Michael Weiß im Interview

Weiß: "Für die Psyche war es hart"

Von Interview: Haruka Gruber
Mittwoch, 20.04.2011 | 15:06 Uhr
Die philippinische Nationalmannschaft bei einem der zahllosen Empfänge in der Heimat
© pff
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Naturkatastrophen, 50 Grad Temperaturunterschied, der nicht endende Hype: Michael Weiß, der sich über SPOX erfolgreich um das Amt des philippinischen Nationaltrainers bewarb und im Februar seinen Einstand gab, erlebte seitdem zwei Monate der Extreme. Der 46-Jährige über Zeit zum Reflektieren und die WM-Qualifikation.

SPOX: Vor zwei Monaten debütierten Sie mit dem 2:0-Sieg über die Mongolei als Nationaltrainer der Philippinen. Die Partie war ein sporthistorisches Ereignis für das Land, seitdem ging es turbulent weiter. Wie geht es Ihnen?

Michael Weiß: Unglaublich, dass es erst zwei Monate her ist. Ich habe das Gefühl für die Zeit verloren. Es ist so viel passiert mit unzähligen überwältigenden Eindrücken, und das alles im ICE-Tempo. Die Bilder verschwammen und gingen ineinander über. Der Stress war immens. Ich verbringe den April in Deutschland und versuche trotz vieler Termine, etwas abzuschalten, um das Erlebte zu verarbeiten.

SPOX: Zu den Erlebnissen gehört unter anderem das Trainingslager, das Sie mit der philippinischen Nationalmannschaft in Ihrer Wahlheimat Japan zum Zeitpunkt des verheerenden Erdbebens abhielten.

Weiß: Ich habe mir das Testspiel meiner Mannschaft gegen eine japanische Universitätsauswahl angeschaut, als plötzlich mein guter Freund Gert Engels, der seit über 20 Jahren in Japan als Trainer arbeitet und auf Besuch war, zu mir schrie: "Erdbeben! Michael! Erdbeben!" Plötzlich waren alle in Panik und die japanischen Spieler haben sich als erstes auf den Boden geschmissen. Der Boden bebte, überall gab es "Erdbeben!"-Rufe. Irgendwann ging mein Blick zum Fuji hoch, dem größten Berg Japans und ein aktiver Vulkan. Wir haben am Fuße des Fuji in der Stadt Gotemba trainiert, natürlich kommen einem dann die schlimmsten Szenarien in den Kopf. Beängstigend.

SPOX-Reportage von den Philippinen: Eine Nation dreht durch

SPOX: Stimmt es, dass das Trainingslager ursprünglich in Sendai oder Fukushima geplant war? Die Millionenstadt Sendai wurde vom Tsunami schwer getroffen, in Fukushima kam es zur atomaren Katastrophe.

Weiß: Sendai und Fukushima waren die wahrscheinlichsten Optionen und erst einige Tage vor unserer Ankunft wurde entschieden, dass wir uns dann doch westlich von Tokyo in Gotemba vorbereiten. Als ich die Fernsehbilder sah, wurde mir bewusst, wie gut es der Zufall mit uns meinte. Ich habe daraufhin sofort versucht, meine Frau, die Kinder und meine Mutter telefonisch zu erreichen, die zwei Tage zuvor noch in Gotemba bei mir waren und abgefahren sind. Ich konnte aber den ganzen Tag keinen Kontakt herstellen und hatte entsprechend riesige Angst. Ich wusste zwar, dass sie sich in Kyoto aufhielten, das noch südlicher liegt als Gotemba. Dennoch waren es grausame Stunden. Ich kann nur erahnen, wie viel schlimmer es für andere gewesen sein musste.

SPOX: Wie ging es weiter?

Weiß: Der japanische Verband hat uns sensationell geholfen. Er sorgte vorher schon dafür, dass wir im Trainingslager die perfekten Bedingungen hatten. Nach dem Erdbeben und dem Tsunami wurden wir unbürokratisch sofort ausgeflogen.

SPOX: Daraufhin ging es weiter in die Mongolei, zum Rückspiel der ersten Qualifikationsrunde für die Asienmeisterschaften. Dort wurde Ihr Team mit extremen Bedingungen konfrontiert.

Weiß: Wir wussten über die Kälte in der Mongolei Bescheid, deswegen sind wir nach Japan gereist, um uns auf die Temperaturen einzustellen - zumindest soweit das möglich war. Auf den Philippinen herrschten +35 Grad, in Japan hatten wir +5 Grad, in der Mongolei jedoch ging es runter bis auf -15 Grad. Japan war für die Jungs schon hart, aber die Mongolei hat jeden fertig gemacht.

