viertel dank eines TD-Runs von BenJarvus Green-Ellis in Führung lagen, übernahmen die Ravens das Kommando.

Joe Flacco (27/35, 285 Yds, 2 TD) fand im zweiten Viertel Tight End Todd Heap in der Endzone (16-Yd-Pass), im dritten Viertel schlug Anquan Boldin mit einem 25-Yd-TD-Catch zu. Baltimore führte 17:7, Baltimore war klar besser, Baltimore schien auf dem Weg zu einem nächsten Statement-Sieg.

Im letzten Viertel lag New England immer noch mit zehn Punkten in Rückstand. Warum die Patriots das Spiel gegen die starke Ravens-Defense doch noch drehten? Weil sie einen Quarterback haben, der Tom Brady (27/44, 292 Yds, 1 TD, 2 INT) heißt.

Patriots vs. Ravens in der mySPOX-Analyse

Ein 5-Yd-TD-Pass auf Deion Branch brachte New England wieder heran - und knapp zwei Minuten vor Schluss schickte Stephen Gostkowski das Spiel aus 24 Yards in die Verlängerung.

Dort hatten beide Teams mehrfach die Chance, die Partie zu entscheiden, aber lange dominierten die Abwehrreihen. Die Ravens mussten dreimal punten, ehe die Patriots-Offense bei ihrem dritten Ballbesitz der Overtime dann nicht mehr zu stoppen war.

Vor allem war Deion Branch nicht mehr zu stoppen. Den Wide Receiver, Ex-Super-Bowl-Helden der Pats und dicken Kumpel von Brady hatte New England nach dem Randy-Moss-Trade aus Seattle zurückgeholt. Und schon nach einem Spiel von Branch kann man sagen: Was für ein genialer Move!

Branch fing insgesamt neun Pässe für 98 Yards und war der überragende Mann auf dem Feld. Seine Catches bereiteten den Game-Winner von Gostkowski aus 35 Yards vor.

Green Bay Packers (3-3) - Miami Dolphins (3-2) 20:23 OT (10:7, 0:3, 0:3, 10:7, 0:3)

Unfassbares Spiel im Lambeau Field! Die gute Nachricht für alle Packers-Fans war vor dem Spiel, dass Star-Quarterback Aaron Rodgers nach seiner letzte Woche erlittenen Gehirnerschütterung spielen konnte. Aber am Ende reichte Rodgers' Einsatz auch nicht für den Sieg. Die als Super-Bowl-Favorit gehandelten Packers, die so viele Verletzungsprobleme haben, kassierten die nächste ganz bittere Pleite.

Dabei sah es zwischenzeitlich gar nicht schlecht aus. Ein 86-Yard-Touchdown-Pass von Rodgers auf Greg Jennings sorgte für die 10:7-Führung der Packers. Zwei Field Goals von Dan Carpenter brachten Miami wieder nach vorne, aber es ging weiter hin und her.

Erst glich Mason Crosby für die Packers aus, dann warf Chad Henne (23/39, 231 Yards, 2 TD, 1 INT) im letzten Viertel einen 22-Yard-Touchdown-Pass auf Anthony Fasano. 20:13 Dolphins.

Die Packers hatten aber noch eine Chance. Rodgers (18/33, 313 Yards, 1 TD, 1 INT) führte sein Team übers Feld bis an die 1-Yard-Linie der Dolphins. Keine Minute mehr zu spielen. Zweimal bekam John Kuhn den Ball, aber er brachte ihn nicht in die Endzone. Beim vierten Versuch nahm es dann Rodgers selbst in die Hand und erlief 13 Sekunden vor Schluss den Touchdown. Es ging in die Overtime.

Miami bekam zunächst den Ball, musste aber punten. Die Packers konnte ihre Chance aber auch nicht nutzen. Cameron Wake stoppte Green Bay, als er Rodgers zum dritten Mal sackte. Die Dolphins bekamen ihre zweite Chance und diesmal schlugen sie zu. Ein paar gute Läufe von Ricky Williams und Ronnie Brown reichten, um in Field-Goal-Reichweite zu kommen - dann machte Carpenter aus 44 Yards den Sack zu.

Denver Broncos (2-4) - New York Jets (5-1) 20:24 (0:0, 10:7, 7:3, 3:14)

Die Jets gewinnen ihr fünftes Spiel in Folge. Obwohl Mark Sanchez (17/30, 198 Yards, 1 TD, 2 INT) seine ersten beiden Picks der Saison wirft. Obwohl Denver die meiste Zeit in Führung lag.

