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Radsport

Schwerer Sturz von Supertalent Evenepoel überschattet Lombardei-Rundfahrt - Schachmann kollidiert mit Auto

SID
Schock: Radsport-Talent Remco Evenepoel stürzte bei der Lombardei-Rundfahrt eine Brücke hinab.
© imago images / Fabio Ferrari/ LaPresse

Ein schwerer Sturz des belgischen Radsport-Supertalents Remco Evenepoel hat die 114. Lombardei-Rundfahrt überschattet. Der 20-Jährige vom Team Deceuninck-Quick Step kam am Samstag bei einer Abfahrt rund 40 Kilometer vor dem Ziel von der Strecke ab und stürzte eine Brücke hinunter.

Laut seinem Team brach sich Evenepoel dabei das Becken und zog sich eine Prellung des rechten Lungenflügels zu. Er fällt für unbestimmte Zeit aus.

Nach seinem Sturz war er auf einer Trage und mit einer Halskrause vom medizinischen Team geborgen und in ein Krankenhaus in Como gebracht worden. Evenepoel sei die ganze Zeit über bei Bewusstsein gewesen und soll am Sonntag zurück in seine belgische Heimat fliegen, teilte Deceuninck-Quick Step am Abend mit.

Den Sieg beim zweiten Radsport-Monument der Saison sicherte sich der Däne Jakob Fuglsang (Astana). Auch der deutsche Radprofi Maximilian Schachmann vom Team Bora-hansgrohe stürzte kurz vor dem Ziel, weil er mit einem vermeintlichen Privatwagen kollidierte, welcher unbefugt die Strecke kreuzte. Er konnte weiterfahren und belegte mit 4:31 Minuten Rückstand als bester Deutscher den siebten Rang. Nach dem Zieleinlauf wurde Schachmann ins Krankenhaus gebracht, teilte Teamarzt Jan Petersohn mit.

Für Deceuninck-Quick Step ist es der zweite schwere Sturz innerhalb von zehn Tagen. Der Niederländer Fabio Jakobsen (23) war am 5. August bei der Polen-Rundfahrt kurz vor der Ziellinie von Dylan Groenewegen (Lotto-Soudal) ins Absperrgitter gedrückt worden. Gleich nach dem Unfall wurde er ohne Bewusstsein in die Klinik nach Sosnowiec geflogen, mittlerweile ist er aus dem künstlichen Koma erwacht und in die Niederlande zurückgekehrt.

Teamkollege Evenepoel hatte die Polen-Rundfahrt für sich entschieden. Er gilt in Belgien als größtes Nachwuchsjuwel und als Nachfolger von Radsport-Legende Eddy Merckx.

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