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DFB-Team: Pressekonferenz mit Kai Havertz und Robin Gosens im Liveticker zum Nachlesen

Von SPOX
Die deutsche Nationalmannschaft befindet sich noch im Trainingslager in Seefeld.

Die deutsche Nationalmannschaft befindet sich noch im Trainingslager in Seefeld. Am heutigen Freitag fand die nächste Pressekonferenz mit Robin Gosens und dem frischengebackenen Champions-League-Sieger Kai Havertz an. Hier könnt Ihr die PK im Liveticker nachlesen.

Zu Beginn der Pressekonferenz hatte der DFB direkt eine schlechte Nachricht: Der nach einem Muskelfaserriss genesene Leon Goretzka, Mats Hummels und Lukas Klostermann nahmen nicht am Mannschaftstraining teil, sondern trainierten im Athletikzelt.

Während Goretzka ein paar Läufe absolvierte, handele es sich bei Hummels (Patellasehnenprobleme) und Klostermann (Kniegelenkprobleme) um Vorsichtsmaßnahmen.

Beflügelt vom CL-Sieg zeigte sich derweil Kai Havertz. "Die letzte Woche war für uns die beste Woche des Lebens", sagte er. Trotzdem fehlt es dem Offensivmann weiter nicht an Bescheidenheit. Zur Weltklasse fehle dem 21-Jährigen "noch viel". Spielen wolle trotzdem so oft wie es nur geht.

"Ich bin ehrgeizig und möchte jedes Spiel spielen. So sind wir alle - und so muss das auch sein. Die Mannschaft steht im Vordergrund. Man muss sich an den Plan halten. Wenn ich auf dem Platz stehe, gebe ich alles. Und so gehe ich auch in die EM rein", sagte Havertz.

Auch Robin Gosens hat sich den Fragen der Journalisten gestellt. Nach seiner guten Leistungen gegen Dänemark erhofft sich der Linksverteidiger viele Einsatzminuten bei der EM.

Gosens sprach über das "Kimmich-Gen", dass er eigenen Aussagen zufolge in sich trägt. Sein Appell: "Wir müssen uns auch mal auf die Eier gehen."

DFB-Team: PK mit Havertz und Gosens im Liveticker

Das war's von der Pressekonferenz mit Havertz und Gosens.

Havertz über seine Saison:

"Ich wusste, dass es ein halbes Jahr oder Jahr dauern wird, bis man ankommt. Es hat lange gedauert, aber im Endeffekt war es ein Top-Jahr. Keiner schaut mehr auf die negativen Momente, sondenr nur noch auf das Tor und den Titel. Aber das war mir bewusst. Ich hoffe, dass es einen Anschub geben wird undich eine erfolgreiche EM spielen kann. Ich weiß jetzt, wie es in der Premier League. Vielleicht gibt mit das alles Kraft."

Havertz über seine Heimat Aachen:

"Es gibt nich sehr großen Bezug dazu, weile meine Familie dort wohnt. Aachen wird immer im meinem Herzen bleiben. Ob ich jetzt unerkannt durchlaufen könnte, weiß ich. Ich war wegen Corona lange nicht da. Es ist immer schön da zu sein."

Havertz über seinen Anspruch und den Vergleich mit Wirtz:

"Auch bei mir ging alles sehr schnell. Als 17-Jähriger habe ich das alles noch gar nicht verstanden. Du machst ein Spiel und bist gefühlt der beste Spieler der Welt. Es ist schwierig, dann auf dem Boden zu bleiben. Ich hoffe, dass ihm das gelingt. Als Fußballer ist es schwierig, dasselbe Niveau zu halten, vor allem als junger Spieler. Es ist wichtig, sein Ding zu machen und die ganzen Hater auszublenden. Aber auch, wenn man gut spielt, sollte man nicht zuviel lesen. Er muss ruhig bleiben und die Füße auf dem Boden behalten."

Havertz über Rüdiger:

"Er hat uns über die letzten Monate so viel Stabiltität gegeben. Nach dem Trainerwechsel hat er überragend gespielt. Als Mentalitätsspieler ist er auch wichtig. Auf dem Platz ist er ein Krieger. Ein bisschen wie Kante - du willst ihn in deiner Mannschaft haben. Gegen ihn zu spielen, macht auch nicht so viel Spaß. Die letzten Monate waren top. Für ihn war es zuerst sehr schwer und jetzt hat er sich da rausgekämpft."

