5:2! Schalke mit einem Bein im Halbfinale

Von Für SPOX in Mailand: Haruka Gruber
Dienstag, 05.04.2011 | 22:48 Uhr
Edu (l.) traf in der 40. Minute zum zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich
© Getty
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Der FC Schalke 04 hat im Hinspiel des Champions-League-Viertelfinals bei Titelverteidiger Inter Mailand sensationell mit 5:2 (2:2) gewonnen und sich damit eine perfekte Aufgangslage für das Rückspiel geschaffen.

Im ausverkauften Giuseppe-Meazza-Stadion gingen die Nerazzurri zweimal durch Dejan Stankovic (1.) und Diego Milito (34.) in Führung, doch Joel Matip (17.) und Edu (40.) glichen jeweils aus.

In der zweiten Hälfte brach Inter ein, nachdem Raul (53.) und Andrea Ranocchia per Eigentor (57.) trafen und Ciristian Chivu die Gelb-Rote Karte sah (62.).

Edu sorgte mit einem sehenswerten Distanzschuss (75.) für den 5:2-Endstand. Damit erzielte Schalke als erstes deutsches Team auswärts fünf Tore gegen ein italienisches Team.

Das Rückspiel findet am kommenden Mittwoch (13. April) auf Schalke statt.

Reaktionen:

Ralf Rangnick (Trainer FC Schalke 04): "Wir müssen diesen Abend erstmal einordnen und verdauen. Das war eine außergewöhnliche Leistung der ganzen Mannschaft. Wir hätten am Schluss eigentlich noch mehr auf Tore gehen können. Wir haben eine große Chance aufs Halbfinale."

Manuel Neuer (FC Schalke 04): "Mit Schalke 04 bei Inter Mailand mit 5:2 zu gewinnen, da wissen wir, dass wir schon sehr viel erreicht haben. Ich hätte mir das vorher nie erträumen können. Wir sind superzufrieden. Auswärts fünf Tore zu schießen und das noch bei Inter, das ist grandios."

Raul (FC Schalke 04): "In der zweiten Halbzeit waren wir fußballerisch und physisch besser. Das war ein sehr wichtiger Schritt in Richtung Halbfinale, aber noch sind wir nicht weiter."

Leonardo (Trainer Inter Mailand): "Wir sind gut ins Spiel gekommen, dass es so enden würde, war unvorstellbar. Das war eine fürchterliche Woche."

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Rangnick aus der Not geboren mit einer offensiven Ausrichtung: Der verletzte Kluge wird durch Jurado ersetzt, heißt: Schalke mit fünf Offensiven (Raul, Edu, Farfan, Baumjohann, Jurado) und nur einem echten Sechser (Papadopoulos). Edu und Matip vertreten Gavranovic und Metzelder.

Inter im Vergleich zum 0:3 im Mailand-Derby mit zwei Änderungen: Stankovic und Milito starten für Pandew und Pazzini. Lucio fehlt gesperrt.

1., 1:0, Stankovic: Was für ein Beginn, nach 26 Sekunden klingelt es zum ersten Mal! Steilpass von Cambiasso auf Milito. Neuer kommt aus dem 16er und köpft den Ball Richtung Mittellinie, wo Stankovic steht und aus 45 Metern direkt schießt. Der Ball fliegt über den verdutzten Neuer hinweg ins Tor.

17., 1:1, Matip: Ecke Farfan von links auf den zweiten Pfosten. Papadopoulos köpft Cesar mutterseelenallein aus fünf Metern an. Den Abpraller drischt Matip per Aufsetzer in die Maschen. Sein erstes CL-Tor!

34., 2:1, Milito: Sneijder hebt den Ball rechts in den Sechzehner. Cambiasso springt höher als Sarpei und legt per Kopf mustergültig in die Mitte. Milito taucht blank vor Neuer auf und netzt aus kurzer Distanz ein. Sein erster Treffer im Turnier.

40., 2:2, Edu: Schalke kontert durchs Zentrum. Baumjohann schickt Edu auf die Reise. Seinen abgefälschten Rechtsschuss pariert Cesar noch mit einem starken Reflex, doch Edu setzt nach und drückt die Kugel ins leere Tor. Alles wieder offen!

