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NBA

Los Angeles Lakers - Anthony Davis wird nach Wolves-Pleite deutlich: "Das ist beschämend"

Von Philipp Schmidt
Davis und die Lakers kassierten eine üble Niederlage gegen Minnesota.

Nach der blamablen Heimniederlage der Los Angeles Lakers gegen die Minnesota Timberwolves ist Anthony Davis hart mit sich und seinen Teamkollegen ins Gericht gegangen. Konkrete Lösungsansätze für die Probleme hat allerdings auch er nicht parat.

"Wir müssen uns entscheiden, wer wir sein wollen. Wollen wir ein Championship-Team sein? Derzeit sind wir es jedenfalls nicht." Auch bei Davis, der beim 83:107 die Lakers mit 22 Punkten anführte, hatte sich nach der Klatsche gegen ein vermeintliches Lottery-Team vor heimischer Kulisse einiges an Wut und Ratlosigkeit angestaut.

"Beschämend" sei das Ergebnis und dessen Zustandekommen, legte AD nach und machte das desaströse dritte Viertel als Hauptgrund für den Spielausgang aus. Für diese Analyse brauchte es keinen Basketball-Fachmann: Mit 28 Punkten zogen die Lakers in diesem Abschnitt den Kürzeren (12:40), mehr waren es seit Beginn der Shot-Clock-Ära 1954 für die ruhmreiche Franchise nur einmal gewesen. Nur einen Dreier versenkte L.A. bei 13 Versuchen, bei Minnesota waren es 7. Danach war das Spiel entschieden, was sich auch an der Körpersprache ablesen ließ.

Nicht zum ersten Mal in dieser Saison präsentierten sich die Lakers nach der Halbzeitpause ganz schwach, mit einem Net-Rating von -17,7 ist besagtes Viertel mit großem Abstand das schlechteste bei den Kaliforniern. Auch Wayne Ellington merkte an, dass man "keinerlei Dringlichkeit" gezeigt und den Wiederbeginn völlig verschlafen habe.

Davis nach Debakel: "Warum? Ich kann es nicht sagen"

Gründe, warum sich dieses Szenario stets wiederholt, hatte allerdings auch Davis nicht: "Wir waren schlecht. Keine Defense, wir konnten keine Punkte machen. Warum? Ich kann es nicht sagen." Nur eine Sache sei klar: "So gewinnen wir keine Meisterschaft. Wir müssen besser sein." Dem schloss sich Head Coach Frank Vogel an: "Wir sind kein großartiges Team, solange wir nicht auch wie eines spielen."

Dass gegen die Timberwolves vieles im Argen lag, lässt sich zumindest in Teilen auch mit dem vorhandenen Personal erklären. Mit Russell Westbrook, Avery Bradley, Kent Bazemore und Wayne Ellington starteten vier Spieler, die in der vergangenen Saison noch nicht im Roster standen. Automatismen sind so nur schwer zu entwickeln. Dieses Quintett spielte kombiniert nur 6 Assists, so wenige waren es innerhalb einer Starting Five in den vergangenen vier Saisons nicht.

Westbrook beendete das Spiel mit einem verheerenden Plus/Minus-Wert von -32, sein Gegenüber De'Angelo Russell schloss die Partie um ganze 68 Punkte besser ab (+36). Carmelo Anthony machte sein mit Abstand schlechtestes Spiel im Lakers-Jersey (3 Punkte, 1/12 FG). Umso mehr wird die Rückkehr von LeBron James von seiner Bauchmuskelzerrung herbeigesehnt, mit Talen Horton-Tucker (gebrochener Daumen) befindet sich ein weiterer wichtiger Spieler kurz vor der Rückkehr in die Mannschaft. Die Neuzugänge Kendrick Nunn und Trevor Ariza warten noch auf ihr Debüt.

Nun gelte es laut Vogel, in den anstehenden Heimspielen gegen die Spurs und die Bulls die passende Antwort zu geben, denn: "Es gibt keinen besseren Motivator als eine üble Niederlage. Unsere Jungs sind wütend, unser Coaching-Stab ist wütend." Noch ist in den Standings nur wenig passiert, mit einer Bilanz von 7-6 trennen die Lakers nur 2 Spiele von den zweitplatzierten Suns in der Western Conference.

Los Angeles Lakers: Das sind die nächsten fünf Gegner des Teams

DatumUhrzeitGegner
14. November21.30 UhrSpurs
16. November4.30 UhrBulls
18. November1.30 Uhr@ Bucks
20. November1.30 Uhr@ Celtics
22. November0 Uhr@ Pistons
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