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Fussball

FC-Bayern-Leihgabe Sarpreet Singh vom 1. FC Nürnberg im Interview: "Meine Indien-Besuche haben mir die Augen geöffnet"

Sarpreet Singh wechselte 2019 von Wellington Phoenix zum FC Bayern München, ehe er im vergangenen Sommer per Leihe zum Zweitligisten 1. FC Nürnberg weiterzog. Im Interview mit SPOX und Goal spricht der 21-jährige Offensivspieler über Trainer Hansi Flick sowie Thomas Müller und kündigt an, nach seiner Rückkehr um einen Stammplatz beim FC Bayern kämpfen zu wollen.

Außerdem berichtet der Neuseeländer Singh von einprägsamen Besuchen im Heimatland seiner Eltern Indien und einem abgebrochenen Australien-Urlaub, von seinen Koch-Fähigkeiten und seiner kindlichen Leidenschaft für den FC Chelsea.

Herr Singh, Sie spielen seit Sommer für den 1. FC Nürnberg, kamen bisher bei zehn Pflichtspielen zum Einsatz und warten noch auf Ihren ersten Scorerpunkt. Wie lautet Ihr Zwischenfazit?

Sarpreet Singh: Am Anfang musste ich mich an ein paar neue Dinge gewöhnen, aber so langsam beginne ich mich zu entfalten. Zuletzt stand ich ein paarmal hintereinander in der Startelf, was meiner Entwicklung gutgetan hat. Der Wechsel nach Nürnberg war der richtige Schritt für mich.

Gemeinsam mit Ihnen kam auch Keeper Christian Früchtl per Leihe vom FC Bayern nach Nürnberg.

Singh: Er hat mir meinen Start hier deutlich vereinfacht genau wie Fitnesstrainer Tobias Dippert, der im Sommer ebenfalls vom FC Bayern nach Nürnberg gewechselt war. In einem neuen Umfeld ist es immer gut, bekannte Gesichter um sich zu haben.

Hatten Sie seit Ihrem Wechsel Kontakt mit Hansi Flick?

Singh: Mit Hansi habe ich seit Sommer nicht gesprochen, aber ich stehe in engem Kontakt mit den Scouts des FC Bayern. Sie verfolgen meine Spiele ganz genau, geben mir Feedback zu meinen Leistungen und zeigen mir Verbesserungsmöglichkeiten auf. Das ist sehr wichtig für mich.

Wie eng war Ihr Kontakt mit Flick zuvor?

Singh: Im Sommer habe ich mich mit Hansi fast jeden zweiten Tag über meine Situation und Zukunft ausgetauscht. Er kümmert sich um die ganze Mannschaft, aber speziell um die jungen Spieler wie mich. Dafür bin ich ihm sehr dankbar.

Hat Ihnen Flick den Wechsel nach Nürnberg empfohlen?

Singh: Ja, er hat mir direkt dazu geraten, die Chance zu ergreifen. Spielpraxis ist in meinem Alter das Wichtigste. Und die ist bei den Profis des FC Bayern naturgemäß nicht so einfach zu bekommen.

Sarpreet Singh über seine Zukunftspläne beim FC Bayern

Ihre Leihe läuft bis Sommer, anschließend besitzen Sie beim FC Bayern einen Vertrag bis 2022. Was sind Ihre Pläne?

Singh: Ich will im Sommer als ein besserer Spieler zum FC Bayern zurückkehren und um einen Stammplatz kämpfen. Ich glaube daran, mich beim FC Bayern durchzusetzen. Das ist mein Plan. Aber im Fußball kann man nie seriöse Voraussagen treffen. Wer weiß, vielleicht bleibe ich auch in Nürnberg.

Ein Blick in die Vergangenheit: Sie haben indische Wurzeln und sind in Neuseeland aufgewachsen. Zwei Länder, die nicht wirklich bekannt sind für ihren Fußball. Wie kam es, dass Sie Fußballer werden wollten?

Singh: Mein Onkel und mein Bruder haben früher ebenfalls Fußball gespielt und so meine Begeisterung geweckt. Irgendwann wollte ich allen beweisen, dass es auch ein Neuseeländer mit indischen Wurzeln zum Fußballprofi in Europa schaffen kann.

Verfolgten Sie schon als Kind den europäischen Fußball?

Singh: Ja, und zwar hauptsächlich die Premier League, was wegen der Zeitverschiebung kompliziert war. Ich bin oft um drei Uhr in der Nacht aufgestanden, um die Premier League zu schauen. Wegen eines englischen Kindheitsfreundes war ich großer Chelsea-Fan. Er hat mich mit seiner Leidenschaft angesteckt.

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