Ein 32-Yd-TD-Pass von Sanchez auf Braylon Edwards brachte zwar die Jets zunächst in Führung, aber die Broncos schlugen durch einen 5-Yd-TD-Run von Tim Tebow zurück und holten sich noch im zweiten Viertel durch ein irres 59-Yd-FG von Matt Prater das 10:7.

Ein 56-Yarder von Nick Folk sorgte wieder für den Ausgleich, danach fand Kyle Orton (14/34, 209 Yards, 1 TD) Rookie Demaryus Thomas aus 17 Yards in der Endzone. Denver war erneut vorne. Ein 20-Yd-TD-Run von LaDainian Tomlinson brachte die Jets wieder zurück, dann war wieder Prater-Time. Diesmal verwandelte er aus 48 Yards. Denver war erneut vorne.

Und als die Jets dann eineinhalb Minuten vor Schluss an der Mittelinie einen vierten Versuch vor sich hatten, waren die Broncos dem Sieg ganz nahe. Sanchez warf einen langen Pass auf Santonio Holmes. Der Pass kam nicht an, aber dafür flog eine Flagge aus Feld. Pass Interference. LT bedankte sich und erlief seinen zweiten Touchdown des Spiels.

Die letzte Chance der Broncos endete an der Mittellinie, als Center J.D. Walton den Snap vergeigte und die Jets sich den Ball schnappten. Läuft im Moment alles für die Jets.

Washington Redskins (3-3) - Indianapolis Colts (4-2) 24:27 (7:7, 0:10, 10:7, 7:3)

Donovan McNabb: 29/45, 246 YDS, 1 TD, 2 INT - Peyton Manning: 25/38, 307 YDS, 2 TD

Ryan Torain: 20 Carries, 100 YDS, 2 TD - Joseph Addai: 17 Carries, 128 YDS, 1 TD; Pierre Garcon: 4 Receptions, 103 YDS, 1 TD

St. Louis Rams (3-3) - San Diego Chargers (2-4) 20:17 (10:0, 7:3, 0:7, 3:7)

Sam Bradford: 18/31, 198 YDS, 1 TD - Philip Rivers: 22/37, 249 YDS, 1 TD, 1 INT

Steven Jackson: 29 Carries, 109 YDS, 1 TD - Patrick Crayton: 6 Receptions, 117 YDS

Houston Texans (4-2) - Kansas City Chiefs (3-2) 35:31 (0:7, 7:7, 7:10, 21:7)

Matt Schaub: 25/33, 305 YDS, 2 TD - Matt Cassel: 20/29, 201 YDS, 3 TD

Andre Johnson: 8 Receptions, 138 YDS, 1 TD - Dwayne Bowe: 6 Receptions, 108 YDS, 2 TD

New York Giants (4-2) - Detroit Lions (1-5) 28:20 (7:7, 7:3, 7:0, 7:10)

Eli Manning: 20/30, 177 YDS, 2 TD - Shaun Hill: 9/15, 91 YDS, 1 TD (Arm gebrochen); Drew Stanton: 19/34, 222 YDS, 1 TD, 1 INT

Brandon Jacobs: 9 Carries, 35 YDS, 2 TD - Calvin Johnson: 5 Receptions, 146 YDS, 1 TD

Chicago Bears (4-2) - Seattle Seahawks (3-2) 20:23 (7:7, 6:7, 0:2, 7:7)

Jay Cutler: 17/39, 290 YDS - Matt Hasselbeck: 25/40, 242 YDS, 2 TD

Matt Forte: 8 Carries, 11 YDS, 1 TD; Devin Hester: 89-Yd-Punt-Return-TD - Mike Williams: 10 Receptions, 123 YDS

Philadelphia Eagles (4-2) - Atlanta Falcons (4-2) 31:17 (14:0, 7:7, 7:3, 3:7)

Kevin Kolb: 23/29, 326 YDS, 3 TD, 1 INT - Matt Ryan: 23/42, 250 YDS, 2 TD, 1 INT

Jeremy Maclin: 7 Receptions, 159 YDS, 2 TD - Tony Gonzalez: 3 Receptions, 19 YDS, 2 TD

San Francisco 49ers (1-5) - Oakland Raiders (2-4) 17:9 (0:3, 3:3, 7:0, 7:3)

Alex Smith: 16/33, 196 YDS, 2 TD - Jason Campbell: 8/21, 83 YDS, 2 INT

Frank Gore: 25 Carries, 149 YDS - Michael Bush: 20 Carries, 47 YDS

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