Djokovic und Cheruiyot triumphieren in London

Von SPOX
Novak Djokovic wurde zum Laureus "World Sportsman Of The Year" gewählt
© Getty

Novak Djokovic und Vivian Cheruiyot sind bei den Laureus World Sports Awards 2012 in London zu den Weltsportlern des Jahres gewählt worden. Leer gingen dagegen die vier nominierten Deutschen aus.

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Vor Wochenfrist durfte der Djoker noch den Sieg bei den Australian Open bejubeln, nun folgte der nächste Triumph des Tennis-Weltstars. Novak Djokovic wurde bei den 13. Laureus World Sport Awards 2012 in London zum Weltsportler des Jahres gekürt und setzte sich dabei gegen weltmeisterliche Konkurrenz wie Sebastian Vettel, Usain Bolt, Dirk Nowitzki und Lionel Messi durch.

Bei den Frauen triumphierte derweil die kenianische Doppel-Weltmeisterin über 5000 und 10.000 Meter, Vivian Cheruiyot. Neben ihr waren auch die deutsche Skiläuferin Maria Höfl-Riesch und Japans WM-Heldin Homare Sawa nominiert. Die wertvollste Auszeichnung im Weltsport ging in der Kategorie "Mannschaft des Jahres" an den FC Barcelona.

Bei den Preisen für den "Durchbruch des Jahres" und das "Comeback des Jahres" durften die nordirischen Golfer jubeln. Ersterer ging an US-Open Gewinner Rory McIlroy, Darren Clarke siegte in der zweiten Kategorie. Unter den nominierten Behindertensportlern lag der Südafrikanische Sprinter Oscar Pistorius ganz vorn.

Sir Bobby Charlton erhält Ehrenpreis für sein Lebenswerk

Ein Sonderpreis für das Lebenswerk ging an Englands Fußball-Legende Sir Bobby Charlton, der 1966 den WM-Titel im eigenen Land holte. Brasiliens Ex-Fußballnationalspieler Rai erhielt den "Laureus Sport for Good"-Award. Da der letzte deutsche Nominierte, Windsurf-Weltmeister Philip Köster, ebenfalls leer ausging und Surf-Weltmeister Kelly Slater im Bereich Action-Sport den Vortritt lassen musste, blieben die deutschen Athleten in diesem Jahr gänzlich ohne Preis.

"Für mich war es schon etwas ganz besonderes, überhaupt nominiert worden zu sein", sagte Köster. Die Gewinner der Awards waren zuvor durch die 47 Mitglieder der Laureus World Sport Academy unter dem Vorsitz des legendären Hürdenläufers Edwin Moses auserkoren worden.

Im vergangenen Jahr hatte wurde Golfer Martin Kaymer für den Durchbruch des Jahres geehrt und war damit nach Michael Schumacher (2002 und 2004), Martin Braxenthaler und Franz Beckenbauer der fünfte Deutsche, dem dieses Ehre zuteil wurde.

Becker: "Hätte auch Nowitzki gerne hier gesehen"

"Ich freue mich besonders über die Nominierten aus dem Tennissport", sagte Wimbledonsieger Boris Becker, der dem erlauchten Kreis der 47 Mitglieder der Laureus Akademie angehört. "Natürlich hätte ich auch Dirk Nowitzki gerne hier gesehen, er hat Phänomenales geleistet", ergänzte Basketballfan Becker.

Die Einnahmen aus den Laureus World Sports Awards kommen der Laureus Sport for Good Foundation zugute und stellen die Grundlage für die Arbeit der Stiftung dar. Diese unterstützte bisher weltweit in 91 sportbezogenen Sozialprojekten eineinhalb Millionen junge Menschen mit 40 Millionen Euro.

Die Laureus Awards wurden in London zum 13. Mal im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung vergeben. "Die Awards sind ein großer Event, es ist einfach toll, all diese Ausnahmesportler immer wiederzusehen und sich auszutauschen. Dahinter aber steht die Idee, die das ganze Jahr verfolgt wird, die abseits der großen Bühne gelebt wird und eben auch enorme wirtschaftliche Möglichkeiten freisetzt - für diejenigen, die sie brauchen", sagte Becker.

Die Botschafter der Laureus-Stiftung im Porträt