Havertz über Kante:

"Wenn man ihn sieht, muss man schon lächeln. Er ist eine große Persönlöichkeit und ein super Mensch. Und ein super Fußballer. Man wünscht sich, ihn im eigenen Team zu haben. Ich war immer froh, wenn er auf dem Platz stand. Man kann sich viele Fehler erlauben, weil er den Ball zurückerobert. Er ist schnell, wendig und bekommt immer sein Bein rein. Deswegen ist es natürlich blöd, dass man gegen ihn spielen muss. Aber vielleicht kennt man auch ein paar Schwächen."

Havertz über Zuschauer-Rückkehr:

"Das freut uns alle sehr. Ich hatte bereits in der Premier League und den beiden Finals das Vergnügen. Wir hoffen alle, dass es zur Tagesordnung wird. Der Fußball lebt von den Fans, es ist einfach nicht das Gleiche, wenn man in einem leeren Stadion spielt."

Havertz über das System von Tuchel:

"Mir hat das System gefallen, wir waren auch sehr erfolgreich damit. Für uns Offensive ist es natürlich schwer, weil wir einen Spieler weniger haben. Wir werden sehen, wie es sich in den nächsten Tagen entwickelt. Wir sind Profi genug und kann das System von der einen auf die anderen Sekunden wechseln."

Havertz über das System und seine Weg zur Weltklasse (Netzer-Lob):

"Man muss flexibel sein, das muss im heuigen Fußball so sein. Wir haben viele gute Spiele mit der Dreierkette und der Viererkette gemacht. Daswird sich noch herauskristallieren sind, was das beste für uns ist. Es ist auch an der Tagesordnung, dass man das System während oder kurz vor dem Spiel ändert. Das Lob von Netzter freut mich natürlich. Ich bin noch 21, da fehlt noch viel zur Weltklasse. Man muss einige Jahre auf einem Niveau spielen, um dort angekommen zu sein."

Havertz über Wirtz:

"Es war eine überragende Leistung. Gratulation an die gesamte Mannschaft. Flo ist ein super Spieler, der es auch über die Saison hinweg gut gemacht hat. Es freut mich sehr für ihn, weil ich ihn auch mag. Er hätte es verdient, hier dabei zu sein. Aber im Endeffekt entscheidet das der Bundestrainer. Ich glaube aber auch, dass die U21-Em ihm guttut, um sich weiterzuentwickeln. Ich weiß wie es ist, wenn man zu früh reingeworfen wird. Das ist auch nicht gut. Er hat gezeigt, was er kann. Das ist natürlich top für uns."

Havertz über Gündogan nach dem CL-Finale:

"Die letzte Woche war für uns die beste Woche des Lebens, deshalb ist seine Gefühlslage schwer vorstellbar. Aber das ist Fußball, nur eine Mannschaft kann gewinnen. Persönlich tut es einem natürlich Leid. Ihm hätte man es gewünscht, aber der Gegner waren eben wir. Das sollte man jetzt auch vergessen und wir müssen zusammenhalten, dann kann man das gut umgehen. Ich weiß wie das ist, ich habe bereits zwei Finals verloren. Damöchte man auch nicht von jedem getröstet werden. Er ist aber Profi genug, um das wegzustecken."

Havertz über die Kommunikation:

"Kommunikation ist heutzutage im Fußball generell sehr wichtig. Dass ich nicht der Spieler bin, der Kommandos verteilt, weiß inzwischen jeder. Dafür haben wir aber genug Spieler, die das auch übernehmen. Jeder muss sein Teil beitragen, das ist auch ein großer Baustein für die nächsten Tage."

Havertz über ein mögliches Zusammenspiel mit Müller:

"Es geht alles. Thomas und ich sind jetzt nicht direkt auf einer Position, aber wir lieben es beide, in der Zentrale zu spielen. Aber mittlerweile gibt es genug Systeme, mit auch mehreren offensiven Mittelfeldspieler auf dem Platz zu stehen. Thomas ist ein überragender Spieler, was er seit Jahren zeigt. Wir sind natürlich ein Team, aber auch Konkurrenten. Wenn man nicht spielt, wünscht man dem anderen nur das Beste. Jetzt etwas zu prophezeien, macht aber wenig Sinn."

Havertz über sein gewonnenes Selbstvertrauen:

"Da muss man nicht drumherumreden. Es war ein besonderss Tor für mich und meine Familie. Es wird für mein Leben lang erhalten bleiben. Ich bin ein Spieler, der Selbstvertrauen braucht. Dann spiele ich am besten. Es darf aber nicht zu viel sein, wir haben den ein oder anderen Spieler in den Reihen, der den Titel ebenfalls gewonnen hat."

