Champions League - Viertelfinale

"Wir bleiben bei der Apfelschorle"

Von Für SPOX in Mailand: Haruka Gruber
Dienstag, 05.04.2011 | 16:35 Uhr
Schalkes Raul feiert seinen Treffer zum 3:2 bei Inter Mailand
© Imago
Advertisement
Premier League
Sa18:30
Liverpool - Chelsea - Der Kampf um die CL-Plätze
Indian Super League
Chennai -
NorthEast United
Copa Sudamericana
Flamengo -
Junior
Indian Super League
Kerala -
Jamshedpur
Ligue 1
St. Etienne -
Straßburg
Premiership
Dundee -
Rangers
Premier League
West Ham -
Leicester
Primera División
Celta Vigo -
Leganes
A-League
FC Sydney -
Brisbane
Primera División
Alaves -
Eibar
Championship
Barnsley -
Leeds
Serie A
Bologna -
Sampdoria
Championship
Norwich -
Preston
Primera División
Real Madrid -
Malaga
Ligue 1
Rennes -
Nantes
Serie A
Chievo Verona -
SPAL
Serie A
Sassuolo -
Hellas Verona
Premier League
Liverpool -
Chelsea
Primera División
Real Betis -
Girona
Championship
Sheff Utd -
Birmingham
Ligue 1
Caen -
Bordeaux
Ligue 1
Dijon -
Toulouse
Ligue 1
Metz -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Lille
Ligue 1
Troyes -
Angers
Premier League
Tottenham -
West Bromwich (DELAYED)
Primera División
Levante -
Atletico Madrid
Premier League
Swansea -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
Stoke (DELAYED)
Premier League
Man United -
Brighton (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Watford (DELAYED)
J1 League
Cerezo Osaka -
Kobe
J1 League
Kashima -
Kashiwa
Primera División
La Coruna -
Bilbao
Eredivisie
Excelsior -
PSV
Premier League
Southampton -
Everton
Super Liga
Cukaricki -
Roter Stern
Ligue 1
Nizza -
Lyon
Serie A
Genua -
AS Rom
Serie A
AC Mailand -
FC Turin
Serie A
Udinese -
Neapel
Primera División
Real Sociedad -
Las Palmas
Ligue 1
Marseille -
Guingamp
Premier League
Huddersfield -
Man City
1. HNL
Cibalia -
Rijeka
Serie A
Lazio -
Florenz
Primera División
Villarreal -
Sevilla
Premier League
Burnley -
Arsenal (DELAYED)
First Division A
Brügge -
Zulte-Waregem
Primera División
Valencia -
Barcelona
Serie A
Juventus -
Crotone
Ligue 1
Monaco -
PSG
Primeira Liga
Benfica -
Setubal
Superliga
River Plate -
Newell's Old Boys
Premier League
Spartak -
Zenit
Serie A
Atalanta -
Benevento
Championship
QPR -
Brentford
Primera División
Espanyol -
Getafe
Ligue 1
Amiens -
Dijon
Ligue 1
Straßburg -
Caen
Coppa Italia
Sampdoria -
Pescara
Ligue 1
Bordeaux -
St. Etienne
Premier League
Watford -
Man United
Copa del Rey
Real Madrid -
Fuenlabrada
Premier League
Brighton -
Crystal Palace (DELAYED)
Premier League
West Bromwich -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Leicester -
Tottenham (DELAYED)
Copa Sudamericana
Independiente -
Libertad
Coppa Italia
Chievo Verona -
Hellas Verona
Ligue 1
Angers -
Rennes
Ligue 1
Guingamp -
Montpellier
Ligue 1
Lyon -
Lille
Ligue 1
Metz -
Marseille
Ligue 1
Nantes -
Monaco
Ligue 1
Toulouse -
Nizza
Copa del Rey
Barcelona -
Murcia
Premiership
Rangers -
Aberdeen
Cup
Anderlecht -
Lüttich
Ligue 1
PSG -
Troyes
Premier League
Stoke -
Liverpool
Copa del Rey
Atletico Madrid -
Elche
Premier League
Bournemouth -
Burnley (DELAYED)
Premier League
Arsenal -
Huddersfield (DELAYED)
Premier League
Man City -
Southampton (DELAYED)
Premier League
Everton -
West Ham (DELAYED)
Premier League
Chelsea -
Swansea (DELAYED)
Copa Libertadores
Lanus -
Gremio
Indian Super League
Goa -
Bengaluru
Copa del Rey
Villarreal -
Ponferradina
Cup
Zulte-Waregem -
Brügge
Coppa Italia
Genua -
Crotone
Copa Sudamericana
Junior -
Flamengo
Indian Super League
Jamshedpur -
Kalkutta
Serie A
AS Rom -
SPAL
Primeira Liga
Sporting -
Belenenses
Ligue 1
Dijon -
Bordeaux
Serie A
Neapel -
Juventus
Championship
Leeds -
Aston Villa
Primera División
Malaga -
Levante
Primeira Liga
Porto -
Benfica
J1 League
Iwata -
Kashima
J1 League
Kobe -
Shimizu
A-League
Newcastle -
Melbourne City
Primera División
Barcelona -
Celta Vigo
Premier League
Chelsea -
Newcastle
Premier League
Lok Moskau -
Kasan
Premier League
Brighton -
Liverpool
Championship
Millwall -
Sheffield Utd
Primera División
Atletico Madrid -
Real Sociedad
Ligue 1
Straßburg -
PSG
Premier League
Arsenal -
Man Utd
Primera División
Sevilla -
La Coruna
Championship
Bristol City -
Middlesbrough
Ligue 1
Lille -
Toulouse
Ligue 1
Monaco -
Angers
Ligue 1
Nizza -
Metz
Ligue 1
Rennes -
Amiens
Ligue 1
Troyes -
Guingamp
Premier League
Watford -
Tottenham (DELAYED)
Eredivisie
Feyenoord -
Vitesse
Primera División
Bilbao -
Real Madrid
Serie A
FC Turin -
Atalanta
Premier League
Leicester -
Burnley (Delayed)
Premier League
Everton -
Huddersfield (DELAYED)
Premier League
West Brom -
Crystal Palace (DELAYED)
Primera División
Leganes -
Villarreal
Serie A
Benevento -
AC Mailand
Premiership
Aberdeen -
Rangers
Eredivisie
PSV -
Sparta
Premier League
Bournemouth -
Southampton
Ligue 1
St. Etienne -
Nantes
Serie A
Bologna -
Cagliari
Serie A
Florenz -
Sassuolo
Serie A
Inter Mailand -
Chievo Verona
Primera División
Getafe -
Valencia
Ligue 1
Caen -
Lyon
Premier League
Man City -
West Ham
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Inter Zapresic
Primera División
Eibar -
Espanyol
First Division A
Zulte-Waregem -
Gent
Primera División
Las Palmas -
Real Betis
Serie A
Sampdoria -
Lazio
Ligue 1
Montpellier -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Arsenal
Serie A
Crotone -
Udinese
Championship
Birmingham -
Wolverhampton
Primera División
Girona -
Alaves
Serie A
Hellas Verona -
Genua
FIFA Club World Cup
Al Jazira -
Auckland City

