FC Bayern München und Bayer Leverkusen stark betroffen! Diese Stars aus der Bundesliga fahren zum Afrika und Asien Cup

Von Patrik Eisenacher
Victor Boniface wird Bayer Leverkusen wegen des Afrika Cups fehlen - und er ist nicht der Einzige vom Werkslklub.
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An bis zu fünf Bundesliga-Spieltagen, vom 17. bis 21., werden fast jedem Verein der Liga einige Spieler fehlen. Während des Afrika Cups in der Elfenbeinküste vom 13. Januar bis 11. Februar und Asien Cups in Katar (12.1. bis 10.2.) wird vor allem BL-Tabellenführer Bayer Leverkusen ohne einige Topstars auskommen müssen.

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Inzwischen stehen die Kader der jeweiligen Nationen fest. SPOX gibt Euch einen Überblick.

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Ramy Bensebaini, Algerien (Borussia Dortmund)

Wie Bouna Sarr vom FC Bayern hat auch der Dortmunder Bensebaini bereits den Afrika-Cup gewonnen. 2019 sicherte er sich an der Seite von Superstar Riyad Mahrez den Titel in Ägypten. Dem BVB wird der Linksverteidiger in diesem Zeitraum schmerzlich fehlen - denn es gibt (noch) keinen gelernten Ersatz auf dieser Position.

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Sébastien Haller, Elfenbeinküste (Borussia Dortmund)

Besonders auf das Turnier freuen darf sich der Dortmunder Stürmer - denn es findet daheim in der Elfenbeinküste statt, für die der gebürtige Franzose seit 2020 aufläuft. In der Gruppe wartet mit Nigeria direkt ein Mitfavorit. Beim BVB ist Haller derzeit nicht Stammspieler, sein Ausfall wird also zu verkraften sein.

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Serhou Guirassy, Guinea (VfB Stuttgart)

17 Tore in14 Bundesliga-Spielen: Der Marktwert des Guineers ist in den vergangenen Monaten explodiert. Doch wegen einer festgeschriebenen Ausstiegsklausel könnte der Stürmer im Januar 2024 für wohl 17,5 Millionen Euro den Verein wechseln. Ob der 27-Jährige bei Beginn des Afrika-Cups überhaupt noch Stuttgart ist, bleibt ungewiss.

Auch Stuttgarts Silas wurde von der DR Kongo für den Afrika-Cup nominiert werden und in der Gruppenphase auf Mitfavorit Marokko treffen. Hiroki Ito (Japan) und Woo-Yeong Jeong (Südkorea) sind derweil beim Asien Cup dabei.

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Edmond Tapsoba, Burkina Faso (Bayer Leverkusen)

Für die "Hengste" aus Burkina Faso wird der Innenverteidiger die gegnerischen Tore verhindern wollen. Vor zwei Jahren kam das Team überraschend bis ins Halbfinale. Bayer-Trainer Xabi Alonso wird er schmerzlich fehlen - zumal ein Vereinskollege aus der zentralen Defensive ebenfalls bei dem Turnier auflaufen wird.

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Odilon Kossounou, Elfenbeinküste (Bayer 04 Leverkusen)

Kossounou geht für Gastgeber Elfenbeinküste an den Start. Mit Dortmunds Haller wollen die Westafrikaner endlich wieder für Furore sorgen. Zuletzt gewann die Cote d'Ivore 2015 mit Legende Didier Drogba den Titel.

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Victor Boniface, Nigeria (Bayer 04 Leverkusen)

Für den 23-Jährigen ist der Afrika-Cup Geschichte, ehe er überhaupt begonnen hat. Im Training der nigerianischen Nationalmannschaft zog sich Boniface Medienberichten zufolge eine schwere Leistenverletzung zu. Von einer Ausfallzeit von sechs Wochen ist die Rede.

Sommerneuzugang Boniface hat bei Bayer direkt voll eingeschlagen. In 23 Pflichtspielen gelangen ihm herausragende 16 Tore und acht Vorlagen. Bei Nigeria hätte sich der bullige Angreifer erst einmal in die Startelf spielen müssen. Die Konkurrenz ist mit Weltklasse-Stürmer Victor Osimhen von der SSC Neapel, sowie Taiwo Awoniyi und Terem Moffi ernorm. Mit diesem Angriff ist Nigeria einer der Topfavoriten des Wettbewerbs.

Tabellenführer Leverkusen wird auch Amine Adli fehlen. Adli will mit Marokko nach der großartigen WM 2022 erneut groß aufspielen.

Noussair Mazraoui war bei der Weltmeisterschaft 2022 für Marokko im Einsatz.
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Noussair Mazraoui, Marokko (FC Bayern München)

Der Münchner Stammspieler auf der Rechtsverteidiger-Position soll Marokko nach dem besten Abschneiden einer afrikanischen Mannschaft bei einer WM, dem Halbfinale 2022, nun zur Krone in Afrika verhelfen. Am 13. Dezember 2023 zog er sich jedoch bei Manchester United einen Muskelbündelriss zu. Dennoch wurde er nominiert.

