FC Bayern Basketball: Nach der Bauermann-Entlassung

Bauermann: "Muss mich zurückhalten"

SID
Freitag, 28.09.2012 | 13:11 Uhr
Dirk Bauermann wurde vom FC Bayern völlig überraschend entlassen
© Getty
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Dirk Bauermann hat überrascht und bestürzt auf seine Entlassung beim FC Bayern München reagiert. Die Verantwortlichen des FCB halten derweil am Ziel Meisterschaft fest.

Auf seine Entlassung angesprochen, antwortete Bauermann gegenüber dem "SID" wie folgt: "Sie hat mich völlig überraschend getroffen. Ich muss mich erst mal sammeln und sortieren und meine Fassung wiederfinden."

Zur Begründung des FC Bayern wollte sich der Coach erst mal nicht weiter äußern: "Ich muss mich zurückhalten."

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Derweil teilten die Bayern-Bosse am Freitag mit, dass man auch nach der Entlassung von Bauermann nicht von den ambitionierten Saisonzielen abrückt. "Ich weiß nicht, ob wir deutscher Meister werden. Aber das Potenzial dafür haben wir", sagte Sportdirektor Marko Pesic einen Tag nach dem überraschenden Trainerwechsel beim Bundesligisten.

Die Mannschaft wird in der kommenden Saison vom bisherigen Assistenzcoach, Yannis Christopoulos, betreut. Der 38-jährige Grieche hatte in seiner Heimat bei mehreren Erstligisten als Cheftrainer gearbeitet und Apoel Nikosia 2010 zur zyprischen Meisterschaft geführt. "Ich bin überzeugt, dass er es im Kreuz hat", sagt Pesic. Am Donnerstag wurde offiziell auch die Entlassung des zweiten Assistenztrainers, Denis Wucherer, bekannt gegeben.

Svetislav Pesic "keine Option"

Spekulationen, dass Bundestrainer Svetislav Pesic nach der EM 2013 zu den Bayern kommen könnte, nannte Vizepräsident Bernd Rauch "abwegig. Damit haben wir uns nicht befasst." Für Marko Pesic ist die Verpflichtung seines Vaters "auch in der Zukunft keine Option".

Über die genauen Gründe, die zur überraschenden Trennung von Bauermann führten, wollten weder Pesic noch Rauch Auskunft erteilen. Indirekt bestätigten sie aber, dass ihnen die Arbeitsweise des früheren Bundestrainers nicht mehr gefallen hat. Bauermann verfolgte das als unzeitgemäß geltende System des kontrollierten Basketballs, trat außerdem zu dominant auf und offenbar auch eine Spur zu selbstherrlich.

Aber auch die Außendarstellung der im Rampenlicht stehenden Basketballabteilung entsprach nicht den Vorstellungen des Klubs. Einige Spieler widmeten sich angeblich dem abendlichen Vergnügungsprogramm mehr als für einen Profisportler gut ist. Unter Christopoulus soll deshalb viel Wert auf Disziplin, vor allem außerhalb des Feldes, gelegt werden.

Letzter Platz beim BEKO Leagues Cup

Am Mittwoch startet der FC Bayern München also im Audi Dome mit einem Heimspiel gegen die EWE Baskets Oldenburg in die Saison - vorher steigt aber zur Generalprobe noch ein letzter, absoluter Testspiel-Kracher. Panathinaikos Athen ist zu Gast.

Einen großen Preseason-Höhepunkt haben die Bayern schon hinter sich. Am letzten Wochenende fand im Audi Dome der BEKO Leagues Cup statt. Am Ende stand nach Pleiten gegen ZSKA Moskau (66:87) und Zalgiris Kaunas (58:74) der letzte Platz zu Buche. Im ersten Spiel gegen das europäische Powerhouse ZSKA hielt man aber 28 Minuten lang hervorragend mit, ehe die Russen die Intensität erhöhten. Hauptproblem waren in beiden Spielen die Turnover (12 gegen Moskau, 20 gegen Kaunas).

Im Spiel 1 nach Bauermann geht es nun im letzten Test gegen Panathinaikos. Pana, das in seiner ruhmreichen Geschichte schon 32 Mal die griechische Meisterschaft und sechsmal die Euroleague gewann, befindet sich aktuell in einer extremen Transition-Phase.

Neue Stars für Panathinaikos

Star-Coach Zeljko Obradovic ist nach 13 Jahren weg, für ihn hat Argyris Pedoulakis (Ex-Coach von Peristeri Athen) das Ruder übernommen. Aber auch das Gesicht der Mannschaft wurde nach einer für Pana-Verhältnisse enttäuschenden Saison (Niederlage gegen Erzrivale Olympiakos Piräus im Finale der griechischen Liga, dazu Halbfinal-Aus beim Euroleague-Final-Four) stark verändert.

Neu sind unter anderem Big Man Sofoklis Schortsantis, der litauische Forward Jonas Maciulis und US-Swingman Andy Panko. Der 24-Jährige wurde in der letzten Saison in Spanien MVP und Topscorer (18,6 Punkte), sollte also eine echte Verstärkung darstellen. Nur der Kopf der Mannschaft bleibt ein alter Bekannter: Star-Guard Dimitris Diamantidis.

"Als Trainer habe ich in der Euroleague viele Male gegen Panathinaikos gespielt. Es ist immer etwas Besonderes sich mit einer solchen Mannschaft zu messen. Panathinaikos war über die letzten zehn Jahre gesehen wahrscheinlich die beste Mannschaft Europas. Der Weggang von Trainer Zeljko Obradovic bedeutet natürlich einen Umbruch, dennoch ist die Mannschaft weiterhin äußerst stark. Sie ist auf allen zwölf Plätzen mit amerikanischen und europäischen Spitzenkräften besetzt. Es ist schlichtweg sensationell was der Basketball- und Sportfan hier zu sehen bekommt", blickte Bauermann noch vor wenigen Tagen auf das Duell voraus. Jetzt ist er weg.

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