Schalkes magische Nacht im Viertelfinale der Champions League bei Inter Mailand: Das unfassbare 5:2 beim besten Team Europas widerspricht jeder Logik. Matthias Sammer ist hellauf begeistert, die Schalker selbst aber können es nicht fassen und mahnen zur Vorsicht.

In der Mixed Zone, wenn nach dem Abpfiff die Spieler aus der Kabine kommen und auf dem Weg zum Mannschaftsbus sind, geschehen die merkwürdigsten Dinge.

Je nach Stimmung und Ausgang einer Partie umarmen Profis vor überbordender Freude schon mal Journalisten und geben High Fives, bei Misslaunigkeit bestrafen sie die Berichterstatter mit Ignoranz und inhaltlosen Äußerungen. Das Verhältnis zwischen Sportler und Journalist ist komplex - und ist nun um eine Sonderbarkeit reicher.

Mit einem 5:2-Erfolg im Hinspiel des Champions-League-Viertelfinals bei Titelverteidiger Inter Mailand sorgte der FC Schalke 04 für die wohl größte Sensation in der deutschen Europapokal-Geschichte. So pathetisch es klingen mag: Es war denkwürdig und einzigartig.

Ein Abend, über den auch in 10, 20 Jahren noch geredet werden wird. Entsprechend gelöst werden die Schalker vor die Medien treten, so zumindest die Erwartung. Doch was folgte, war ein seltsames Beieinandersein.

