EM 2024 - Ilkay Gündogan zog sich bei rüdem Foul von Ryan Porteous keine ernste Verletzung zu: "Ich bin guter Dinge, dass nichts kaputt gegangen ist"

Von Oliver Maywurm
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Nationalmannschaftskapitän Ilkay Gündogan hat sich beim harten Einsteigen von Schottland-Verteidiger Ryan Porteous im EM-Eröffnungsspiel am Freitagabend glücklicherweise nicht ernsthaft verletzt. Das bestätigte der Mittelfeldmann nach dem rauschenden 5:1-Sieg der DFB-Elf.

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"Ich mache mir keine großen Sorgen. Er geht gefährlich rein. Ich glaube, er will den Ball treffen, trifft mich aber auch. Ich habe Glück gehabt und habe offenbar stabile Bänder", gab Gündogan bei MagentaTV Entwarnung. Er ergänzte noch: "Ich bin guter Dinge, dass nichts kaputt gegangen ist."

Porteous war Gündogan bei einer Torchance wenige Meter vor dem schottischen Kasten rüde auf den Knöchel gestiegen. Der DFB-Kapitän musste kurz behandelt werden, konnte aber weiterspielen. Porteous wurde indes mit der Roten Karte vom Platz gestellt (44.).

Auch Bundestrainer Julian Nagelsmann äußerte sich indes zu Gündogan: "Er hat nach dem Foul, was schon hart war, sofort gesagt er will weiter spielen. Deswegen haben wir ihn drauf gelassen. Ich war sehr, sehr zufrieden mit ihm."

Deutschland hatte beim Start in die Heim-EM von Beginn an stark aufgespielt. Florian Wirtz (10.) und Jamal Musiala (19.) sorgten mit ihren Toren früh für eine komfortable Führung.

Kurz vor der Pause verwandelte dann Kai Havertz den Elfmeter, der nach Porteous' Einsteigen gegen Gündogan verhängt wurde, zum 3:0. Der eingewechselte Niclas Füllkrug legte Mitte der zweiten Hälfte zum 4:0 nach, ehe Schottland kurz vor Schluss durch ein Eigentor von Antonio Rüdiger der Ehrentreffer gelang. Emre Can stellte in der Nachspielzeit dann den Vier-Tore-Abstand wieder her und sorgte für den 5:1-Endstand.

"Wir haben uns belohnt für eine gute Anfangsphase, das gibt dann auch Selbstvertrauen", analysierte Toni Kroos bei MagentaTV. "Klar muss man auch sagen, dass der Gegner nicht gerade in Topform war und nach der Roten Karte war es dann eigentlich entschieden."

Musiala frohlockte indes: "Einen besseren Start hätten wir nicht haben können. Das Tor am Ende tut ein bisschen weh, sonst wäre es eine 10 von 10 gewesen. Wir wollen jetzt Schritt für Schritt weiter machen und mit jedem Spiel besser werden."

Gündogan blieb die kompletten 90 Minuten auf dem Rasen und wird voraussichtlich auch im zweiten Gruppenspiel am kommenden Mittwoch in der deutschen Startelf stehen können. Dann geht es in Stuttgart gegen Ungarn.

"Das nächste Spiel wird definitiv schwerer, da erwartet uns eine Mannschaft, die eine Klasse besser ist als Schottland", warnte Kroos vor Dominik Szoboszlai und Co. "Wenn wir es da nochmal beweisen dann können wir in einen Flow kommen."

Zum Abschluss der Gruppenphase steht dann am 23. Juni noch das Duell mit der Schweiz an.

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