Bei den Bayern sorgt seine Abwesenheit für ein leichtes Chaos sorgen, weshalb bereits händeringend nach einem Ersatz gesucht wird. Bouna Sarr (Senegal) und Eric Maxim Choupo-Moting (Kamerun) derweil an der Säbener Straße.

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Min-jae Kim, Südkorea (FC Bayern München)

Der Innenverteidiger stand in jedem Bundesligaspiel in der Startelf, jetzt muss ihn Thomas Tuchel ersetzen. Das Problem: In Dayot Upamecano und Matthijs de Light stehen ihm nur zwei zentrale Abwehrspieler zur Verfügung. Auch deshalb wird ein Spieler gesucht, der sowohl innen als auch auf rechts agieren kann.

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Naby Keita, Guinea (Werder Bremen)

Trotz seiner dicken Krankenakte steht der Sommer-Neuzugang im Kader von Guinea.

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Diadie Samassekou, Mali (1899 Hoffenheim)

Auch die Hoffenheimer müssen zum Jahresanfang auf einen Spieler verzichten. Diadie Samassekou steht im Kader von Mali.

Kasim Adams (Ghana) und Kevin Akpoguma (Nigeria) wurden derweil nicht nominiert.

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Ellyes Skhiri, Omar Marmoush und Fares Chaibi (Eintracht Frankfurt)

Der internationale Kader aus der internationalen Stadt wird während dem Afrika-Cup merklich verkleinert werden. Ellyes Skhiri ist der Schlüsselspieler der Tunesier, Omar Marmoush will mit Ägypten nach dem verkorksten Afrika-Cup 2019 daheim endlich etwas mit Teamkollege und Weltstar Mohamed Salah reißen. Der gebürtige Lyonnais Fares Chaibi (Algerien) will mit seinen neuen Franco-Algerischen Landsmännern Houssem Aouar und Amine Gouiri für Furore sorgen. Ihre Entscheidung für Algerien zeigt, dass der afrikanische Fußball an Attraktivität gewonnen hat.

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Aissa Laidouni (Union Berlin)

Obwohl der diesjährige Champions-League-Teilnehmer zahlreiche Afrikaner im Kader hat, wird wohl nur einer zum Afrika-Cup fahren.

Aissa Laidouni (Tunesien) trifft in der Gruppe auf Mali mit Superstürmer Serhou Guirassy.

Nicht für die Endrunde qualifiziert haben sich hingegen Sheraldo Becker (Suriname) und Jerome Roussillon (Guadeloupe).

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Amadou Haidara und Ilaix Moriba (RB Leipzig)

35 Länderspiele hat der 25-jährige Amadou Haidara bereits für Mali absolviert. Doch mit Serhou Guirassy dürfte einiges gehen. Noch früher startete ein Leipziger Teamkollege für seine Nationalmannschaft durch.

14 Länderspiele mit 20 Jahren - Ilaix Moriba entschied sich für Guinea statt Spanien und darf dafür gleich groß mitwirken. In der Gruppe trifft er nun auf den Senegal und Kamerun. Allerdings wurde er ohnehin an den FC Getafe ausgeliehen.

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Bundesligaspieler beim Afrika und Asien Cup: Übersicht

  • Bayer Leverkusen: Victor Boniface (Nigeria), Edmond Tapsoba (Burkina Faso), Odilon Kossounou (Elfenbeinküste), Amine Adli (Marokko)
  • FC Bayern München: Noussair Mazraoui (Marokko), Min-Jae Kim (Südkorea)
  • VfB Stuttgart: Serhou Guirassy (Guinea), Silas (DR Kongo), Hiroki Ito (Japan) und Woo-Yeong Jeong (Südkorea)
  • Borussia Dortmund: Ramy Bensebaini (Algerien), Sebastien Haller (Elfenbeinküste)
  • RB Leipzig: Ilaix Moriba (Guinea/ausgeliehen an den FC Getafe/Spanien), Amadou Haidara (Mali)
  • TSG Hoffenheim: Diadie Samassekou (Mali)
  • Eintracht Frankfurt: Fares Chaibi (Algerien), Omar Marmoush (Ägypten), Ellyes Skhiri (Tunesien)
  • SC Freiburg: Ritsu Doan (Japan)
  • SV Werder Bremen: Naby Keita (Guinea)
  • SV Darmstadt 98: Braydon Manu (Ghana)
  • Union Berlin: Aisa Laidouni (Tunesien)
  • VfL Bochum: Takuma Asano (Japan)
  • FSV Mainz 05: Jae-Sung Lee (Südkorea)
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