Spieler vom 5:2 überfordert

Als ob nichts geschehen wäre, trotteten die Spieler im Giuseppe-Meazza-Stadion an den Journalisten vorbei. Einige blieben stehen und sagten Allgemeinplätze wie "Wir sind überglücklich" oder "Wir freuen uns heute noch ein bisschen", andere mussten regelrecht dazu animiert werden, nicht allzu ernst dreinzublicken.

"Die Spieler haben alle noch nicht begriffen, was gerade passiert ist und welche Tragweite der Sieg hat", sagte ein S04-Offizieller.

Schalke demütigt Inter

5:2.

Ein Ergebnis, das jeder Logik widerspricht. Ein Ergebnis, für das gängige Superlative nicht reichen.

Deutschen Klubs gelangen in der Vergangenheit außergewöhnliche Siege: das später annullierte 7:1 von Mönchengladbach gegen Inter (1971), Kaiserslauterns 5:0 gegen Real Madrid (1982), Uerdingens 7:3 gegen Dresden (1986), Bremens 6:2 gegen Spartak Moskau (1987) und 5:0 gegen Dynamo Berlin (1988), Karlsruhes 7:0 gegen Valencia (1993), zuletzt Bayerns 4:1 bei Juventus Turin im Dezember 2009.

Und doch sprengt das 5:2 die Vorstellungskraft, weil sich das Erlebte in nicht gekannten Dimensionen bewegt. Noch nie hat eine deutsche Mannschaft den amtierenden Champions-League- und Weltpokalsieger derart demontiert - und das auswärts.

Noch nie wurde der italienische Meister und Pokalsieger von einem Gegner so gedemütigt, der selbst ohne Ausfälle ein oder zwei Klassen schlechter besetzt ist.

Mehr erschöpft als begeistert

Ralf Rangnick mahnt zur Vorsicht "Wir müssen diesen Abend erst einmal einordnen und verdauen", sagte der Trainer mehr erschöpft denn begeistert. Der Fokus müsse schon ab Donnerstag auf das nächste Bundesliga-Spiel gegen den VfL Wolfsburg liegen und richtig freuen könne man sich ohnehin erst, wenn das Rückspiel gegen Inter am kommenden Mittwoch gelaufen sei.

Ähnlich sachlich kommentierte Raul, obwohl er vor dem Anpfiff die Chancen auf ein Schalker Weiterkommen auf nur 20 Prozent beziffert hatte und er gemeinsam mit Ersatz-Sturmpartner Edu eine herausragende Vorstellung bot: "Das war ein ganz wichtiger, aber noch nicht der definitive Schritt. Wir sind noch nicht weiter."

Selbst das Anstoßen mit Bier oder Sekt wäre verfrüht. "Wir bleiben bei Apfelschorle", sagte Torwart Manuel Neuer, "wir sind noch nicht durch, wir müssen im Rückspiel wieder eine konzentrierte Leistung zeigen".

Sammer verspürt Genugtuung

Mit wesentlich mehr Hingabe wurde das 5:2 hingegen von den Außenstehenden gefeiert. "Schalke erschafft ein großes Märchen des Fußballs", schrieb die "Süddeutsche Zeitung". Die "Bild" titelte: "Europa staunt über Schalkes Euro-Riesen" und die "FAZ" sprach von einer "Magischen Nacht".

Für das bemerkenswerteste Zitat jedoch zeichnete DFB-Sportdirektor und "SKY"-Experte Matthias Sammer verantwortlich, nachdem Bundestrainer Jogi Löw vor dem Spiel den weiterhin bestehenden Rückstand der Bundesliga-Klubs auf die europäische Spitze anmahnte. Inter hatte in den Runden zuvor den FC Bayern und Werder Bremen ausgeschaltet.

"Ich spüre eine Genugtuung und eine tiefe Zufriedenheit. Das ist nicht nur extrem gut für Schalke 04, sondern auch für unseren Fußball", sagte Sammer. " Ich freue mich sehr, wir haben zumindest eine Mannschaft im Halbfinale der Champions League." Dass das Rückspiel noch aussteht, überging Sammer beflissentlich. Nach einem 5:2 sei ihm das aber verziehen.

Inter - Schalke: Daten & Fakten zum Spiel

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung