"Nicht ganz so, wie wir uns das vorgestellt haben": Julian Nagelsmann gesteht nach EM-Aus Fehler wegen Emre Can ein

Von Tim Ursinus
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© getty

Bundestrainer Julian Nagelsmann hat nach dem Viertelfinal-Aus der deutschen Nationalmannschaft gegen Spanien angedeutet, bei seiner Aufstellung einen Fehler begangen zu haben.

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Nagelsmann hatte etwas überraschend den nachnominierten Emre Can wegen dessen Tempo in die Startelf beordert und zu Beginn auf Robert Andrich verzichtet. "Es war nicht ganz so, wie wir uns das vorgestellt haben", gestand der 36-Jährige.

"Er wirkte tatsächlich irgendwie müde, vielleicht auch angespannt", ergänzte Nagelsmann: "Ich habe noch nicht mit ihm gesprochen, woran es lag. Er hatte nicht so viele Aktionen im Zweikampf, wie wir uns das erhofft haben."

Zur Halbzeit kam dann Andrich in die Partie. Auch wechselte Nagelsmann Florian Wirtz für Leroy Sané ein, der zum zwischenzeitlichen Ausgleich getroffen hatte. Der Offensivspieler von Bayer Leverkusen startete auch im Achtelfinale gegen Dänemark nicht.

"Er hat bei Leverkusen viel gespielt, ähnlich wie heute bis zur letzten Minute alles reinwerfen müssen", erklärte Nagelsmann: "Er hatte eine anstrengende Saison hinter sich und einen Kreuzbandriss, der noch keine fünf Jahre zurückliegt. Da ist es manchmal auch so, dass ein junger Spieler einen Tag Pause braucht."

Das Tor von Wirtz rettete Deutschland zwar in die Verlängerung. Nach einer umstrittenen Handelfmeter-Szene und einem späten Treffer von Mikel Merino ist die Reise für das DFB-Team jedoch beendet.