Freitag, 08.04.2016

Golden State Warriors - San Antonio Spurs 112:101

Machtdemonstration der Warriors

Die Rekordjagd geht weiter! Die Golden State Warriors (70-9) liefern eine beeindruckende und überzeugende Leistung gegen die San Antonio Spurs (65-13) ab und gewinnen mit 112:101 (BOXSCORE). Der amtierende MVP Stephen Curry spielt spektakulär und bekommt einiges an Unterstützung. Auf Seiten der Spurs liefert nur einer Gegenwehr.

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Der Kracher in Oakland hielt, was er versprach. Mit allen Superstars an Bord lieferten sich beide Teams einen intensiven Schlagabtausch - zumindest eine Halbzeit lang. Dann übernahm Stephen Curry die Kontrolle über die Partie und machte kurzen Prozess mit den Gästen aus Texas. Von seinen insgesamt 27 Punkten erzielte der amtierende MVP 15 Zähler im dritten Abschnitt (die Highlights gibt es hier im Video). Dazu verteilte Curry auch noch 9 Assists und schnappte sich 5 Rebounds.

Zudem konnte sich der 28-Jährige über die Unterstützung seiner Teamkollegen freuen. Zum einen stand die Defense sattelfest und ließ den Spurs nur wenige Möglichkeiten. Zum anderen zeigten auch Harrison Barnes (21 Punkte, 8 Rebounds) und Draymond Green (18 Punkte, 7 Assists, 6 Rebounds) gute Leistungen. So erspielten sich die Warriors einen zwischenzeitlichen 23-Punkte-Vorsprung.

Dem hatten die Spurs letztendlich nichts entgegenzusetzen. Die Gegenwehr kam vor allem in Person von Kawhi Leonard. Der 24-Jährige kam auf 23 Zähler und 3 Rebounds bei 8 von 12 aus dem Feld. Ansonsten enttäuschten aber vor allem LaMarcus Aldridge (11 Punkte, 3 Rebounds) und Tony Parker (10 Punkte, 3 Assists). Damit bleiben die Warriors weiterhin auf Rekordkurs und müssen nur noch drei Spiele gewinnen, um die beste Saisonbilanz aller Zeiten einzufahren.

Steph Curry vs. Kawhi Leonard: Hier gibt es die besten Szenen im Video

Die Reaktionen:

Stephen Curry (Golden State Warriors) über die Rekordjagd: "Nur zwei Teams haben es in der Geschichte der NBA so weit geschafft, wie wir heute sind. Das ist ein stolzer Moment für uns und etwas, das beachtet werden sollte."

Steve Kerr (Warriors-Coach) über die Spurs: "Wir haben 70 Siege gebraucht, um uns den ersten Platz im Westen zu sichern. Das sagt alles über das Team in der anderen Kabine."

Gregg Popovich (Spurs-Coach): "Du darfst dir gegen diese Jungs keinen Fehler erlauben. Sie sind das beste Team des Planeten. Wenn du in der Defense die Konzentration verlierst oder schlechte Würfe nimmst, dann hast du große Probleme."

Der SPOX-Spielfilm: Entgegen der Erwartungen wurde auf beiden Seiten keiner der Stars geschont. Sowohl Warriors-Coach Steve Kerr als auch Spurs-Coach Gregg Popovich setzten auf ihre besten Spieler. Für Golden State starteten also Steph Curry, Klay Thompson, Harrison Barnes, Draymond Green und Andrew Bogut. Bei den Gästen standen Tony Parker, Danny Green, Kawhi Leonard, Tim Duncan und LaMarcus Aldridge von Beginn an auf dem Parkett.

1. Viertel: Typischer Popovich-Move zu Beginn. Schon nach 59 Sekunden nahm der Spurs-Coach die erste Auszeit, nachdem Thompson viel zu frei einen Dreier durch die Reuse hämmerte. Ansonsten begann die Partie aber eher schleppend. Beide Teams hatten ihren Rhythmus noch nicht gefunden. Die Warriors lagen mit 20:15 in Front.