Havertz über eine mögliche Bankplatzierung gegen Frankreich:

"Der Fokus liegt nicht mehr auf der Champions League. Ich bin ehrgeizig und möchte jedes Spiel spielen. So sind wir alle - und so muss das auch sein. Die Mannschaft steht im Vordergrund. Man muss sich an den Plan halten. Wenn ich auf dem Platz stehe, gebe ich alles. Und so gehe ich auch in die EM rein. Ich hoffe, dass ich viele Minuten auf dem Platz stehen werrde."

Havertz über seine Rolle:

"Ich bin ein kreativer Spieler, ich lebe vom Instinkt. Ich habe in den letzten Monaten auf vielen Position gespielt. Ich bin da flexibel. Ich hatte viele Gespräche mit dem Bundestrainer, er sieht die Rolle genauso wie ich."

Havertz über seine Ankunft:

"Natürlich taten die ein, zwei Tage gut nach dem Spiel. Ich freue mich wieder auf dem Platz zu stehen, ich wurde von allen herzlich empfangen. Jetzt kann man wieder Gas geben."

Nun ist Havertz dran.

Gosens über Lettland:

"Ich erwarte einen Sieg. Ich weiß auch noch nicht vielüber den Gegner, aber wir haben ja noch ein paar Tage Zeit. Es ist wichtig, positiv ins Turnier zu starten und dabei auch positive Erkenntnisse mitzunehmen."

Gosens über Psychologie-Studium:

"Ich habe meine Lektüre dabei und meien Freizeit nutzen, um im Studium weiterzukommen. Das ist wichtig für mich, um meine Balance zu finden. Darüber hinaus versuche ich mich schon ein bisschen einzubvringen bei Gesprächen mit Spielern."

Gosens über Ähnlichkeit zu Podolski:

"Bei Social Media schreiben mir so viele Leute, dass ich so aussehe wie Lukas Podolski. Das sehe ich aber ehrlich gesagt nicht. Ich würde den linken Huf nehmen von ihm und auch die Karriere ist gigantisch. Wenn ich einen öhnlichen Weg gehen wir er, schaue ich auf eine geile Karriere zurück. Ich höre das nicht zum ersten Mal."

Gosens über Transfergerüchte:

"Ich lasse meine Sachen durch meinen Dad regeln. Ich habe ihm gesagt, dass er mich damit in Ruhe lassen soll. Ich will davon nichts wissen. Für mich ist das zu wichtig und schön, da will ich mich nicht mit anderen Dingen beschäftigten."

Gosens über sein Kimmich-Gen:

"Das schlummert schon ein bisschen in mir. Ich bin ein sehr emotionaler Sieler, der dann auch gerne mal ein bisschen ausbricht. Das brauchen wir auch. Da muss man sich - auf gut Deutsch gesagt - auf die Eier gehen. Das muss man dann auch akzeptieren, wenn man einen Spruch gedrückt bekommt oder schlecht gespielt hat. Dann wischt man sich die Mund ab. Wenn wir alles akzeptieren, ohne eine Rückmeldung zu gebe, kommen wir nicht weiter. Dementsprechend sehe ich mich in dieser Rolle. Kimmich ist da der Vorreiter. Davon können sich auch andere etwas abscheuen. Nur so können wir als Mannschaft wachsen."

Gosens über seine Stammposition:

"Das ist das Ziel. In jedem Training und jeder Minute, die ich bekomme, will ich Vollgas geben. Ich bin froh, dass es Dänemark über weite Strecken geklappt hat. Ich hab noch einen weiten Weg vor mir, um nicht nur 65/70 Minuten zu machen, sondern 90."

Gosens über Werdegang (ohne U-Nationalspiel):

"Die Frage ist nicht einfach zu beantworten. Fleiß, harte Arbeit, Mentalität und Disziplin sind die Grundattribute, die ich da nennen würde. Seit dem Moment, an dem ich die Chance hatte, Profi zu werden, habe ich immer ein bisschen mehr als die anderen gemacht. Ich war nie Teil eines Nachwuchszentrums oder von einem Internat. Die Belohnung für diese harte Arbeit habe ich nun bekommen - Teil der Nationalmannschaft zu sein."

