Fussball

Rudi Völler wütend auf Dortmund

Von Marco Heibel
Rudi Völler ist mit dem Vorgehen der Dortmunder nicht einverstanden
© getty

Der Sportdirektor von Bayer Leverkusen behauptet, Borussia Dortmund habe in letzter Minute den eigentlich schon fixen Deal mit Werder Bremens Verteidiger Sokratis gesprengt.

Bayer Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler wirft dem Ligakonkurrenten Borussia Dortmund Scheinheiligkeit in Bezug auf das Werben um Werder Bremens Verteidiger Sokratis vor.

Laut Völler habe der BVB den bereits sicheren Deal zwischen Bayer und dem Griechen gesprengt. Der Weg des 24-Jährigen führt damit wohl nach Dortmund.

Am Donnerstag hat sich Sokratis beim Trainerteam von Werder Bremen verabschiedet. Via "dpa" bedankte sich der Grieche anschließend für die vergangenen zwei Jahre. Den Namen seines neuen Arbeitgebers wollte er aber noch nicht preisgeben: "Wartet einfach noch zwei, drei Tage ab."

Völler: "Waren und mit dem Spieler einig"

Dieser dürfte Borussia Dortmund heißen. Das hat Bayer Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler gegenüber "Bild" offenbart und dem BVB gleichzeitig beim Werben um den 24-Jährigen schlechten Stil vorgeworfen: "Wir waren uns mit dem Spieler und auch Werder einig, aber jetzt hat Sokratis uns abgesagt und geht nach Dortmund."

Sokratis sagt Bayer Leverkusen ab

Besonders ärgere den 53-Jährigen am Vorgehen der Borussen, "dass sie vor einigen Wochen beleidigt waren, als Götze zu Bayern ging. Im Fall Sokratis sind sie aber selbst scheinheilig."

Völler erklärte weiter, dass vor der Vertragsunterschrift kurzfristig noch "andere Argumente" hinzugekommen seien. Der Leverkusener Sportdirektor konkretisierte: "Die Dortmunder haben durch den Götze-Transfer jetzt einen großen und gutgefüllten Geldkoffer."

Holzhäuser greift Dortmund an

Auf Geschäftsführerebene wandte sich auch Leverkusens Wolfgang Holzhäuser an seinen Dortmunder Kollegen Hans-Joachim Watzke: "Der Fall Sokratis ist sehr unangenehm. Herr Watzke und sein Anhang beschweren sich, wenn sie nicht informiert werden und mahnen Solidarität an." Dabei sei es in der Liga "nicht unbekannt" gewesen, dass die Werkself mit Sokratis einig war, so der 63-Jährige weiter.

Sokratis wechselte 2011 vom FC Genua 1893 zu Werder Bremen. In 59 Bundesligaspielen erzielte er für die Grün-Weißen zwei Tore. Sein Vertrag bei Werder läuft noch bis 2016, eine Ablöse im Bereich von zehn Millionen Euro steht im Raum.

Sokratis Papastathopoulos im Steckbrief

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