SPOX: 50 Grad Temperaturunterschied: War es tatsächlich so absurd, wie es klingt?

Weiß: Absolut, das kann man sich nicht vorstellen. Es war so was von kalt, der Wind hat wehgetan wie ein Peitschenschlag. Wenn man sich für kurze Zeit nicht bewegte, verwandelte man sich sofort in einen Eisblock. Vor allem für die Psyche war es hart und jeder freute sich, als das Spiel endlich abgepfiffen wurde. Wir waren am Ende nur sauer, dass wir nicht in der Lage waren, so einen Gegner zu besiegen.

SPOX: Im Gegenteil: Die Philippinen verloren 1:2 und wären fast ausgeschieden.

Weiß: Es klingt im Nachhinein gefährlicher, als es war. Wir sind mit dem 1:2 in die Pause gegangen und standen in der zweiten Halbzeit relativ sicher. Es war zugegeben ein richtig mieses Spiel, aber unter den gegebenen Umständen ging eben nicht mehr.

SPOX: Wenige Tage später stand die zweite Qualifikationsrunde für die Asienmeisterschaften an. Die Philippinen standen mit Gastgeber Myanmar, Palästina und Bangladesch in einer Gruppe und mussten fürs Weiterkommen mindestens Zweiter werden, was Ihrer Mannschaft gelang. Wie groß war die Anspannung?

Weiß: Wenn wir ausgeschieden wären, hätte die Entwicklung des Fußballs auf den Philippinen in eine falsche Richtung gehen können. Ich machte mir auch Gedanken, aber ich war mir sicher, dass wir es schaffen. Zum Auftakt hatten wir gegen Myanmar Pech und kassierten in der letzten Minute den 1:1-Ausgleich, dann gelang uns gegen die starken Palästinenser ein 0:0 und im entscheidenden dritten Spiel besiegten wir Bangladesch 3:0. Danach löste sich der gesamte Druck.

Michael Weiß: "Ein zweiter Fall Alaba darf nicht passieren"

SPOX: Während des Turniers hatten Sie einen erneuten Schreckmoment zu verarbeiten.

Weiß: Um mir ein Bild von Bangladeschs Leistungsstärke zu machen, bin ich ins Stadion und habe eines der vorherigen Spiele angeschaut - als plötzlich schon wieder die Erde stark bebte. Die Leute sind wie wild herumgerannt, in der Nähe sind irgendwelche Dinge auf den Boden gekracht und ich bin wie alle anderen in Sicherheit gerannt. Aber nach alldem, was passiert ist, bin ich über diese Episode recht schnell hinweggekommen. (lacht)

SPOX: Wie geht es mit dem Nationalteam weiter?

Weiß: Wir haben jetzt etwas Zeit, um dringend benötige strukturelle Veränderungen einzuleiten. Wir intensivieren das Scouting, außerdem bekomme ich einen neuen Assistenztrainer. Wir müssen dahinkommen, die Verantwortung auf mehrere Schultern zu verteilen, Teammanager Dan Palami und ich können nicht alles organisieren. Ende Juni geht die neue Saison mit dem Auftakt zur Qualifikation für die WM 2014 los.

SPOX: Wie stehen die Chancen?

Weiß: Ich möchte keine zu großen Hoffnungen wecken, immerhin nehmen die Philippinen das erste Mal überhaupt an einer WM-Qualifikation teil. Die Auslosung lief schon einmal zufriedenstellend. In der ersten Quali-Runde treffen wir auf Sri Lanka, das sollten wir schaffen. In der zweiten Quali-Runde wartet Kuwait, das nicht zu unterschätzen ist, aber wir hätten es mit Iran oder Saudi-Arabien wesentlich schwerer erwischen können. Wenn wir die zweite Quali-Runde überstehen, sind wir unter den 20 besten Teams Asiens und könnten auf Kracher wie Japan oder Südkorea treffen. Bis dahin ist es aber ein langer Weg.

SPOX: Was die philippinische Bevölkerung jedoch nicht davon abhält, die Nationalspieler schon jetzt wie Superstars anzuhimmeln. Stört Sie der weiterhin anhaltende Hype?