Stephen Curry: Die Karriere in Bildern
Das Basketballspielen wurde Stephen Curry in die Wiege gelegt, schließlich war schon sein Vater Dell Curry in der NBA aktiv.
© getty
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Das Basketballspielen wurde Stephen Curry in die Wiege gelegt, schließlich war schon sein Vater Dell Curry in der NBA aktiv.
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Bereits bei seinem eher unbekannten College-Team, den Davidson Wildcats, war der Point Guard nur schwer zu stoppen. In drei Uni-Jahren legte er im Schnitt aber mehr als 25 Punkte auf
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Bereits bei seinem eher unbekannten College-Team, den Davidson Wildcats, war der Point Guard nur schwer zu stoppen. In drei Uni-Jahren legte er im Schnitt aber mehr als 25 Punkte auf
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Auch wenn ihn aufgrund seines schmächtigen Körpers viele eher kritisch sahen, hinderte das die Golden State Warriors nicht daran ihn 2009 an 7. Stelle zu draften
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Auch wenn ihn aufgrund seines schmächtigen Körpers viele eher kritisch sahen, hinderte das die Golden State Warriors nicht daran ihn 2009 an 7. Stelle zu draften
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Dort wurde er mit dem 2011 gedrafteten Klay Thompson zusammengeführt, mit dem er seitdem die Splash Brothers bildet. Logisch, dass ein Spitzname bei dem starken Shooting der beiden nicht lange auf sich warten ließ
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Dort wurde er mit dem 2011 gedrafteten Klay Thompson zusammengeführt, mit dem er seitdem die Splash Brothers bildet. Logisch, dass ein Spitzname bei dem starken Shooting der beiden nicht lange auf sich warten ließ
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Nach seinem zweiten Platz beim Rookie of the Year Award 2010 war er auch als Sophomore weiter erfolgreich. In seiner zweiten Saison gewann er die NBA Skills Challenge und zeigte, dass mit dem Ball nur wenige so gut umgehen können, wie er
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Nach seinem zweiten Platz beim Rookie of the Year Award 2010 war er auch als Sophomore weiter erfolgreich. In seiner zweiten Saison gewann er die NBA Skills Challenge und zeigte, dass mit dem Ball nur wenige so gut umgehen können, wie er
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Doch gleich mehrere Knöchelverletzungen ließen Zweifel an Currys Profisport-Tauglichkeit aufkommen. In der Saison 2011/2012 konnte er nur 26 Spiele bestreiten
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Doch gleich mehrere Knöchelverletzungen ließen Zweifel an Currys Profisport-Tauglichkeit aufkommen. In der Saison 2011/2012 konnte er nur 26 Spiele bestreiten
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Aber die Warriors glaubten an ihn und Curry unterschrieb eine Rookie-Extension über vier Jahre und 44 Mio. Dollar, die für das Team nicht ohne Risiko war. Doch in der Saison 2012/2013 folgte der endgültige Durchbruch...
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Aber die Warriors glaubten an ihn und Curry unterschrieb eine Rookie-Extension über vier Jahre und 44 Mio. Dollar, die für das Team nicht ohne Risiko war. Doch in der Saison 2012/2013 folgte der endgültige Durchbruch...
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Curry wurde die Ehre zuteil, bei seinem ersten All-Star-Game direkt zu starten. Schnell zog er in der Gunst der NBA-Fans an Point-Guard-Liebling Chris Paul vorbei
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In der Postseason 2013 sorgten die Dubs für Aufsehen, als sie die Spurs um Spielmacher-Legende Tony Parker an den Rand der Niederlage brachten
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Durch seine starken Leistungen in der besten Basketballliga der Welt wurde Curry auch beim Team USA einer der wichtigsten Spieler. Zwar fehlt ihm noch Olympiagold, aber zwei Weltmeistertitel darf er bereits sein Eigen nennen
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Dass Curry der beste Distanzschütze der Association ist, stellte er beim Dreier-Contest 2015 unter Beweis. Mit 286 getroffenen Longballs in der Saison verbesserte er zudem seinen eigenen Rekord
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Im Rennen um den MVP Award setzte sich Curry mit einer bockstarken Saison gegen LeBron James und James Harden durch. Adam Silver überreichte ihm die Trophäe während der Playoffs 2015
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Auch privat läuft es für den Superstar. 2011 Heiratete er seine langjährige Freundin Ayesha Alexander...
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... 2012 kam Tochter Riley zur Welt. Und bei einigen Pressekonferenzen stahl ihm das extrovertierte Mädchen mit Leichtigkeit die Show
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Nach einer Saison mit 76 Siegen spielten sich die Warriors 2015 in die Finals, wo es zu einem erbitterten Kampf mit den Cleveland Cavaliers kam
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Am Ende siegte Golden State mit 4-2 und holte die erste Championship seit 40 Jahren nach Oakland. Andre Iguodala, der die Kreise von LeBron James enorm einengte, wurde zum Finals-MVP gekürt - und Curry freute sich mit ihm
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2015/2016 läuft noch besser: Die Warriors jagen aktuell den 72-Siege-Rekord der Bulls (1995/1996) und haben schon 59 Erfolge auf dem Konto
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In dieser Saison hat sich Curry noch einmal verbessert und schon bis Anfang März 300 Dreier eingenetzt. Und das bei einer Quote von 46 Prozent
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Auch individuell stößt Curry in neue Sphären vor: Mit 30,4 Punkten pro Spiel, einem PER von 32,2, einem True Shooting von 67,9 Prozent sowie 13,9 Win Shares ist der MVP auf dem Weg zu einer historischen Saison
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Zum besten Spieler des Planeten hat es Curry vor allem dank seines Arbeitseifers geschafft. Und die Konkurrenz hat jetzt schon Angst davor, der Chef könnte in den nächsten Jahren noch stärker werden...
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2. Viertel: Die Warriors machten nun richtig Dampf. Der zweite Abschnitt begann mit einem 9:2-Lauf der Dubs, mit dem Golden State die Kontrolle übernahm. Den zwischenzeitlichen 15-Punkte-Rückstand konnten die Spurs zwar verkürzen, doch ein Heat-Check Dreier von Curry setzte dem Run der Gäste ein Ende. Barnes legte schließlich mit einem Doppelpack von Downtown nach. Mit 52:40 für die Warriors ging es in die Pause.

