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Olympia

Olympia-Silber für Hoff/Schopf im Kajak-Zweier

SID
Hoff und Schopf haben Silber geholt.

Für Max Hoff wurde es nach seinem letzten großen Rennen noch einmal emotional. Mit Jacob Schopf im "Generationenboot" holte der Routinier Silber.

Max Hoff rang nach den richtigen Worten. Mit brüchiger Stimme, Tränen auf der Wange und Jacob Schopf im Arm schüttete der Kanu-Oldie sein ganzes Herz aus. "Ich bin dankbar, dass ich das nochmal erleben durfte", sagte der 38-Jährige - und sein Blick schweifte immer wieder nach unten zur glänzenden Silbermedaille.

"Klar hätten wir es gerne mit Gold beendet", sagte Hoff nach dem letzten großen Rennen seiner erfolgreichen Karriere und dem Sprung aufs Podest mit dem "Generationenboot". Doch er freue sich "tierisch über Silber", es sei "sehr emotional". Schließlich war das olympische Finale im Kajak-Zweier für ihn "das letzte große Ding".

Hoff und der junge Schopf, die Weltmeister über 1000 m, lieferten auf dem Sea Forest Waterway einen beherzten Auftritt, lagen im Ziel mit nur drei Zehntelsekunden hinter Australien. Bronze ging an Tschechien. Es sei "schwer, das alles zu verarbeiten", sagte Hoff nach der Silberfahrt: "Das soll uns erstmal jemand nachmachen."

Der Erfolg eines ungleichen Duos

Es ist der Erfolg eines ungleichen Duos, das dennoch nahezu perfekt harmoniert. Da wäre der ruhige, nachdenkliche, aber auch sehr reflektierte Hoff, der bei vier Olympischen Spielen schon fast alles erlebt hat. Der seine Karriere schon im Vorjahr beenden wollte, doch nun mit Silber in Tokio seinen Medaillensatz komplettierte.

Und da wäre Schopf, erst 22 Jahre alt und eines der goldenen Versprechen für die Zukunft des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV). Der unbeschwerte Youngster, der im Einer knapp an einer Medaille vorbeigerauscht war, schwärmte von seinem "Mentor" in den höchsten Tönen. "Ohne Max hätte ich das nicht geschafft. Da geht es nicht nur um Sport, da geht es um alles", sagte Schopf.

Seit Mai 2019 sitzen die Kanuten aus Essen und Potsdam in einem Boot. Nach den großen Erfolgen in seiner langen Laufbahn habe es ihm "viel geholfen", sagte Hoff, "was Jacob mir gegeben hat". Vor allem im Frühjahr, als der Olympia-Traum nach seinen schwächeren Leistungen zu platzen drohte. "Das schweißt einen so zusammen", sagte Hoff. Der Zweier sei "einfach ein Glücksgriff" gewesen.

"Ich habe ihn auf seinem letzten Ritt begleiten dürfen", sagte Schopf, "er hat so viel für mich aufgegeben. Ich habe gesehen, wie er gelitten hat, und jetzt haben wir uns alles erfüllt." Es sei ein "harter, ein geiler Weg" gewesen. "Wir gehören einfach zusammen", schwärmte er - und rührte den erfahrenen Hoff mit diesen Worten schon wieder zu Tränen.

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