53., 2:3, Raul: Schalke urplötzlich in Führung! Farfan zieht von rechts nach innen und spielt flach in den Sechzehner. Raul nimmt die Kugel an und schickt die Kugel aufs Tor. Abgefälscht von Ranocchia landet der Ball im kurzen Eck!

57., 2:4, Ranocchia (Eigentor): Raul schickt Jurado rechts auf die Reise. Scharfe Hereingabe nach innen. Ranocchia grätscht dazwischen und drückt den Ball über die eigene Torlinie!

62., Gelb-Rot gegen Chivu: Atkinson zückt für Chivus Rempler gegen Edu Gelb. Innerhalb von zehn Minuten ist das schon die zweite Verwarnung für den Innenverteidiger. Damit geht's unter die Dusche.

75., 2:5, Edu: So einfach geht das. Ballannahme mit dem Rücken zum Tor, blitzschnelle Drehung und dann ein satter Linksschuss aus 16 Metern halbhoch ins linke Eck. Drin!

Fazit: Viele taktische Fehler, viele Chancen, viele Tore: Die Partie wurde von der riskanten Spielweise beider Teams geprägt. Nach Inters Kollaps in der zweiten Hälfte gewinnt Schalke aber verdient.

So diskutierten die SPOX-User über den San-Siro-Wahnsinn

Der Star des Spiels: Raul. So unfassbar der Spielverlauf war, so unglaublich war Rauls Leistung. An ihm richteten sich alle auf, als Inter zweimal in Führung ging, an ihm nahm sich ein Baumjohann oder ein Jurado ein Vorbild, was Fleiß und Mannschaftsdienlichkeit anbelangt. Dass er das 3:2 erzielte, war nur eine nette Beigabe für eine so schon herausragende Leistung.

Der Flop des Spiels: Cristian Chivu. Stellvertretend für eine mannschaftlich desaströse Defensivleistung von Inter. Die Art und Weise, wie der Rumäne Edu vor dem 2:2 Platz gewährte und ihn nicht störte, war typisch. Genauso die Gelb-Rote Karte.

Der Schiedsrichter: Martin Atkinson. Undankbares Spiel für den Engländer: Hitzige Atmosphäre, zahlreiche kleine Fouls und strittige Abseitspositionen. Lag beim Großteil der Entscheidungen aber richtig, nur bei einem Abseitspfiff gegen Milito Mitte erste Halbzeit hätte er weiterspielen lassen müssen.

Analyse: Ein Beginn reich an Tempo und taktischer Disziplinlosigkeit. Inter wie auch Schalke verzichteten weitestgehend darauf, das Mittelfeld zuzumachen und ließen den ballführenden Gegner bis 30, 35 Meter vor dem eigenen Tor gewähren - weswegen es zu zahlreichen Strafraumszenen kam.

Was beeindruckte: Schalke zeigte jene Attitüde, die den Bayern beim Achtelfinal-Aus gegen Inter abging. Trotz zweimaligem Rückstand kam S04 jeweils zurück, ließ sich von Inters Großchancen Anfang der zweiten Hälfte nicht verunsichern und spielte die Konter konsequent aus.

Selbst Baumjohann und Jurado, sonst ein Muster an Ineffizienz, verknüpften ihre Ballfertigkeiten mit ungewohnter Lauf- und Zweikampfstärke. Dass mit Kluge und Metzelder zwei Schlüsselspieler in der Defensive fehlten, fiel angesichts der engagierten Vorstellung der beiden sowie von Sneijder-Bewacher Papadopoulos und Matip kaum ins Gewicht.

Inters Vorstellung hingegen war die Blaupause für eine Mannschaft, die satt ist am Erfolg und den Teamgedanken völlig verdrängte. Gemeinsames Verschieben, Aushelfen eines schwächelenden Mitspielers, das alles war nicht zu erkennen. Dass die anfangs gefährlichen Kombinationen immer seltener wurden und die Chancen in der zweiten Hälfte fast ausschließlich durch Einzelaktionen resultierten, war eine Folge dessen.

Am Ende steht mit dem 2:5 eine der denkwürdigsten Niederlagen in der Vereinsgeschichte Inters.

Inter - Schalke: Daten & Fakten zum Spiel

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