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3. Viertel: Unglaubliches Viertel der Warriors! Der MVP drehte mächtig auf und führte sein Team mit 15 Zählern allein in diesem Abschnitt zu einer zwischenzeitlichen 23-Punkte-Führung - spektakuläre Layups und schöne Alley-Oop-Assists inklusive. Die Spurs zeigten zwar noch ein kleines Lebenszeichen, doch die Garbage Time war definitiv in Sichtweite. Golden State führte mit 87:69.

4. Viertel: Angeführt von Patty Mills starteten die Spurs ihren Comebackversuch. Immerhin konnte San Antonio den Rückstand auf 13 Zähler verkürzen, doch gegen Steph Curry, Harrison Barnes und Draymond Green war schlussendlich kein Kraut gewachsen. Der Sieg war zu keinem Zeitpunkt wirklich in Gefahr und die Dubs gewannen mit 112:101.

Golden State Warriors vs. San Antonio Spurs: Hier geht's zum BOXSCORE

Der Star des Spiels: Steph Curry. Der MVP zauberte mal wieder eine unglaubliche Leistung auf's Parkett. Nach einer eher zurückhaltenden ersten Hälfte drehte der 28-Jährige im weiteren Spielverlauf so richtig auf. Insgesamt erzielte Curry 27 Punkte, verteilte 9 Assists und versenkte starke 11 seiner 19 Feldwurfversuche. An spektakulären Plays mangelte es beim Point Guard ebenfalls nicht.

Der Flop des Spiels: Tim Duncan. Der Altmeister der Spurs war absolut kein Faktor in dieser Partie - zumindest nicht im positiven Sinne. In der Offense hatte der 39-Jährige wenig bis gar nichts zu melden (4 Punkte, 2/6 FG) und defensiv erwies sich Duncan zumeist als Bürde statt große Hilfe. Gegen das schnelle Spiel der Warriors mit den vielen Drives konnte er nicht viel machen.

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Das fiel auf:

  • Zu Beginn der Partie lief die Offense der Spurs nahezu ausschließlich über LaMarcus Aldridge, der sowohl im Post als auch aus der Mitteldistanz Gefahr ausstrahlte. Allerdings kugelte sich der 30-Jährige im ersten Abschnitt seinen kleinen Finger an der Wurfhand aus und musste die Partie kurzzeitig verlassen. Zwar kam LMA zurück auf's Parkett, konnte aber keine Akzente mehr setzen.
  • Ein Schlüssel zum Erfolg der Warriors war die starke Defense. Zwar führten die vielen Switches zu einigen Mismatches, doch diese konnte San Antonio nur selten ausnutzen. Das lag vor allem an den guten Rotationen und der hervorragenden Help-Defense . Besonders Andrew Bogut überzeugte mit seinem Timing, immer im richtigen Moment den unterlegenen Mitspieler zur Seite zu stehen. Dadurch hatten die Spurs trotz der Mismatches niemals leichte Würfe.
  • Die Niederlagen der Dubs in der vergangenen Woche resultierten unter anderem aus den vielen Ballverlusten, die sich Golden State gegen die Timberwolves (23) und Celtics (22) leistete. Auch an diesem Abend lief in dieser Hinsicht nicht alles ideal, auch wenn die Warriors ein wenig besser auf den Spalding aufpassten. Viele von den 15 Turnover waren vermeidbar. San Antonio nutzte die Fehler des Gegners übrigens für gute 26 Zähler aus.
  • Die zwei großen Stärken der Warriors sind wohl die Treffsicherheit aus der Distanz sowie das hohe Spieltempo, mit dem sie regelmäßig Gegner überrollen. Beides war auch gegen die Spurs ein Erfolgsfaktor. Immer wieder drückte der amtierende Champion auf's Tempo und kam so auf 23 leichte Fastbreak-Punkte. Auch von Downtown lief es wie geschmiert. Von den 25 Versuchen von der Dreierlinie fanden 12 den Weg durch die Reuse (48 Prozent).

Der Spielplan im Überblick

Philipp Jakob

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