Weiß: Überhaupt nicht, ich nehme den Hype gerne mit. Durch die Begeisterung zeigen viele Firmen plötzlich sehr großes Interesse und wollen uns sponsern - und ohne Geld ist ein weiterer Aufschwung des Fußballs nicht machbar. Wir brauchen diese Unterstützung, um neue Trainingsplätze zu bauen und die generelle Infrastruktur zu verbessern. Wir sind gerade dabei, richtig Substanz hinter die ganze Geschichte zu bekommen. Dass Dan Palami jüngst zum Sport-Manager des Jahres und die Nationalmannschaft zum Team des Jahres gewählt wurden, war ein gutes Zeichen.

SPOX: Dennoch die Nachfrage: Die Nationalmannschaft ist trotz der jüngsten Erfolge nicht unter den Top 150 der Weltrangliste, wird aber gefeiert wie ein Weltmeister. Mittlerweile tauchen einige Ihrer Spieler in den Klatsch-und-Tratsch-Spalten der Zeitungen auf und erzählen freimütig darüber, dass Sie gerne ins Film-Business wechseln und mit der einen oder anderen Schönheit aus dem philippinischen Fernsehen ausgehen würden. Ist das nicht befremdlich?

Weiß: Natürlich gefallen mir nicht alle Schlagzeilen, aber ich akzeptiere, dass durch ein Land mit fast 90 Millionen Einwohnern eine Welle der Begeisterung schwappt und die Berichte wohl dazugehören. So ist die Kultur auf den Philippinen und damit weiß ich umzugehen. Ich habe bei meinen vorherigen Station in Ruanda, China und Japan auch nicht die deutsche Dampfhammer-Maschine rausgeholt und versucht, alles plattzumachen. Ich betrachte mit einer gewissen Distanz die Aufregung um die Nationalmannschaft und hoffe inständig, dass die Spieler wissen, dass sie noch nichts geleistet haben.

SPOX: Sie zogen bereit erste Konsequenzen und schmissen mit dem 21-jährigen Jason de Jong einen talentierten Mittelfeldspieler aus der Mannschaft, der immerhin in der zweiten belgischen Liga gespielt hat.

Weiß: Es war kein Rausschmiss, aber eine disziplinarische Entscheidung. Jason ist zu einem Klub in Indonesien gewechselt, findet sich selbst offenbar richtig super und denkt, dass er schon ein Star ist. Er war plötzlich nicht mehr zu erreichen und hat mir nicht einmal abgesagt, wenn er zu einem Termin nicht kommen konnte. Keine Ahnung, was sich so ein Spieler denkt. Ich mache mir jedoch nicht zu viele Gedanken, mit Ingolstadts Manuel Ott und Jerry Lucena, der fast 300 Spiele in der ersten dänischen Liga bestritten hat, verfüge ich ohnehin über bessere Spieler auf seiner Position im zentralen Mittelfeld.

SPOX: Wie leistungsstark sind die Philippinen mittlerweile?

Weiß: Wir müssen uns im südostasiatischen Fußball auf jeden Fall nicht mehr verstecken. Mit den Younghusband-Brüdern, die beim FC Chelsea ausgebildet wurden, Fürths Stephan Schröck, dem Ex-Berliner Dennis Cagara, Lucena und Ott werden wir zukünftig gut aufgestellt sein, dazu haben wir mit dem Ibero-Filipino Angel Guirado vom spanischen Viertligisten Ronda womöglich den lange gesuchten Torjäger gefunden.

SPOX: Sie fahnden aber weiter nach europäischen Spielern mit philippinischen Wurzeln?

Weiß: Das gehört zu den wichtigsten Punkten auf unserer Agenda. Wir haben mit Aly Borromeo und Anton del Rosario zwei Nationalspieler in die USA geschickt, um Sichtungslehrgänge zu veranstalten. Ich wiederum fahre über das Oster-Wochenende zu einem Turnier im badischen Nagold, wo ich eine Auswahl bestehend aus deutschen, belgischen und italienischen Kandidaten gegen die Stuttgarter Kickers und Reutlingen scouten werde.

SPOX: Gibt es noch Spieler, die nicht entdeckt wurden?

Weiß: Das Netz ist noch nicht engmaschig genug. Wir bekommen immer wieder Tipps und gehen dem nach. Zuletzt habe ich von einigen Talenten gehört, die bei europäischen Topteams in der Jugend ausgebildet werden und für die Philippinen angeblich spielberechtigt sind. Diese Talente wollen wir für uns gewinnen. Wenn wir es schaffen, eine gute Mischung mit Spielern aus den Philippinen und aus Europa zu finden, hat die Nationalmannschaft ein riesiges Potenzial.

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