Gosens über die verschiedenen Generationen im Team:

"Die ältere Generation hat viel Erfahrung und kann Tipps geben, die mittlere Generation ist das Bindeglied. Wir haben eine super Mischung. Auch abseits des Platzes machen viel. Im Training wird man auch mal angeschrien, wenn man einen Fehlpass macht - und das ist auch richtig so. Das muss man dann auch akzeptieren. Nur wenn das der Fall ist, kann man am Ende auch gut spielen."

Gosens über die U21-EM:

"Wir haben uns gefreut. Ich traue ihnen den Titel zu. Das wäre gigantisch, wenn sie einen Titel holen. Da war pure Leidenschaft zu sehen, nur so geht es. Das sind die Jungs auch Vorbilder für unser Turnier. Wenn sie das beibehalten, bin ich mir sicher, dass sie das Ding am Ende in die Luft heben werden."

Gosens über die Dreierkette:

"Der offensichtliche Vorteil ist, dass man einen Innenverteidiger mehr hat. Damit kann man eine größere Kompaktheit herstellen. Als Außenverteidiger kann man näher am Mann stehen, weil man nicht sofort reinstellen muss. Das kann Vorteile gegen schnelle Leute wie von Frankreich und Portugal haben. Das kommt mir zugute. Auch in der Offensive, weil ich sehr ein dynamischer Schienenspieler bin, der sich viel nach Vorne macht. Eine Viererkette bietet andere Vorteile."

Gosens über die Rückkehr der Fans:

"Druck ist es sicherlich nicht, das ist beflügelnd. Das freut mich auch generell. Es heißt nämlich, dass die Inzidenzen sinken. Ansonsten wäre es sicherlich nicht so gekommen. Das bedeutet auch, dass nicht nur wir, sondern auch der Amateursport wieder seinen Gang gehen darf. Rundum eine geile Geschichte."

Gosens über sein erstes großes Tunier:

"Es ist eine große Ehre, dass ich Deutschland bei einem Tunier repräsentieren darf. Die Stimmung ist genial, es ist ordentlich Feuer drin. Im letzten Testspiel hat man auch gemerkt, dass viel gesprochen wurde. Wir sind auf einem guten. Wir haben noch ein paar Tage. Ich bin happy, dass ich dabei sein darf."

DFB-Team: Drei Spieler angeschlagen

"Drei Spieler waren nicht im Mannschaftstraining. Goretzka befindet sich noch im individuellen Training. Eine Vorsichtsmaßnahme war es bei Mats Hummels, der Patellasehnenproblemen hat. Kniegelenksbeschwerden hat zudem Lukas Klostermann. Gegen Lettland werden 1000 Zuschauer zugelassen. Wir freuen uns darauf. Die Spiele in München können vor 14.000 Zuschauern stattfinden, was uns natürlich sehr freut."

Vor Beginn:

Robin Gosens stellt sich zuerst den Fragen der Journalisten. Die Verspätung wird mit einer intensiven Trainingseinheit erklärt.

Vor Beginn:

In wenigen Minuten geht's los. Wir sind gespannt.

Vor Beginn:

Auch Gosens strotzt vor Selbstvertrauen. Der Linskverteidiger scheint derzeit die Nase vorn vor Freiburgs Christian Günter zu haben, beim 1:1 gegen Dänemark bereitete er zudem den Treffer von Florian Neuhaus vor.

Vor Beginn:

Havertz kommt nach dem gewonnenen Champions-League-Finale mit dem FC Chelsea mit breiter Brust in die Nationalmannschaft. Beim Testspiel gegen Lettland am Montag könnte er bereits zum Einsatz kommen.

Vor Beginn:

Herzlich willkommen zur DFB-Pressekonferenz. Am heutigen Freitag stehen Kai Havertz und Robin Gosens Rede und Antwort. Um 13 Uhr geht es los.

DFB-Pressekonferenz mit Havertz und Gosens heute im Livestream

Ihr habt gleich mehrere Möglichkeiten, die Pressekonferenz der deutschen Nationalmannschaft mit Robin Gosens und Kai Havertz live zu sehen. So gibt es Livestreams bei YouTube, Sport1 und Sky.

DFB-Team: Die Vorbereitung auf die EM im Überblick

DatumEreignis
Sonntag, 6. JuniTrainingslagerende Seefeld
Montag, 7. JuniTestspiel gegen Lettland in Düsseldorf
Dienstag, 8. JuniBezug Teamhotel in Herzogenaurach
Dienstag, 15. JuniAuftaktspiel gegen Frankreich in München
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