"Ich muss mich revidieren": Lothar Matthäus zieht Kritik an Schiedsrichter Anthony Taylor zurück

Von Felix Götz
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Auch vier Tage nach dem EM-Viertelfinale zwischen Deutschland und Spanien (1:2 nach Verlängerung) ist der nicht gegebene Elfmeter für die DFB-Auswahl noch ein großes Thema. Lothar Matthäus hat seine Meinung dazu geändert.

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"Auch ich habe vor einem Millionen-Publikum gesagt: Das ist ein klarer Elfmeter. Aber wenn man verfolgt, was der Schiedsrichter-Obmann vor dem Turnier an die Unparteiischen ausgegeben hat, muss ich mich revidieren. Dann kann man verstehen, warum Anthony Taylor nicht Elfer gegeben hat. Die Hand von Marc Cucurella hing schlaff herunter", schrieb Matthäus in seiner Kolumne für sport.de.

Spaniens Cucurella hatte in der Verlängerung einen Schuss von Jamal Musiala mit der Hand abgeblockt. Die Meinungen, ob der englische Schiri Taylor auf Elfmeter hätte entscheiden müssen oder nicht, gehen seither auseinander.

Für Bundestrainer Julian Nagelsmann und Schiedsrichter-Legende Dr. Markus Merk war es beispielsweise ein Strafstoß, für Stefan Effenberg und Cucurella selbst nicht.

Matthäus äußerte sich außerdem zur Bewertung des deutschen EM-Abschneidens.

"Deutschland hat eine starke Heim-EM gespielt, heißt es vielerorts. Ich tue mich schwer, das so zu sehen", meinte der Rekordnationalspieler: "Vielleicht waren die Erwartungen aufgrund der vergangenen Turniere nicht sehr hoch und die Leistung sieht deshalb stark aus. Ich finde aber nicht, dass ein Gastgeber wie Deutschland zufrieden sein kann, wenn er im Viertelfinale ausscheidet. Das darf nicht unser Anspruch sein."