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Fussball

RB Leipzig - Kevin Kampl exklusiv: Nagelsmann? "Gibt's nur einmal im Weltfußball"

Von SPOX
Kampl sieht in Nagelsmann einen weltweit einzigartigen Trainer.

Leipzigs Mittelfeldspieler Kevin Kampl hat vor dem Auswärtsspiel in der Bundesliga bei Aufsteiger Arminia Bielefeld (20.30 Uhr live auf DAZN und im LIVETICKER) im Interview mit SPOX und DAZN seinem Trainer Julian Nagelsmann ein großes Lob ausgesprochen.

Außerdem sprach Kampl über seine komplizierte Zeit beim BVB, den Titelkampf gegen den FC Bayern und das internationale Standing von RB Leipzig.

Zudem hob Trainer Julian Nagelsmann den Stellenwert des Mittelfeldmotors für das Spiel der Roten Bullen hervor.

Kevin Kampl über...

... seinen Wechsel 2015 zum damals abstiegsbedrohten BVB: Die Unterschrift war natürlich ein großartiges Gefühl, darauf hatte ich hingearbeitet, mein Ziel war es, wieder in die Bundesliga zu kommen. Aber es war auch irgendwo ein komisches Gefühl, in Österreich lief alles extrem gut mit Salzburg: Wir waren Erster, waren in der Europa League locker weiter und haben da alles gewonnen. Zum Vorletzten in die Bundesliga zu wechseln war im ersten Moment schon komisch. Mein erstes Spiel war ein Unentschieden in Leverkusen, das zweite Spiel zu Hause haben wir verloren. Da war die Stimmung natürlich extrem schlecht. Im Nachhinein würde ich sagen, es war eine sehr prägende Zeit für mich, weil ich auch mal gemerkt habe, wie sich alles anfühlt, wenn es nicht so gut läuft.

... Jürgen Klopp in dessen letztem Halbjahr beim BVB: Er hat trotzdem an uns als Mannschaft und an die Stärken der Spieler geglaubt. Natürlich war's für jeden Spieler eine schwierige Situation, weil Dortmund da nicht hingehört hat. Wir wussten, dass wir da nur zusammen rauskommen und Kloppo hat bis zum Ende sein Herzblut da reingesteckt und alles gegeben. Er hat für diesen Verein sein ganzes Herz gegeben und das auch auf die Spieler übertragen.

... das Angebot und den Wechsel zu Bayer Leverkusen: Thomas Tuchel wollte nicht, dass ich gehe. Als ich das Angebot von Leverkusen vorliegen hatte, bin ich zu ihm ins Büro gegangen und habe gesagt, dass ich es unbedingt machen möchte. Roger Schmidt war in Leverkusen Trainer, er war quasi mein Mentor in Salzburg gewesen, hatte mich zu Salzburg geholt und mich dort geformt. Ich habe für mich persönlich gesehen, dass das der beste Weg ist. Das habe ich Thomas Tuchel offen und ehrlich gesagt. Er meinte: "Du hast einen sehr langen Vertrag, bleib hier, ich plane mit dir." Ich habe ihm dann erklärt, dass man in seiner ganzen Karriere vielleicht einen Trainer trifft, zu dem man dieses besondere Verhältnis hat und das war bei Roger Schmidt und mir so. Er hat dann auch gesagt, dass er es eigentlich nicht will, aber mich absolut verstehen kann und mich auch gehen lässt. Dafür bin ich ihm bis heute sehr, sehr dankbar. Als ich in Leverkusen ankam, war ich auf Knopfdruck wieder der Alte und bin endgültig in der Bundesliga angekommen.

Kampl über Nagelsmann: "Gibt's nur einmal im Weltfußball"

... seinen aktuellen Coach Julian Nagelsmann: Ich habe noch nie einen Trainer gesehen, der sich so viel mit Fußball beschäftigt und in dem Alter schon so viel Fachwissen hat - das ist unglaublich und das gibt's, glaube ich, auch nur einmal momentan im Weltfußball. Man denkt immer, er ist schon 20 Jahre dabei. Er weiß, wie man die Mannschaft perfekt auf die Spiele vorbereitet, hat immer gute Matchpläne. Leipzig wird da nicht der letzte Schritt sein, er hat eine ganz große Trainerkarriere vor sich.

... die Frage, ob Nagelsmann schon das Zeug zum Meistercoach hat: Warum nicht - wenn du so gut dastehst mit deiner Mannschaft und so viel Punkte holst? Am Ende liegt es natürlich noch an uns Spielern, die Sachen gut umzusetzen, die er verlangt. Da gehören viele Dinge dazu: Manchmal brauchst du auch das nötige Glück. Wenn du immer Bayern vor dir hast, ist das das Maß aller Dinge, das ist einfach momentan die beste Mannschaft der Welt. Da ist es extrem schwer, Meister zu werden, das wissen wir alle. Aber wenn du so knapp an ihnen dran bist, willst du natürlich versuchen, so lange wie möglich dranzubleiben und - wenn sich eine Chance ergibt - die auch zu nutzen und vorbeizukommen. Wenn wir was anderes sagen würden, wäre das gelogen. Wir wollen aber erst mal unser klares Ziel Champions League fix machen und sind auf einem sehr guten Weg dahin. Wir sind auch im Pokalhalbfinale, da ist es nur noch ein Spiel bis ins Finale. Wir waren schon einmal in Berlin und wissen, wie geil sich das angefühlt hat, haben aber leider verloren. Wir haben dieses Jahr die Chance, wirklich einmal einen Titel nach Leipzig zu holen.

... das Titelrennen mit den Bayern: Das Spiel gegen die Bayern zu Hause wird extrem wichtig, um dranzubleiben. Aber gerade die Spiele gegen Mainz, Bielefeld, Freiburg - da musst du sehen, dass du deine Punkte holst. Wir sind natürlich traurig, dass wir die zwei Punkte gegen Frankfurt haben liegen lassen. Jedes Spiel bis zum Saisonende wird wie ein Endspiel sein, um an den Bayern dranzubleiben. Weil wir nicht hoffen können, dass sie noch oft patzen, das werden sie sicherlich nicht tun bei ihrer Qualität.

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